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merkzettel

Deutscher Arbeitsmarkt im Februar Weniger Arbeitslose - Anstieg bei Flüchtlingen

ArbeitsmarktscannerZahlen nach Regionen

(Quelle: ZDF)

VideoJobangebote für Flüchtlinge
Die Jobbörse für Flüchtlinge in Neukölln.

In Neukölln gab es eine Jobbörse für Flüchtlinge. Die Messe mit mehr als tausend verschiedenen Jobs lockte zahlreiche Besucher an. Das gilt als wichtiger Schritt zur Integration.

(29.02.2016)

VideoFlüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt
George Abdullahad mit Kollegen

Flüchtlinge wollen einen Job in Deutschland, viele Firmen suchen Fachkräfte. Können Flüchtlinge den Fachkräftemangel beheben? Verschiedene Internetplattformen und Initiativen vermitteln Flüchtlinge.

(29.02.2016)

VideoLeiharbeit: Reförmchen statt Reform
Leiharbeiter vor Lkw

Im gemeinsamen Koalitionsvertrag von Union und SPD ist klar festgelegt, den Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit zu verhindern. Nun ist endlich ein entsprechender Gesetzentwurf auf dem Weg.

(23.02.2016)

Die gute Konjunktur und der milde Winter haben auf dem Arbeitsmarkt im Februar für Entspannung gesorgt: Die Zahl der Jobsucher sank schon vor der Frühjahrsbelebung. Aber immer mehr Flüchtlinge melden sich arbeitslos - ein Trend, der in den kommenden Monaten noch zunehmen wird. 

Allein im Februar 2016 seien bei den deutschen Jobcentern 103.000 Menschen aus Asylzugangsländern als arbeitslos registriert gewesen. Das seien knapp 42.000 oder 68 Prozent mehr als vor einem Jahr, teilte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Raimund Becker, in Nürnberg mit. "Im zweiten Quartal wird die Anzahl der Menschen, die wir in den Jobcentern betreuen werden, weiter steigen."

Mit einem weitaus stärkeren Anstieg rechnet Becker allerdings erst im dritten und vierten Quartal. Auf die erwartete große Zahl arbeitsloser Flüchtlinge seien die Jobcenter aber ausreichend vorbereitet. So seien das Personal dort deutlich aufgestockt und die neuen Mitarbeiter für die Betreuung von Flüchtlingen gründlich fortgebildet worden. Flüchtlinge werden in den Jobcentern registriert, sobald sie anerkannt sind. In den Monaten, in deren ihr Asylverfahren läuft, dürfen sie noch nicht in Deutschland arbeiten. Deshalb schlägt sich der Flüchtlingszuzug erst mit Verzögerung in der Arbeitsmarktstatistik nieder.

Niedrigster Wert seit 1991

Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Februar 2016 um 9.000 auf 2,91 Millionen zurückgegangen. Das ist der niedrigste Wert in einem Februar seit 1991. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 106.000 Erwerbslose weniger, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkt auf 6,6 Prozent.

Grund für den Rückgang war nach Angaben der Bundesagentur das vergleichsweise milde Winterwetter. In den vergangenen drei Jahren war die Arbeitslosenzahl im Februar um durchschnittlich 2.000 gestiegen. BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte: "Der Arbeitsmarkt hat sich vor dem Hintergrund eines moderaten Wirtschaftswachstums insgesamt weiter positiv entwickelt."

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Auch saisonbereinigt ging die Zahl der Jobsucher erneut zurück - um 10.000 auf 2,723 Millionen. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl sank in West- und Ostdeutschland um jeweils 5.000.

Erwerbstätigkeit gestiegen

Die Erwerbstätigkeit sowie die Zahl der Menschen mit regulärem Job wuchsen zugleich weiter. Nach den jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes vom Januar erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 74.000 auf 42,96 Millionen. Das waren 517.000 mehr als im Vorjahr.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte nach Hochrechnung der Bundesagentur von November auf Dezember saisonbereinigt um 71.000 auf 31,18 Millionen zu. Das waren 780.000 mehr Menschen mit regulärer Beschäftigung als vor einem Jahr.

Nachfrage bei en Unternehmen

Gleichzeitig ist die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bei den Unternehmen weiter sehr hoch: Die Zahl der offenen Stellen stieg im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 95.000 auf 614.000. Besonders gesucht waren Arbeitskräfte im Verkauf, in der Mechatronik, der Energie- und Elektrotechnik sowie in Verkehr und Logistik. Auch in der Metallerzeugung und -bearbeitung, in Metallbau, Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie in den Gesundheitsberufen haben Bewerber gute Aussichten auf eine Stelle.

01.03.2016, Quelle: dpa
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