24.10.2017
  • 00:15Durchbruch für neue EU-Regeln gegen Sozialdumping

  • 23:55Fast 2,5 Tonnen Kokain in Kolumbien beschlagnahmt

  • 23:12AC/DC-Mentor George Young gestorben

  • 22:36EU beklagt gestreute Informationen zum May-Besuch

  • 22:29Remis in Sandhausen

  • 22:00Ronaldo zum 5. Mal Weltfußballer

  • 21:55SPD fordert Kanzler-Fragestunde

  • 21:23Zidane und Wiegman sind Welttrainer

  • 21:14A.Zverev und Kohlschreiber weiter

  • 21:07Buffon ist Welttorhüter des Jahres

  • 21:01Rios Polizei tötet Touristin aus Spanien

  • 20:05Oppermann soll Bundestagsvizepräsident werden

  • 19:21Köln trennt sich von Schmadtke

  • 18:26Göring-Eckardt: "Keine Posten gefordert"

  • 17:30Eurokurs sinkt weiter

  • 16:56Rekordzahl toter Kegelrobben "besorgniserregende Häufung"

  • 16:30Deutschland billigt U-Boot-Deal mit Israel

  • 15:56US-Außenminister besucht Afghanistan

  • 15:37Kartellverdacht: EU-Ermittler besuchen Daimler und VW

  • 15:14Polizei verfolgt 18-Jährigen mit 21 Einsatzwagen

Zurück zur Startseite

Alle Meldungen im Überblick

  • 00:15Durchbruch für neue EU-Regeln gegen Sozialdumping

  • 23:55Fast 2,5 Tonnen Kokain in Kolumbien beschlagnahmt

  • 23:12AC/DC-Mentor George Young gestorben

  • 22:36EU beklagt gestreute Informationen zum May-Besuch

  • 22:29Remis in Sandhausen

  • 22:00Ronaldo zum 5. Mal Weltfußballer

  • 21:55SPD fordert Kanzler-Fragestunde

  • 21:23Zidane und Wiegman sind Welttrainer

  • 21:14A.Zverev und Kohlschreiber weiter

  • 21:07Buffon ist Welttorhüter des Jahres

  • 21:01Rios Polizei tötet Touristin aus Spanien

  • 20:05Oppermann soll Bundestagsvizepräsident werden

  • 19:21Köln trennt sich von Schmadtke

  • 18:26Göring-Eckardt: "Keine Posten gefordert"

  • 17:30Eurokurs sinkt weiter

  • 16:56Rekordzahl toter Kegelrobben "besorgniserregende Häufung"

  • 16:30Deutschland billigt U-Boot-Deal mit Israel

  • 15:56US-Außenminister besucht Afghanistan

  • 15:37Kartellverdacht: EU-Ermittler besuchen Daimler und VW

  • 15:14Polizei verfolgt 18-Jährigen mit 21 Einsatzwagen

  • 00:15Durchbruch für neue EU-Regeln gegen Sozialdumping

  • 22:36EU beklagt gestreute Informationen zum May-Besuch

  • 21:55SPD fordert Kanzler-Fragestunde

  • 20:05Oppermann soll Bundestagsvizepräsident werden

  • 18:26Göring-Eckardt: "Keine Posten gefordert"

  • 16:30Deutschland billigt U-Boot-Deal mit Israel

  • 15:56US-Außenminister besucht Afghanistan

  • 14:31Rohingya: UN sagen 340 Millionen Dollar zu

  • 13:46Lars Klingbeil soll neuer SPD-Generalsekretär werden

  • 13:25Rohingya-Flüchtlingskrise: UN schlagen Alarm

  • 13:00Kataloniens Parlament berät offenbar am Donnerstag über Madrids Plan

  • 12:25EU stockt Hilfe für Rohingya auf

  • 11:40Aktivisten: IS-Miliz tötet mehr als hundert Zivilisten in Syrien

  • 09:02Tauber vor Jamaika-Sondierungen: "Prioritätenliste" für Ausgaben

  • 08:36Parlamentswahl in Japan: Haushoher Sieg für Regierungschef Abe

  • 07:31Argentinien: Macri erhält Rückenwind bei Parlamentswahl

  • 06:57Genf: UN-Geberkonferenz für Rohingya-Flüchtlinge

  • 06:28Grüne für zwei Vize-Kanzler in einem Jamaika-Bündnis

  • 06:13Fraktionen bereiten erste Sitzung des Bundestags vor

  • 05:45Norditalien: Bürger in Lombardei und Venetien für mehr Autonomie

  • 17:30Eurokurs sinkt weiter

  • 15:37Kartellverdacht: EU-Ermittler besuchen Daimler und VW

  • 14:08Bundesbank: Kräftiger Aufschwung der Wirtschaft hält an

  • 10:12Deutsche Bahn setzt sich neue Klimaziele

  • 23:21Hellofresh will mit Börsengang bis zu 357 Millionen Euro einnehmen

  • 17:58GEW fordert Milliarden für Bildung

  • 15:13Postbank-Beschäftigte stimmen für unbefristete Streiks

  • 14:33Fachkräftemangel: Bahn veranstaltet Job-Casting im Schnellverfahren

  • 12:14Unbezahlte Rechnungen: Weiter viele Stromabschaltungen

  • 11:33Patientenschützer mahnen rasch neuen Pflege-TÜV an

  • 21:37DGB-Chef warnt vor einer "Koalition für Besserverdienende"

  • 16:53EU-Kommission erwartet Aufholjagd bei schnellem Internet

  • 15:43Studie: Autofahrer profitieren von Benzinpreis-Apps

  • 12:31Nach PSA-Kritik an Opel-Strukturen: Betriebsrat gibt GM die Schuld

  • 11:22Ifo-Präsident ruft Air-Berlin-Chef zu teilweisem Gehaltsverzicht auf

  • 10:37Balearen: Klagenflut von Betrügern

  • 08:23Woelki: Ausbeutung von Migranten

  • 07:00Rentenzahlungen ins Ausland steigen deutlich

  • 15:51Durchsuchungen der EU-Kommission bei BMW wegen Kartellvorwürfen

  • 15:29Supermarktkette Real bleibt Metro-Sorgenkind

  • 23:55Fast 2,5 Tonnen Kokain in Kolumbien beschlagnahmt

  • 23:12AC/DC-Mentor George Young gestorben

  • 21:01Rios Polizei tötet Touristin aus Spanien

  • 16:56Rekordzahl toter Kegelrobben "besorgniserregende Häufung"

  • 15:14Polizei verfolgt 18-Jährigen mit 21 Einsatzwagen

  • 14:53Korsika: Brand vernichtet 1.600 Hektar Land

  • 12:11Herrmann: Urteil gegen "Reichsbürger" hart, aber gerecht

  • 10:57Polizistenmord: Lebenslange Haft für "Reichsbürger"

  • 10:49Überschwemmungen nach Taifun in Japan - Mindestens vier Tote

  • 09:34Studie: Jedes fünfte Kind lebt längere Zeit in Armut

  • 07:42Schweiz: 17-Jähriger verletzt mehrere Menschen mit Axt

  • 22:51Polizei beendet Geiselnahme in englischem Bowling-Center

  • 20:1621-Jähriger in Düsseldorf niedergestochen

  • 17:2519-Jähriger stirbt bei Sturz von Autobahnbrücke

  • 16:31Autobesitzer fasst Autoknacker

  • 14:56Taifun überzieht Japan - Todesopfer

  • 12:41Zehntausende feiern 175 Jahre Walhalla

  • 10:54Kanada gegen Mugabe als WHO-Botschafter

  • 10:33Kurzes Glück: Bräutigam verbringt Hochzeitsnacht in Zelle

  • 10:11Augsburg:Friedenspreis für Martin Junge

  • 22:52Lazio-Fans im Fokus der Polizei

  • 22:29Remis in Sandhausen

  • 22:00Ronaldo zum 5. Mal Weltfußballer

  • 21:44Fairplay-Preis an Lebensretter Kone

  • 21:34Kroos in die Weltelf gewählt

  • 21:23Zidane und Wiegman sind Welttrainer

  • 21:14A.Zverev und Kohlschreiber weiter

  • 21:07Buffon ist Welttorhüter des Jahres

  • 20:58Giroud gelingt Schuss des Jahres

  • 20:01Toro Rosso: Kwjat muss Cockpit räumen

  • 19:21Köln trennt sich von Schmadtke

  • 19:00Köln: Pizarro fehlt gegen Hertha

  • 18:55BVB ohne Aubameyang und Toprak

  • 17:58Kurtagic neuer Coach bei Hüttenberg

  • 17:11Sperren gegen Nazarov und Heise

  • 16:16Halep und Wozmiacki siegen klar

  • 16:09HSV: Jung zwei Spiele gesperrt

  • 16:06Neuer Angreifer für Bremerhaven

  • 16:04Würzburg befördert Schiele

  • 16:01Flensburg holt zwei Norweger

merkzettel

G20-Kritik Alternativgipfel rügt die Sherpas des Kapitals

VideoAlternativgipfel startet
G20 Alternativgipfel

Zwei Tage vor dem G20-Gipfel in Hamburg laufen die Gegenproteste. Auf dem Alternativgipfel kritisieren Gegner: Die G20 repräsentierten ein System, das von Umweltzerstörung und wirtschaftlicher Ungleichheit gekennzeichnet sei.

(05.07.2017)

VideoG20-Gegengipfel beginnt
G20-Gegenpifel in Hamburg

In Hamburg beginnt der „Gipfel für globale Solidarität“. In Workshops verschiedener Nicht-Regierungsorganisationen diskutieren Vertreter von 75 Initiativen die aktuelle G20-Politik und zeigen Alternativen auf. Der Streit um Protestcamps dauert an.

(05.07.2017)

VideoHamburg rüstet sich für G20
Aktivistin am Rednerpult

Übermorgen beginnt der G20-Gipfel, und für Hamburg bedeutet das eine enorme Kraftprobe. Neben friedlichen Protesten lassen einige Gewalteskapaden bereits erahnen, was da auf die Stadt zukommt. Gestern Abend kam es schwerwiegenden Krawallen.

(05.07.2017)

VideoAlternatives G20-Pressezentrum
alternatives-G20-pressezentrum

Im Stadion am Millerntor können alle, die keinen Presseausweis haben, trotzdem ihrer journalistischen Arbeit nachgehen. Hier gibt es erstmals in der Geschichte des G20 ein alternatives Pressezentrum. Wir zeigen, wie das aussieht.

(04.07.2017)

Die G20-Führer - allesamt "Kofferträger des internationalen Kapitals": Bei einem Gegengipfel in Hamburg diskutieren Aktivisten Alternativen zur Politik der Top-Wirtschaftsmächte. 

Es reiht sich Infostand an Infostand. Das Netzwerk Attac und "Brot für die Welt" sind ebenso vertreten wie der Hamburger Flüchtlingsrat und das "Konzeptwerk Neue Ökonomie". Auf Stehtischen liegen Flyer aus. "Transformieren wir die Welt zusammen", fordert eine Organisation namens "Commons", "Monetative" setzt sich für eine neue Geldordnung ein. Und die "Kommunistische Manifest-Gruppe" erklärt: "Die Menschheit braucht Revolution und den neuen Kommunismus!"

"Die Sherpas der wirtschaftlich Mächtigen"

Zwei Tage vor dem G20-Treffen gehen Kritiker auf dem "Gipfel der globalen Solidarität" mit den Staats- und Regierungschefs der Top-Wirtschaftsmächte ins Gericht. Der Vorwurf: Diese seien die "Kofferträger des internationalen Kapitals".

Gipfel der globalen Solidarität

Der "Gipfel der globalen Solidarität" sucht nach Alternativen zur Politik der G20, die aus Sicht der Organisatoren die großen Probleme der Welt wie Klimawandel, Kriege und Hunger nicht lösen können. In 17 Podiumsdiskussionen und 75 Arbeitskreisen wird die Kritik gesammelt, sollen Alternativen identifiziert und Strategien zur Umsetzung entwickelt werden. Mehr als 1.500 Teilnehmer aus 20 Ländern wurden in Hamburgs Kulturfabrik Kampnagel erwartet.

Der bunte Alternativgipfel ist eine Besonderheit vor dem Hamburger G20-Gipfel. Er unterscheidet sich von dem sogenannten Civil20, an dem stärker auch die großen internationalen Entwicklungsorganisationen wie Oxfam oder ONE beteiligt sind. Dieser Gipfel der Zivilgesellschaft (C20) ist Teil des jährlichen Konsultationsprozesses der G20 und fand bereits am 18. und 19. Juni in Hamburg statt.

Sie seien "die Sherpas der wirtschaftlich Mächtigen" und der globalen Finanzwirtschaft, beklagt die indische Bürgerrechtlerin und Umweltaktivistin Vandana Shiva zum Auftakt des Alternativtreffens am Mittwoch. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises beklagt eine "Wirtschaft der Gier". Ein großes Problem sei zudem, dass die Menschen vom G20-Gipfeln ausgeschlossen blieben und nicht gehört würden. Die G20 repräsentierten ein System, das von Umweltzerstörung, wirtschaftlicher Ungleichheit und dem Streben nach immer mehr Reichtum gekennzeichnet sei

Aktivisten: Banken profitieren

Nach der globalen Finanzkrise 2008, die eigentlich das Bewusstsein für die Risiken hätte schärfen sollen, profitierten wieder große Banken von der Politik; extremer Reichtum konzentriere sich in den Händen weniger, kritisiert Valter Sanches, Generalsekretär des weltweiten Gewerkschaftsdachverbandes IndustriALL Global Union.

Konkret nennt Sanches den spanischen Multimilliardär Amancio Ortega, Gründer der Modekette Zara und einer der reichsten Menschen der Welt: Der lasse seine Jeans in Bangladesch für ein paar Cent produzieren und verkaufe sie auf Kosten der unterbezahlten Näherinnen in der Hamburger Fußgängerzone für 69 Euro.

Die Versuche, Arbeiter gewerkschaftlich zu organisieren, stießen auf massiven Gegenwind- beklagt Sanches. Er nennt als Beispiele die G20-Staaten Türkei, Indien, Indonesien, Mexiko, Argentinien und selbst den Süden der USA.

"Müssen unseren Lebensstil ändern"

Scharfe Kritik wird auf dem Treffen auch an der Klimapolitik der G20-Staaten laut. Die hätten zwar das Pariser Abkommen unterzeichnet, aber seien bislang keine nationalen Verpflichtungen eingegangen, um das Zwei-Grad-Ziel auch wirklich zu erreichen. Nach dem Rückzug der USA unter Präsident Donald Trump aus der Vereinbarung stelle sich Kanzlerin Angela Merkel jetzt als Klimaschützerin dar. Doch herrsche eine "klimapolitische Doppelmoral", weil Deutschland weiter viel zu viel Kohle verbrenne, sagt Unmüßig. Wenn es Merkel wirklich ernst meine, müsse sie den Ausstieg aus der Kohleverstromung verkünden.

Weitere Links zum Thema
Barbara Unmüßig vom Vorstand der Heinrich Böll-Stiftung, die zu den Organisatoren des Treffens gehört, beklagt zudem eine "große Repression gegen die Zivilgesellschaft, nicht nur in Russland, China und der Türkei, sondern auch in Indien, Mexiko und selbst in Hamburg hier vor der Tür". Die Polizei der Hansestadt stelle mit ihren Demonstrationsverboten "Polizeirecht vor Versammlungsrecht".

Auch wenn Deutschland international als relativ gerecht und sozial wahrgenommen werde, wüchsen die Ungleichheit und die Kluft zwischen Arm und Reich, sagt Unmüßig. Die soziale Spaltung nehme zu. Durch die Globalisierung seien deutsche Verbraucher stark in den kapitalistischen Welthandel eingebunden und nutzten die Ausbeutung in anderen Ländern, um Billigprodukte kaufen zu können. "Wir müssen unseren Lebensstil ändern."

Der G20-Gipfel in Hamburg

Wer sind die G20?

Flaggen der G20-Mitglieder

Am Freitag kommen in Hamburg die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte zu ihrem zwölften G20-Gipfel zusammen.

Die "Gruppe der 20" besteht dabei aus der Europäischen Union und den stärksten Volkswirtschaften aller Kontinente. Das sind in Europa sechs Länder: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland und die Türkei - wobei Russland und die Türkei zum Teil auch in Asien liegen. Dort gehören China, Indien, Indonesien, Japan, Saudi-Arabien und Südafrika zur G20. In Amerika nehmen Argentinien, Brasilien, Kanada, Mexiko und die USA teil. Aus Afrika gehört lediglich Südafrika dazu. Außerdem ist Australien Teil der G20.

Daneben empfangen die G20 bei jedem Gipfel Gäste. Dazu gehören in der Regel internationale Organisationen wie die Weltbank und die Vereinten Nationen. Ständiger Gast ist zudem Spanien. Auch der Gastgeber lädt in der Regel weitere Länder ein. In Hamburg sind das Norwegen, die Niederlande und Singapur.

Wie bedeutend sind die G20?

Gruppenbild des G20-Gipfels 2016 in China

Die G20 repräsentieren knapp zwei Drittel der Weltbevölkerung - und vereinen gut 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft sowie drei Viertel des Welthandels. Ursprünglich wurden sie zur internationalen Abstimmung in Finanz- und Wirtschaftsfragen gegründet. Mittlerweile beschäftigen sie sich aber auch mit anderen globalen Themen - etwa der Terrorbekämpfung oder dem Klimaschutz.

Die Treffen der Staats- und Regierungschefs finden seit 2008 normalerweise einmal im Jahr statt. Nur während der Finanzkrise 2009 und 2010 gab es zwei Treffen. Bereits seit 1999 treffen sich die Finanzminister und Notenbankchefs jährlich.

Die G20 beschließen bei ihren Gipfeltreffen gemeinsame Erklärungen. Die sind rechtlich zwar nicht bindend, haben politisch aber trotzdem eine starke Signalwirkung.

Welche Themen stehen auf der Agenda?

Weltwirtschaft, Handel und Finanzmärkte

Das erste Treffen der G20-Staats- und Regierungschefs war eine Reaktion auf die Finanzkrise von 2008. Die Stabilisierung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte steht weiterhin weit oben auf der Agenda der Mächtigen. In Hamburg ist ein Konflikt mit den USA beim Thema Finanzmarktregulierung denkbar. Denn US-Präsident Trump hat sich als Freund von Deregulierungen zu erkennen gegeben: Bereits kurz nach seinem Amtsantritt lockerte er US-Vorschriften für den Finanzsektor. Auch der freie Handel ist dem Präsidenten ein Dorn im Auge. Die deutsche G20-Präsidentschaft strebt dagegen eine klare Positionierung der Staats- und Regierungschefs gegen Protektionismus an.

Klimaschutz

Auch hier droht der offene Konflikt mit den USA. Nach ihrem Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen ist denkbar, dass die 19 übrigen Akteure sich in der Abschlusserklärung zu dem Abkommen bekennen und damit die USA isolieren. Auf der anderen Seite ist auch ein weichgespültes Schlussdokument möglich, das die Bedeutung des Klimaschutzes hervorhebt, ohne auf den Pariser Vertrag zu verweisen.

Flucht und Migration

Beim G7-Gipfel sperrten sich die USA gegen eine Vereinbarung über eine "geordnete Zuwanderung", wie sie Gastgeber Italien angestrebt hatte. Stattdessen sorgte Washington dafür, dass die Sicherheit nationaler Grenzen in den Vordergrund rückte. Die deutsche G20-Präsidentschaft will sich nun in Hamburg um eine bessere internationale Zusammenarbeit bemühen. Zum einen, um Fluchtursachen zu bekämpfen. Zum anderen, um den Schutz von Flüchtlingen zu verbessern.

Gesundheit

Die G20 wollen auch über die Stärkung von Gesundheitssystemen beraten. Dabei steht unter deutscher Präsidentschaft besonders die Prävention von Seuchen wie Ebola im Vordergrund. Auch das Problem zunehmender Antibiotika-Resistenzen wird ein Thema.

Kriminalitätsbekämpfung

Im Kampf gegen Terrorfinanzierung, Geldwäsche und Korruption wollen die G20 Fortschritte machen. Dazu gehört auch die Transparenz der Eigentümerstruktur von Gesellschaften, Stiftungen und Trusts zu erhöhen.

Partnerschaft mit Afrika

Ein Streitthema - vor allem für G20-Kritiker wie das Netzwerk Attac. Zwar wurde der deutschen G20-Initiative "Partnerschaft mit Afrika" Anfang Juni eine eigene Konferenz in Berlin gewidmet. Doch dort wurde vor allem die Förderung privater Investitionen in afrikanischen Ländern vereinbart. Attac moniert, dass das Programm vor allem westlichen Investoren hilft - der wirtschaftlichen Entwicklung des Kontinentes aber nicht weiterhilft.

Entwicklungspolitik und Ernährung

Die G20 diskutieren auch die weitere Umsetzung der Agenda 2030, der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Dazu wurde bereits im vergangenen Jahr unter chinesischer Präsidentschaft ein Aktionsplan beschlossen. Der soll nun konkretisiert werden. Der Fokus liegt dabei auf den Themen Landwirtschaft, Ernährungssicherung und sparsamer Wasserverbrauch.

Digitalisierung

Hier steht vor allem ein Austausch an. Da die Digitalisierung laut deutscher G20-Präsidentschaft eine "zentrale Triebfeder für Wirtschaftswachstum und gesellschaftliche Entwicklung" sei, sollen die Staaten über den Ausbau der digitalen Infrastruktur, über Normen, Verbraucherschutz, Datenschutz, IT-Sicherheit und freien Informationsfluss beraten. Dabei soll ein "international abgestimmter Ordnungsrahmen" entstehen.

Beschäftigung

Erstmals sind auch Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards für globale Lieferketten Thema der G20. Schwerpunkte: Die Erwerbstätigkeit von Frauen, die Integration von Migranten in nationale Arbeitsmärkte und die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt.

Was kostet der Gipfel?

Der Gipfel in Hamburg wird teuer. Kostenpunkt: Mindestens 130 Millionen Euro. Das meiste davon trägt - als Veranstalter - der Bund. Allein für Bundespolizei, BKA und THW zahlt er 32 Millionen Euro. Das Auswärtige Amt rechnet in seinem Budget mit Kosten von 49 Millionen Euro. Die Stadt Hamburg ist für die Sicherheit verantwortlich - und zahlt deshalb unter anderem für die auswärtigen Polizeikräfte. Veranschlagt sind dabei Pauschalkosten in Höhe von 50 Millionen Euro - wobei die Stadt allerdings vom Bund unterstützt wird.

Warum sind die Sicherheitskosten so hoch?

Die Hamburger Polizei leistet beim G20-Gipfel den größten Einsatz ihrer Geschichte. Sie muss die Sicherheit von 41 Personen mit Gefährdungsstatus, 6.500 Delegierten und Zehntausenden Demonstranten gewährleisten. Darüber hinaus soll das Gipfel-Geschehen die 1,7 Millionen Einwohner Hamburgs so wenig wie möglich in ihrem Alltag einschränken. Der Einsatz der Polizei wird so zum Balanceakt zwischen persönlichen Freiheiten und der Sicherheit aller. Zumal die Einsatzkräfte nicht nur mit mehr als 6.000 gewaltbereiten Demonstranten rechnen: Sie müssen auch jederzeit auf kurzfristig auftretende Gefahrenlagen reagieren können. Dazu gehört auch die Terrorgefahr.

Mit mindestens 15.000 Polizisten und fast 4.000 Bundespolizisten aus dem ganzen Bundesgebiet sieht sich die Polizei für die Gipfel-Tage gut aufgestellt. Zahlreiche Spezialeinheiten stehen bereit, um Anschläge zu verhindern und im gesamten Stadtgebiet einzugreifen. Ihre Reaktionszeit liegt laut Hamburger Polizeipräsident Ralf Martin Meyer unter einer Minute.

Technisch sind die Einsatzkräfte mit allen verfügbaren Ressourcen ausgestattet. Mindestens 19 Polizeihubschrauber stehen bereit, dazu 3.000 Fahrzeuge aller Art. Auch Reiterstaffeln und Sprengstoffspürhunde sollen in großer Zahl vor Ort sein. 

Wer demonstriert - und warum?

Umweltschützer

Bekannte Umweltschutz-, Sozial- und Entwicklungsorganisationen sowie Gewerkschaften rufen bereits für Sonntagmittag zu einer ersten großen Protestkundgebung durch die Innenstadt auf. Die sogenannte "G20-Protestwelle" soll von einer Bootsdemonstration auf der Alster begleitet werden. Getragen wird das Protestbündnis von großen Organisationen wie Greenpeace, WWF, Oxfam und dem Deutschen Gewerkschaftsbund.

Dazu kommen Initiativen aus dem kirchlichen, landwirtschaftlichen und sozialen Bereich. Unterstützt wird es von Grünen und Linken. Die Organisatoren erwarten zehntausende Teilnehmer. Ihnen geht es um Forderungen nach einer besseren Klimaschutz-, Handels- und Sozialpolitik. Die Demonstration soll "friedlich und bunt" sein. Die Polizei hat im Vorfeld keine Hinweise auf gewalttätige Aktionen.

Radikale Linke

Mutmaßlich weit weniger friedlich werden die von linksradikalen Aktivisten geplanten Proteste werden. Als potenziell besonders krawallträchtig gilt etwa eine für den Vorabend des G20-Gipfels am Donnerstag geplante Demonstration unter dem Motto "Welcome to Hell" (Willkommen in der Hölle), die an der Reeperbahn starten und rund um den Tagungsort in den Messehallen führen soll.

Deren Organisatoren erwarten nach eigenen Angaben bis zu 10.000 Teilnehmer aus dem harten Kern der linken und autonomen Szene. Sie bezeichnen ihre "antikapitalistische Demonstration" selbst als "Auftakt zur heißen Phase der direkten Aktionen und Blockaden gegen den G20-Gipfel", die ab dem am nächsten Tag folgen sollen.

Unübersichtlich wird es vermutlich am ersten Gipfeltag. Unter dem Motto "Block G20 - Colour The Red Zone" rufen linke Aktivisten zu massenhaften Stör- und Blockademaßnahmen auf. Wer sich daran wie beteiligt, ist vorab schwer einzuschätzen. Ziel der Initiatoren ist es, den Gipfelablauf zu stören - etwa durch das Eindringen in die Sicherheitszonen und die Blockade von Zufahrten.

"Unsere Aktionsform sind angekündigte Massenblockaden, die aus Menschen bestehen werden, sowie Materialblockaden", heißt es im Aufruf. Für Freitagabend ist zudem die linksradikale Demonstration "G20 entern - Kapitalismus versenken" geplant. Ziel sei es, "diesen Gipfel mit allem, was wir haben, zu stören", erklärten deren Organisatoren. Linke Aktivisten wollen auch den Hafen blockieren.

G20-Kritiker

Am zweiten Gipfeltag am Samstag wollen zehntausende G20-Kritiker zu einer zentralen Großdemonstration zusammenkommen, die sie vom Hauptbahnhof bis in die Nähe der Tagungsorts in den Messehallen führen soll. Auch sie steht unter einem kapitalismuskritischen Motto und soll den "gemeinsamen Abschluss der Tage des Protests und Widerstands" bilden. Nach Angaben von Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) ist auch dabei mit Ausschreitungen zu rechnen.

Die Organisatoren erwarten nach eigenen Angaben bis zu hunderttausend Teilnehmer. Zu den Organisatoren gehört unter anderem auch der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan van Aken. In dem vielschichtigen Demonstrationsbündnis sind neben Organisationen wie Attac oder der Alevitischen Gemeinde der Hansestadt auch linksradikale Gruppen vertreten, die bei "Welcome to Hell" und "G20 entern" mitmachen.

Weitere

Während des Gipfels sind zudem viele weitere Kundgebungen, Aufmärsche und kleinere Veranstaltungen geplant. Auch bei diesen ist die Bandbreite recht groß. Sie reicht von einem Friedensgebet über Mahnwachen bis hin zu einer weiteren Großdemonstration des bürgerlichen Bündnisses "Haltung Hamburg", das am Sonntag seine inhaltliche Kritik gegen das Gipfeltreffen auf die Straße bringen und sich dabei von gewaltsamen Protesten abgrenzen will. Dieses wird etwa von Unternehmern, Sportlern und Kulturschaffenden unterstützt.

Wo übernachten die Gipfel-Teilnehmer?

Die Unterkünfte der Gipfelteilnehmer sind ein gut gehütetes Geheimnis. Aus Sicherheitsgründen gibt es kaum offizielle Bestätigungen, wer wo eincheckt. Deshalb ist vieles Spekulation, Beispiel Donald Trump: Vieles deutet auf das Gästehaus des Hamburger Senats an der Hamburger Außenalster hin. Dort will auch Bundeskanzlerin Angela Merkel logieren, allerdings zwei Kilometer weiter - im Hotel Atlantic Kempinski. Russlands Präsident Wladimir Putin zieht es dagegen ins Hotel Park Hyatt, seinen französischer Amtskollege Emmanuel Macron offenbar in den Wasserturm des Mövenpick-Hotels. Besonders opulent soll der saudische König Salman wohnen - der angeblich alle 156 Gästezimmer und Suiten des Hotels Fairmont Vier Jahreszeiten an der Binnenalster belegt hat.

Text: Kevin Schubert - mit Material von afp, dpa, epd

05.07.2017, Quelle: dpa, epd
  1. Drucken
  2. Merken
  3. Versenden
  4. Teilen auf:

Versenden

Artikel versenden

Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
schließen Beitrag versenden

Versenden

Hinweis

Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

schließen

Merkliste

Papierkorb Bild
Merkliste versenden Merkliste schließen

Merkliste

Merkliste versenden

Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
Zurück zur Merkliste Absenden Button

Merkliste

Hinweis

Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

Zurück zur Merkliste Merkliste schließen