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merkzettel

Gefasster Terrorverdächtiger Abdeslam soll weitere Anschläge geplant haben

VideoAbdeslam machte Rückzieher
Der mutmaßliche Paris-Attentäter Abdeslam wollte sich offenbar bei den Anschlägen im November selbst in die Luft sprengen. Dies habe der 26-Jährige nach seiner Festnahme belgischen Ermittlern gesagt.

Der mutmaßliche Paris-Attentäter Abdeslam wollte sich offenbar bei den Anschlägen im November selbst in die Luft sprengen. Dies habe der 26-Jährige nach seiner Festnahme belgischen Ermittlern gesagt.

(20.03.2016)

VideoAbdeslam lehnt Auslieferung ab
Der mutmaßliche Paris-Attentäter Abdeslam soll nach seiner Festnahme schnellstmöglich ausgeliefert werden. Das fordern Frankreichs Präsident Hollande und die Hinterbliebenen der Opfer von Paris.

Der mutmaßliche Paris-Attentäter Abdeslam will nach seiner Festnahme in Brüssel mit den belgischen Justizbehörden kooperieren. Die von Frankreich geforderte Auslieferung lehnt er ab.

(19.03.2016)

VideoAbdeslam festgenommen
Der Polizeieinsatz in Brüssel, bei dem Salah Abdeslam festgenommen wurde.

Salah Abdeslam, einer der Hauptverdächtigen der Terroranschläge von Paris, konnte heute in Brüssel gefasst werden. Er soll mehrere der Attentäter mit dem Auto nach Paris gebracht haben.

(18.03.2016)

Frankreich will den mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge in Paris so schnell wie möglich aus Belgien überstellt bekommen. Doch der will nicht und beruft sich darauf, dass er für die belgischen Terrorermittler wichtig sei. Seine Befragungen fördern zumindest immer neue Details zutage. 

Der in Brüssel gefasste Terrorverdächtige Salah Abdeslam soll nach den Anschlägen von Paris weitere Attacken vorbereitet haben. Bei seiner Vernehmung habe Abdeslam neue
Terrorpläne eingestanden, außerdem habe er möglicherweise Zugang zu mehreren Waffen gehabt, sagte der belgische Außenminister Didier Reynders am Sonntag.

Viele Waffen und neue Kontakte

"Wir haben eine Menge Waffen gefunden, schwere Waffen bei den ersten Ermittlungen, und wir haben ein neues Netzwerk von Leuten in seiner Umgebung in Brüssel gesehen." Abdeslam selbst habe gesagt, dass er "bereit war, von Brüssel aus etwas Neues anzufangen", sagte Reynders bei einer Sicherheitskonferenz der Stiftung German Marshall Fund in Brüssel.

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Abdeslam war wegen der Pariser Terrorserie vom November monatelang gesucht und am Freitag schließlich in einer Wohnung im Brüsseler Stadtteil Molenbeek gefasst worden, nur 500 Meter entfernt vom Haus seiner Eltern. Er soll bei den Pariser Anschlägen mit 130 Toten eine tragende Rolle gespielt haben. Nach französischen Angaben sollte er sich beim Länderspiel Deutschland gegen Frankreich im Stade de France in die Luft sprengen, zog den Plan aber nicht durch, sondern floh.

Abdeslam will nicht ausgeliefert werden

Nach der Festnahme forderte Interpol strengere Grenzkontrollen in Europa, um mögliche Komplizen Abdeslams zu fassen, die nun untertauchen wollten. Besonders solle auf gestohlene Pässe geachtet werden, wie sie mehrere der Pariser Attentäter verwendet hatten.
Der bei der Razzia ins Bein geschossene Abdeslam ist in der Hochsicherheitsabteilung eines Gefängnisses außerhalb von Brügge untergebracht. Frankreich fordert eine rasche Auslieferung, am Mittwoch soll der 26-Jährige vor Gericht erscheinen. Belgiens Justizminister Koen Geens sagte dem Sender RTL, das Prozedere könnte möglicherweise zwei oder zweieinhalb Monate dauern.

Abdeslams Verteidiger Sven Mary kündigte an, sich gegen die Auslieferung zu stemmen - auch weil sein Mandant die Anti-Terror-Ermittlungen in Belgien voranbringe. "Salah ist für die Ermittlung sehr wichtig. Ich würde sogar sagen, er ist Gold wert. Er kooperiert, er kommuniziert, er beharrt nicht auf seinem Recht zu schweigen."

Staatsanwalt mit rechtlichen Schritten gedroht

Dem Pariser Staatsanwalt François Molins drohte Mary mit rechtlichen Schritten, weil dieser bei einer Pressekonferenz am Samstag vertrauliche Informationen preisgegeben habe. Konkret bezog sich der Anwalt auf die Aussage, wonach Abdeslam vor seinem Anschlag im Stade de France einen Rückzieher gemacht habe. "Es ist ein Verstoß, und das kann so nicht durchgehen", sagte Mary dem Sender RTBF.

20.03.2016, Quelle: ap
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