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Gefahr für weibliche Flüchtlinge Amnesty: Syrerinnen im Libanon sexuell ausgebeutet

BildSyrische Frau im Libanon
Syrische Frau im Flüchtlingslager im Libanon

Armut, Diskriminierung, Perspektivlosigkeit, Behörden-Willkür - Syrerinnen im Libanon

(Quelle: ap)

VideoFrieden durch Syrien-Konferenz?
Friedenkonferenz

Die Genfer Syrien-Konferenz soll Frieden bringen. Doch in einem nicht gewinnbaren Krieg, indem es keine klaren Fronten gibt, ist die Ausgangssituation schlecht. Laut Syrien-Experte Stephan Rosiny.

(28.01.2016)

VideoVon Vielfalt zum Bürgerkrieg
André Bank

Der UN-Sicherheitsrat hat einen Friedensplan für Syrien, Umsetzung ungewiss. Ein Blick in die Geschichte zeigt, das Land war lange stabil. Es herrschte „repressive Toleranz“.

(21.12.2015)

VideoUN billigen Syrien-Plan
UN-Sicherheitsrat billigt Syrien-Resolution

Der UN-Sicherheitsrat hat eine Resolution zu Syrien einstimmig verabschiedet. Demnach sollen Friedensgespräche zwischen Regierung und Opposition noch im Januar beginnen.

(18.12.2015)

Weibliche Flüchtlinge aus Syrien laufen nach Angaben von Amnesty International zunehmend Gefahr, im Libanon sexuell ausgebeutet zu werden. Flüchtlinge im Libanon lebten in unsicheren Verhältnissen und großer Armut. Dies gelte insbesondere für Frauen. 

Amnesty International warnt vor der gestiegenen Gefahr für weibliche Flüchtlinge, im Libanon sexuell ausgebeutet zu werden. Flüchtlinge aus Syrien lebten im Nachbarland in unsicheren Verhältnissen und großer Armut, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Dies gelte besonders für Frauen. Ihre Lage verschärfe sich durch diskriminierende Gesetze und den Rückgang internationaler Hilfsgelder immer weiter.


Insbesondere der unsichere Aufenthaltsstatus von syrischen Flüchtlingen führe dazu, dass Frauen Vermietern, Arbeitgebern und selbst Polizisten schutzlos ausgeliefert seien, heißt es in dem Bericht. Amnesty zufolge berichten viele weibliche Flüchtlinge, dass ihnen Unterstützung als Gegenleistung für sexuelle Dienstleistungen angeboten wurde.

Ohne legalen Aufenthaltsstatus

"Die Kombination von ausbleibenden Hilfsgeldern und strikten Restriktionen für Flüchtlinge seitens der libanesischen Regierung verstärkt ein Klima, in dem weibliche Flüchtlinge aus Syrien Missbrauch und Ausbeutung ausgesetzt sind und von den Behörden keinen Schutz erhalten", erklärte Kathryn Ramsay von Amnesty International. Seit dem vergangenen Jahr hindere die libanesische Regierung die UN-Flüchtlingsbehörde daran, weitere syrische Flüchtlinge zu registrieren und führe neue Regulierungen ein, die eine Verlängerung des Aufenthaltsstatus erschwerten.

Weitere Links zum Thema

Ohne einen legalen Aufenthaltsstatus müssten sie willkürliche Verhaftungen, Inhaftierungen und sogar Abschiebungen befürchten. Deshalb hätten viele Angst davor, Missbrauchsfälle bei der Polizei zu melden. Hinzu kommt laut Amnesty, dass 20 Prozent der Haushalte von syrischen Flüchtlingen im Libanon von Frauen geführt werden. Frauen seien oft die Haupteinkommensquelle der Familie, da ihre Ehemänner in Syrien getötet, verhaftet oder entführt worden seien. Ungefähr 70 Prozent der syrischen Flüchtlinge leben dem Bericht zufolge im Libanon unterhalb der Armutsgrenze. 2015 hätten die Vereinten Nationen von der internationalen Staatengemeinschaft nur 57 Prozent der benötigten Hilfsgelder für den Libanon erhalten.

02.02.2016, Quelle: epd, KNA
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