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09. Februar 2010
 

heute-Nachrichten

 
Pflanzenfeld - Bauern in Nordkorea. Quelle: ap
Nach dem UN-Bericht hungern in Nordkorea acht Millionen Menschen.

Menschenrechte in Nordkorea: UN geißeln "entsetzliche" Lage

Nordkorea weist Vorwürfe zurück

Ein Untersuchungsbericht der Vereinten Nationen wirft dem kommunistischen Nordkorea schwerste Versäumnisse im Bereich der Menschenrechte vor. Die Regierung solle Schritte einleiten, um die "entsetzliche" Menschenrechtslage zu verbessern.

 
 
 

Acht Millionen Menschen im Land hungerten und bräuchten Hilfe, heißt es in dem von UN-Berichterstatter Vitit Muntarbhorn vorgelegten Report. Zudem solle die Regierung in Pjöngjang auf öffentliche Hinrichtungen verzichten und mehr Freiheiten zulassen.

Nordkorea: Alles Lüge

In dem Bericht heißt es weiter, langfristig müsse eine unabhängige Justiz und ein funktionierende Gewaltenteilung aufgebaut werden, um Machtmissbrauch zu vermeiden. Das Land müsse von der "Militär zuerst"-Politik wegkommen und vielmehr eine "Bürger zuerst"-Politik umsetzen, fordert Muntarbhorn in seinem Bericht an die UN-Vollversammlung. Nordkorea verletze die "bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte" seiner Bürger, erklärte Muntarbhorn weiter. Der thailändische Professor befasst sich seit fast sechs Jahren mit Nordkorea.

 

Der stellvertretende nordkoreanische UN-Botschafter Pak Tok Hun wies alle Vorwürfe zurück. Der Bericht sei ein mit Lügen gespicktes Dokument politischer Verzerrung und Verschwörung. Druck auf das Land auszuüben sei "absolut nutzlos und wird eher dazu führen, den Stolz auf unser System zum Schutz der Menschenrechte zu fördern", sagte der Botschafter.