50 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass Christian Wulff im Amt bleiben soll, 43 Prozent wollen einen Rücktritt des Bundespräsidenten. Das ergibt ein Politbarometer extra. Wulffs Stellungnahme in einem TV-Interview überzeugte nur 25 Prozent.
Einen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten fordern 43 Prozent aller Befragten, 50 Prozent meinen, dass er nicht zurücktreten soll, und sieben Prozent haben dazu keine Meinung. Von denjenigen, die sich jetzt gegen einen Rücktritt aussprechen, meint allerdings gut die Hälfte (53 Prozent), dass er zurücktreten sollte, wenn weitere belastende Vorwürfe gegen ihn bekannt werden, 30 Prozent wollen ihn auch dann weiter im Amt behalten, 17 Prozent sind unentschieden.

Die Stellungnahme, die Christian Wulff im Fernsehinterview zu den Vorwürfen abgegeben hat, wird nur von 25 Prozent der Deutschen als überzeugend bewertet, 51 Prozent fanden sie nicht überzeugend und 24 Prozent können das nicht bewerten, da sie davon nichts mitbekommen haben.
Jetzt halten 35 Prozent Bundespräsident Christian Wulff alles in allem gesehen für eher glaubwürdig und eine Mehrheit von 59 Prozent hält ihn eher nicht für glaubwürdig (weiß nicht: 6 Prozent).

Auf der +5/-5-Skala ("was halten sie von") erhält Christian Wulff nur noch einen Durchschnittswert von minus 0,3. Vor Bekanntwerden der Vorwürfe wegen seiner Hausfinanzierung (November 2011) kam er noch auf einen Wert von 1,9 und zu Beginn der Affäre Mitte Dezember auf 1,2.
Einen Tag nach dem Fernsehinterview von Bundespräsident Christian Wulff hat die Forschungsgruppe Wahlen in einer repräsentativen Blitzumfrage für das ZDF heute-journal die Meinung der Bevölkerung ermittelt. Dazu wurden 1.108 zufällig ausgewählte wahlberechtigte Bundesbürger telefonisch befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.