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13. Februar 2012
 

heute-Nachrichten

 
US-Präsident Barack Obama. Quelle: ap
US-Präsident Barack Obama

Ground Zero: Obama unterstützt Moscheebau

US-Präsident erinnert an Recht zur freien Religionsausübung

Eine Moschee ausgerechnet dort, wo Islamisten das World Trade Center zum Einsturz brachten? Diese Pläne spalten die USA. Präsident Obama hat sich nun für den Bau ausgesprochen: "Das Bekenntnis zur Religionsfreiheit muss unerschütterlich sein".

 
 
 
 

Eine Nation, die auf Religionsfreiheit gegründet sei, müsse so einen Bau zulassen, sagte Obama am Freitagabend im Weißen Haus anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan. "Als ein Bürger und als Präsident glaube ich, dass Muslime dasselbe Recht wie alle anderen in diesem Land haben, ihre Religion auszuüben", erklärte der Präsident. Dazu gehöre auch die Errichtung einer Moschee in Manhattan. "Das ist Amerika, und unser Bekenntnis zur Religionsfreiheit muss unerschütterlich sein."

 

In direkter Nachbarschaft zu der Stelle, an der die Zwillingstürme des New Yorker World Trade Center am 11. September 2001 von islamistischen Terroristen zum Einsturz gebracht wurden, soll ein muslimisches Zentrum entstehen.

 

Recht auf freie Religionsausübung

Dieses Recht zur freien Religionsausübung dürfe durch nichts erschüttert werden, sagte der Präsident. Obama verwies auf den ersten Zusatz zur US-Verfassung, der die Religionsfreiheit garantiert und eine Diskriminierung aus religiösen Motiven verbietet.

 

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg stimmte Obama zu und lobte sein Eintreten für die Religionsfreiheit. Bloomberg selbst hatte sich bereits in der vergangenen Woche positiv zu dem islamischen Zentrum geäußert.

 

"Schlag ins Gesicht"

Viele Amerikaner hatten dagegen protestiert und es als geschmack- und taktlos bezeichnet, ein islamisches Gotteshaus neben dem Ort zu errichten, an dem fast 3.000 Menschen durch islamistische Terroristen getötet worden waren. Gegner des Projekts sprechen von einer "Zitadelle des Islamismus", von einem "Schlag ins Gesicht" der Opfer und ihrer Angehörigen.

 
 
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