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12. Februar 2012
 

heute-Nachrichten

 
Telekom-Logo. Quelle: dpa

Telekom führt Frauenquote ein

Bis 2015: 30 Prozent Frauen in Führungspositionen

Der Frauenanteil in deutschen Chefetagen ist klein. Die Telekom will das nun ändern: Als erstes Dax-Unternehmen führt sie eine Frauenquote ein. Bis Ende 2015 sollen 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen mit Frauen besetzt sein.

 
 
 
 

Die Frauenquote sei keine Gleichmacherei, sondern ein Gebot der gesellschaftlichen Fairness und eine Notwendigkeit für den Erfolg, sagte Konzernchef René Obermann: "Mit mehr Frauen an der Spitze werden wir einfach besser." Die Quote gilt weltweit für den gesamten Konzern.

 

Familienministerin begrüßt Quote

Das Unternehmen kündigte an, es werde sein Programm zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben ausbauen. Angeboten würden Elternzeitmodelle, Teilzeitmodelle für Führungskräfte, flexible Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuungsangebote sowie "praktische Unterstützungsleistungen im Alltag".

 
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Telekom plant Frauenquote von 30 Prozent
 

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) begrüßte die Initiative. Unternehmen könnten es sich nicht mehr leisten, in den Führungsetagen auf die Kompetenz von Frauen zu verzichten, erklärte sie. Sie freue sich, dass die Telekom mit gutem, freiwilligem Beispiel vorangehe. Eine gesetzliche Regelung könne nur "Ultima ratio" sein. In der "Financial Times Deutschland" vom Montag forderte Schröder von den Firmen eine genaue Aufschlüsselung, "welchen Frauenanteil es auf welchen Ebenen gibt und wie der sich entwickelt". Dazu wolle sie Transparenz und Berichtspflichten verbessern.

 

Der Frauenanteil in deutschen Unternehmen ist vor allem in den Chefetagen sehr klein. Derzeit besetzen Frauen 2,5 Prozent der Vorstandsposten und knapp zehn Prozent der Aufsichtsräte.

 
 
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