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Selbstmordattentat in Lahore Anschlag in Pakistan: Opferzahl steigt weiter

BildRettungshelfer am Anschlagsort
Rettungshelfer am Anschlagsort am 27.03.2016 in Lahore

(Quelle: reuters)

Video15 Tote bei Anschlag in Pakistan
Passanten stehen ungläubig vor Mosschee nah am Schauplatz. Der Boden ist übersäht mit kleinen Scherben.

Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus in der Stadt Peschawar in Pakistan sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Der Bus explodierte, als er Staatsbedienstete zur Arbeit brachte.

(16.03.2016)

VideoPakistan: Schusswechsel in Uni
Im Nordwesten Pakistans haben mehrere Bewaffnete eine Universität angegriffen. Polizei und Medien berichteten von Schüssen und Explosionen. Es soll mehrere Tote und Verletzte gegeben haben.

Im Nordwesten Pakistans haben mehrere Bewaffnete eine Universität angegriffen. Polizei und Medien berichteten von Schüssen und Explosionen. Es soll mehrere Tote und Verletzte gegeben haben.

(20.01.2016)

Bei einem Selbstmordanschlag in der pakistanischen Millionenstadt Lahore sind mindestens 63 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder, wie ein hoher Verwaltungsbeamter am Sonntag mitteilte. 

Bei einem mutmaßlichen Bombenanschlag in der nordpakistanischen Großstadt Lahore sind am Sonntag mindestens 63 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Auf einem Parkplatz eines gut besuchten Parks habe sich eine heftige Explosion ereignet, sagte ein Behördenvertreter. Ein hochrangiger Polizeibeamter sagte, es handele sich anscheinend um einen Selbstmordanschlag. In dem Park hatten viele Christen Ostern gefeiert.

Unter den Verletzten mehr als 50 Kinder

Die heftige Explosion habe mindestens 65 Menschen getötet, darunter Kinder, sagte der hochrangige Behördenvertreter Muhammad Usman. Unter den Verletzten waren mehr als 50 Kinder. Die Rettungsarbeiten dauerten an. Zuvor hatte Usman gesagt, es habe sich aus noch ungeklärter Ursache eine Explosion ereignet. Laut Usman wurde die Armee um Hilfe gebeten. Am Explosionsort seien bereits Soldaten eingetroffen, die nun die Sicherheits- und Rettungskräfte unterstützten.

Bundesregierung verurteilt Anschlag

Die Bundesregierung hat den Terroranschlag in Pakistan mit Dutzenden Toten scharf verurteilt. "Dieser abscheuliche Anschlag gegen Familien in einem belebten Park zeigt, dass sich Terrorismus in seinem mörderischen Wahn gegen alle Menschen gleichermaßen richtet - gleich ob Mann oder Frau, jung oder alt, gleich welchen Glaubens und welcher Hautfarbe", erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Sonntagabend in Berlin.

"Dieses Verbrechen kann uns nur darin bestärken, weiter gemeinsam mit allen Mitteln des Rechtsstaats gegen die Hintermänner des Terrors und gegen die menschenverachtende Ideologie, der er folgt, vorzugehen."

Der hochrangige Polizeibeamte Haider Ashraf sagte, es handle sich anscheinend um einen Selbstmordanschlag. In dem Park seien Kugeln gefunden worden. Dutzende Krankenwagen fuhren zu dem Gulshan-i-Iqbal-Park, der in der Nähe des Zentrums von Lahore liegt. Ein Vertreter des Jinnah-Krankenhauses sagte der Nachrichtenagentur Afp, mehr als 40 Leichen seien in das Krankenhaus gebracht worden. Die meisten der Verletzten befänden sich in einem ernsten Zustand. Er rechne daher damit, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen werde.

Pakistan kämpft seit 2004 gegen islamischen Aufstand

Weitere Links zum Thema
In Pakistan ereignen sich seit Jahren immer wieder Anschläge, Die Zahl ging aber seit dem Start einer Armeeoffensive gegen Islamisten im Nordwesten des Landes im Jahr 2014 zurück. Das Land kämpft bereits seit dem 2004 gegen einen islamistischen Aufstand, in dem unter anderem die pakistanischen Taliban immer wieder Attentate verüben. In Lahore, der pakistanischen Kulturmetropole im Nordosten des Landes, blieb es dabei in den vergangenen Jahren relativ ruhig.

Nordpakistanische Millionenstadt

Explosion in Lahore

27.03.2016, Quelle: dpa, afp, ap
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