Felix Sturm bleibt Box-Weltmeister. Der 31 Jahre alte WBA-Superchampion im Mittelgewicht besiegte in der Kölner Arena Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik in zwölf Runden einstimmig nach Punkten (117:111, 117:111, 118:111).
Die 18.000 Zuschauer, darunter die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, feierten den alten und neuen WBA-Weltmeister, der zuletzt am 11. Juli 2009 am Nürburgring gegen den Armenier Koren Ghevor im Ring gestanden hatte. Für Sturm war es die achte erfolgreiche Titelverteidigung. Er verbesserte seine Bilanz auf 34 Siege (14 durch K.o.) bei zwei Niederlagen und einem Unentschieden. Sein 29 Jahre alter Herausforderer kassierte die dritte Niederlage im 32. Profikampf.

Sturm diktierte den Kampf und beherrschte seinen Kontrahenten mit zunehmender Kampfdauer. Lorenzo hatte bereits einen WM-Kampf gegen einen deutschen Rivalen verloren. Im vergangenen Jahr unterlag er Sebastian Sylvester im Duell um den vakanten IBF-Titel im Mittelgewicht knapp nach Punkten. Ein weiterer deutscher Champion in dieser Gewichtsklasse ist der Schweriner Sebastian Zbik, der den Interimstitel des Verbandes WBC hält.
Der Kampf in Köln war Sturms erster Auftritt als eigenständiger Veranstalter. Der gebürtige Bosnier hatte den Vertrag mit seinem langjährigen Promoter Klaus-Peter Kohl und dessen Universum Box Promotion im August vergangenen Jahres gekündigt. Erst im Juli hatten sich beide Parteien vor dem Hamburger Landgericht nach langem Rechtsstreit über die Rechtmäßigkeit der Kündigung auf eine Auflösung des Vertrages geeinigt. Sturm gründete daraufhin die in Köln ansässige Sturm Box Promotion. Mit einem ähnlichen Geschäftsmodell arbeiten seit Jahren die Schwergewichts-Weltmeister Witali und Wladimir Klitschko.