Hauptnavigation:

Sie sind hier:

09. Februar 2010
 

heute-Nachrichten

 
Mietvertrag und Wohnungsschlüssel. Quelle: dpa

FDP kündigt Mietrechts-Reform an

Kündigungsfristen für Mieter und Vermieter gleich

Die FDP kämpft für die Vermieter: Sie will die Kündigungsfristen von Mietern und Vermietern jetzt angleichen. Wie genau, lässt die Fraktionschefin Birgit Homburger offen. Klar sei nur, "das Mietrecht bleibt ein soziales Mietrecht."

 
 
 
 

Die FDP dringt auf die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Reform des Mietrechts. "Wir wollen künftig gleiche Kündigungsfristen für Mieter und Vermieter", sagte die FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger der "Bild". Dabei ließ die FDP-Politikerin offen, ob die Fristen für Vermieter verkürzt oder die für Mieter verlängert werden sollen. Darüber gebe es noch keine Entscheidung. Sorgen vor einer unsozialen Reform wies Homburger zurück: "Klar ist, dass das Mietrecht ein soziales Mietrecht bleibt."

"Asymmetrische Kündigungsfristen"

Noch unter der rot-grünen Bundesregierung waren sogenannte asymmetrische Kündigungsfristen vereinbart worden. Seit dem kann der Mieter mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Für Vermieter sind die Kriterien härter gefasst. Sie dürfen unbefristete Mietverträge nur bei berechtigtem Interesse wie beispielsweise Eigenbedarf kündigen und haben je nach Wohndauer des Mieters Kündigungsfristen von bis zu neun Monaten.

Stress mit dem Vermieter

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag auch auf ein schärferes Vorgehen gegen sogenannte Mietnomaden verständigt. So sollen Räumungsurteile künftig schneller vollstreckt werden können. Als Mietnomaden werden Menschen bezeichnet, die von eine Wohnung in die andere ziehen, keine oder nur teilweise Miete zahlen und die Wohnungen oft in verwahrlostem Zustand hinterlassen.