Nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Jahr 2009 sind viele Anhänger der Grünen Revolution verfolgt worden. Tausende Regimegegner flüchteten in die Türkei.
Rund 213.000 Prediger und höhere Kleriker lenken Politik, Wirtschaft und öffentliches Leben in Iran. Zahlreiche Fraktionen und Gruppen ringen in der klerikalen Nomenklatura nicht nur um politische Macht, sondern auch um wirtschaftliche Pfründe.
Der Schriftsteller Navid Kermani, der für die Wochenzeitung "Die Zeit" aus dem Iran berichtete, hat beobachtet, dass Demonstranten gezielt verfolgt und Oppositionsführer systematisch isoliert werden.
Iran ist eines der größten und einflussreichsten Länder des Nahen und Mittleren Ostens. Ein umfassender Friedensschluss in der Region scheint ohne eine Beteiligung der Regierung in Teheran nicht möglich. Zudem sitzt Iran auf riesigen Erdöl- und Gasreserven. [Interaktiv]