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Neue Kontonummer Ab Montag ist die IBAN Pflicht

BildKontonummer IBAN wird Pflicht
Überweisungsträger

Nun müssen sich auch Verbraucher endgültig umstellen: Das Ende der vertrauten Kontonummer und Bankleitzahl naht. Noch ist nicht jeder mit der 22-stelligen IBAN vertraut.

(Quelle: dpa)

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Erneut ist das mTAN-Verfahren von Kriminellen geknackt worden. Markus Feck von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt, wie Onlinebanking möglichst sicher genutzt wird.

(23.10.2015)

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Der Student Vincent Haupert aus Erlangen hat es geschafft die Sparkassen Online-Banking App zu hacken. Die Hintergründe und wie man einen Banking Hack am besten vermeiden kann, seht ihr bei uns.

(28.12.2015)

Wer noch eine Überweisung mit Kontonummer und Bankleitzahl tätigen will, muss sich beeilen. Ab Montag ist die neue Kontonummer IBAN auch für Privatkunden Pflicht. Doch noch ist nicht jeder mit der 22-stelligen IBAN vertraut. 

Bald ist die Schonfrist vorbei: "Kunden, die sich zum 1. Februar nicht umstellen, laufen Gefahr, dass ihre Überweisung nicht ausgeführt wird und dass das Zeit kostet", warnte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Von Montag an müssen auch Verbraucher für Überweisungen und Lastschriften in Euro die internationale Kontonummer IBAN nutzen.

"Das kann dann auch Geld kosten, wenn ein Zahlungsziel verfehlt wird" - etwa wenn ein Bußgeld nicht rechtzeitig bei der Behörde ankommt, weil bei der Überweisung die alte Kontonummer und die alte Bankleitzahl benutzt wurden, oder eine Rechnung nicht pünktlich bezahlt wird und in solchen Fällen Mahngebühren oder Verzugszinsen fällig werden.

IBAN soll Überweisungen schneller machen

Die IBAN ("International Bank Account Number") soll dazu beitragen, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen grenzüberschreitend zu standardisieren und so zu beschleunigen. Der Zahlungsverkehrsraum Sepa ("Single Euro Payments Area") umfasst 34 Länder. Neben den 28 EU-Staaten machen Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Monaco und San Marino mit.

In Deutschland hat die IBAN 22 Stellen. Für Unternehmen und Vereine ist das neue Format seit dem 1. August 2014 verpflichtend, für Verbraucher gab es eine Übergangsfrist bis zum 1. Februar 2016. Banken wandelten die alten Angaben automatisch in das neue Format um.

Die neuen Kontonummern 
  • IBAN: Die internationalen Kontonummer IBAN ("International Bank Account Number") kann in den bisher teilnehmenden 34 Staaten bis zu 34 Stellen umfassen. Für eine Bankverbindung in Deutschland hat sie 22 Stellen. Sie beginnt mit der Länderkennung "DE". Es folgt eine individuelle zweistellige Prüfziffer, die vor Zahlendrehern schützt. Danach folgen die bisherige Bankleitzahl und abschließend die bisherige Kontonummer. Hat die Kontonummer weniger als zehn Ziffern, werden die fehlenden Zahlen zwischen Bankleitzahl und Kontonummer mit Nullen aufgefüllt, um insgesamt auf die 22 Stellen zu kommen.

  • BIC: Der BIC ("Bank Identifier Code") ist die internationale Bankleitzahl. Er identifiziert Kreditinstitute weltweit. Die ersten vier Stellen entsprechen der Bankbezeichnung, es folgen der Ländercode "DE", eine zweistellige Ortsangabe und die Filialbezeichnung. Die Bundesbank-Zentrale in Frankfurt zum Beispiel hat den BIC: MARKDEFFXXX.

Zeh Prozent der Überweisungen noch mit Bankleitzahl

Derzeit würden bei Geschäftsbanken in Deutschland noch rund zehn Prozent der täglich 24 Millionen Überweisungen mit alten Kontodaten eingereicht, sagte Thiele. "Die große Mehrheit hat sich an die IBAN gewöhnt und nutzt sie auch." Thiele betonte: "Ab dem 1. Februar muss jeder Privatkunden die IBAN nutzen. Ich habe Sorge, dass das bei allen entsprechend klappt. Nicht jeder nutzt Online-Banking, viele Kunden haben noch alte Überweisungsträger in der Schublade."

Thiele bekräftigte seinen Appell, sich die 22-stellige IBAN in übersichtlichen Vierer-Blöcken zu merken. Auch Firmen könnten ihren Beitrag leisten, dass sich Bankkunden umgewöhnten: "Die IBAN gehört auf jede Rechnung und am besten in Vierer-Blöcken."

Informationen zu SEPA

Was ist SEPA?

Online-Banking der Sparkasse Münsterland-Ost

SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payment Area; auf Deutsch: Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. Dazu gehören die 28 EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und das Fürstentum Monaco. Vereinheitlicht werden in all diesen Ländern Überweisungen und Lastschriften, also so gut wie der gesamte Zahlungsverkehr, der nicht mit Bargeld abgewickelt wird. Die Dimension von SEPA ist gewaltig: Allein in Deutschland fallen jeden Arbeitstag rund 25 Millionen Überweisungen im Wert von 230 Milliarden Euro und 35 Millionen Lastschriften im Wert von 52 Milliarden Euro an.

Wen betrifft die Umstellung?

Die Umstellung betrifft jeden, der über ein Konto bei einer Bank verfügt, also Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, andere gemeinnützige Organisationen. Auch die staatlichen Kassen, sprich Stadtkämmereien, aber auch Bundes-Behörden, sind von SEPA betroffen. In Deutschland hat gerade der öffentliche Sektor im Gegensatz zu vielen anderen Ländern laut Bundesbank noch erheblichen Nachholbedarf bei der Umstellung.

Ab wann muss man umsteigen?

Die bisherigen nationalen Zahl-Verfahren laufen im Grundsatz alle zum Stichtag 1. Februar 2014 aus. Ab diesem Zeitpunkt müssen zumindest Firmen, Vereine und der Staat in der Lage sein, mit dem neuen Verfahren umzugehen. Laut Bundesbank gibt es auch keinen Plan B, lediglich in Ausnahmefällen helfen die Banken mit einer Überbrückung, aber nur für wenige Tage. Verbraucher dagegen haben noch bis 2016 Zeit, sich auf das neue Format umzustellen, ebenso der Einzelhandel beim Elektronischen Lastschriftverfahren, also beim Bezahlen mit EC-Karte. Daueraufträge, etwa für die Miete, müssen gar nicht umgestellt werden - das erledigen die Banken automatisch.

Die EU-Kommission hat nun im Januar erklärt, dass das SEPA-Zahlungssystem erst zum 1. August 2014 europaweit in Kraft treten solle. Sollten die EU-Staaten und das Europaparlament zustimmen, kommt es zu einer Verlängerung der Frist.

Wie funktioniert die neue Nummer?

Mit SEPA bekommt jeder Kontoinhaber eine neue 22-stellige Kontonummer, die so genannte IBAN (International Bank Account Number/Internationale Bankkontonummer). Sie ersetzt die alten Kontonummern und Bankleitzahlen, führt diese aber auch weiter: eine korrekte IBAN in Deutschland besteht aus dem Länderkürzel DE, einer zweistelligen Prüfziffer sowie der Kontonummer und Bankleitzahl hintereinander geschrieben. Neu merken muss man sich somit für seine eigene Bankverbindung lediglich das Länderkürzel DE und die Prüfziffer.

Welchen Vorteil hat der Nutzer?

Der größte Vorteil sind sinkende Gebühren für grenzüberschreitende Zahlungen. Sie werden in Zukunft nur noch soviel kosten wie Zahlungen innerhalb Deutschlands. Das sind vor allem für die Firmen gute Nachrichten, die viele Geschäfte mit dem Ausland abwickeln. Fehlerhafte Lastschriften können binnen acht Wochen nach Belastung des Kontos rückgängig gemacht werden.

Mit Material von reuters

30.01.2016
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