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merkzettel

"Geschreddert oder vergast" Brüterei wegen Tötung von Küken angeklagt

BildKüken auf Förderband
Küken auf Förderband am 11.11.2005

Rund 50 Millionen männliche Nachkommen von Legehuhnrassen werden "geschreddert oder vergast".

(Quelle: reuters)

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Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen eine Brüterei im münsterländischen Senden erhoben - das Unternehmen soll massenhaft männliche Eintagsküken vernichtet haben. Medienberichten zufolge werden rund 50 Millionen männliche Nachkommen von Legehuhnrassen "geschreddert oder vergast". 

Wegen des Tötens männlicher Eintagsküken hat erstmals eine Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Münster bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Spiegel". Laut dem Nachrichtenmagazin ist es das erste Mal, dass in einem solchen Fall Anklage erhoben wird. Bundesweit würden rund 50 Millionen männliche Nachkommen von Legehuhnrassen "geschreddert oder vergast", weil die Agrarindustrie keine Verwendung für sie habe.

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Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte auf Anfrage, man habe Anklage beim Landgericht erhoben und strebe gegebenenfalls eine höchstrichterliche Rechtsprechung an. Denn es handele sich um ein bundesweites Problem. Nach Angaben des "Spiegel" hatte die Tierschutzorganisation Peta 2013 Strafanzeige gegen die Brüterei erstattet. Das Unternehmen habe sich nicht äußern wollen. Das massenhafte Küken-Töten sei "der überwiegenden Auffassung zufolge nach dem Tierschutzgesetz verboten". Die Praxis werde aber von Behörden und Landwirtschaftsministerium bisher geduldet.

13.02.2016, Quelle: dpa, epd
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