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22. März 2010
 

heute-Nachrichten

 
Grüne Fussgängerampel vor Opel-Werk. Quelle: dpa

Bei Magna-Deal: Opel-Mitarbeiter verzichten auf Gehalt

Sanierungsbeitrag von 265 Millionen Euro vereinbart

Für einen Verkauf der deutschen Opel-Werke an Magna greifen die Arbeitnehmer tief in die Tasche. Sie wollen jährlich auf 265 Millionen Euro verzichten und so ihren Sanierungsbeitrag leisten, teilte der Betriebsrat mit. Das Ziel: Rettung der Werke.

 
 
 

Im Gegenzug erhalten die Mitarbeiter 10 Prozent der Unternehmensanteile. Der Betriebsrat in Rüsselsheim teilte mit, dass sich der europäische Betriebsrat und die Arbeitnehmervertretungen in den Ländern mit Opel-Standorten sich mit dem österreichisch-kanadischen Unternehmen Magna auf diese Beiträge der Belegschaft zur Kostensenkung verständigt hätten.

Ziel: Schließungen vermeiden

Ein wichtiger Bestandteil der Vereinbarung zwischen den Arbeitnehmervertretern und Magna sei "das beiderseitige Ziel, alles zu tun, um Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden", erklärte der Betriebsrat Für 2010 und 2011 sei unter anderem vorgesehen, das Teile des Weihnachts- und Urlaubsgeldes eingebracht würden. Auch werde bis 2011 auf Lohnerhöhungen verzichtet, ab 2012 solle dann zu den Tarifverträgen zurückgekehrt werden. Die Vereinbarungen seien jedoch nur gültig, wenn die bisherige Opel-Mutter, der US-Autobauer Generals Motors (GM), den Vertrag für den Verkauf von Opel an Magna tatsächlich unterzeichne, erklärte der Betriebsrat.

 

Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna will Opel gemeinsam mit der russischen Sberbank von General Motors übernehmen. Noch ist der Kaufvertrag aber nicht unterschrieben. Im Tagesverlauf will der GM-Verwaltungsrat erneut darüber beraten. Dies hatte Spekulationen genährt, der US-Autobauer könnte seine Tochter doch behalten wollen.

 

Verlässt Forster Spitze?

Zuvor wurde bekannt, dass Opel-Aufsichtsratsvorsitzende Carl-Peter Forster offenbar nicht an der Spitze des neuen Konzerns "New Opel" stehen will. Er habe dem potenziellen Käufer Magna kürzlich darüber informiert, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Nun solle Magna-Manager Herbert Demel die Opel-Führung übernehmen.