24.07.2016
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merkzettel

Sturm auf Aleppo "Assad will Tatsachen schaffen"

BildSyrien: Zerstörungen in Aleppo
Zerstörungen in Aleppo am 05.02.2016

Ganze Stadtteile Aleppos sind mittlerweile dem Erdboden gleich. Von der Altstadt sollen höchstens noch 40 Prozent stehen.

(Quelle: picture alliance / abaca)

VideoAleppo: Eine Stadt im Bombenhagel
Aleppo im Bombenhagel

Aleppo, die einstige Wirtschaftsmetropole Syriens, ist heute ein Schlachtfeld. Russland gibt an, mit seiner Bombardierung den IS zu treffen und ebnet so den Weg für die Truppen Assads.

(08.02.2016)

VideoTürken versorgen Flüchtlinge
In Syrien versorgen türkische Hilfsorganisationen die Flüchtlinge im Grenzgebiet mit Nahrungsmitteln. Der seit fünf Jahren dauernde Konflikt in Syrien hat bislang 250.000 Menschen das Leben gekostet.

In Syrien versorgen türkische Hilfsorganisationen die Flüchtlinge im Grenzgebiet mit Nahrungsmitteln. Der seit fünf Jahren dauernde Konflikt in Syrien hat bislang 250.000 Menschen das Leben gekostet.

(08.02.2016)

VideoFlüchtlingskrise: Merkel in Ankara

Kanzlerin Merkel ist zu Besuch in Ankara. Bei den Gesprächen um die Begrenzung der Flüchtlingszahlen geht es darum, welchen Beitrag die Türkei leisten kann und welche Hilfe sie benötigt?

(08.02.2016)

Die syrische Armee bombardiert seit Tagen massiv Aleppo. Die Offensive hat zu einer neuen Massenflucht in Richtung der türkischen Grenze geführt. Der Konfliktforscher Andreas Bock über die schwierige Gemengelage, das Schicksal der Zivilisten und Lösungsansätze. 

heute.de: Mit Unterstützung der russischen Luftangriffe führt die syrische Armee eine Offensive gegen Aleppo. Wie ist das zu bewerten?

Andreas Bock: Das Regime Assad erhöht mit dem Sturm auf Aleppo weiter den Druck. Es will den Widerstand der Rebellen dort endgültig brechen und Tatsachen schaffen. Wenn die Armee Aleppo einnimmt, kann das Regime nach Außen signalisieren, wir können die Kontrolle in unserem Land wieder herstellen. Aleppo hat daher eher symbolische Bedeutung als Ort des Widerstandes, aber ob Aleppo fällt oder nicht, wird den Konflikt vermutlich nicht entscheiden - und schon gar nicht deeskalieren.

heute.de: Saudi Arabien und Iran mischen als Schutzmächte der Schiiten beziehungsweise Sunniten eifrig mit im Syrienkrieg. Ist es vorstellbar, dass es zu einer direkten Konfrontation der Regionalmächte auf syrischem Boden kommt?

Andreas Bock ...
Prof. Dr. Andreas M. Bock

... ist Professor für Internationale Politik an der Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften Berlin und Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg. Er beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit der empirischen Analyse internationaler Bedrohungs- und Krisenszenarien. Praktische Erfahrungen mit (De-)Eskalations- und Transformationsprozessen von Konflikten hat Bock als Projektkoordinator im Not- und Katastrophendienst gesammelt.

Bock: Der Konflikt zwischen Saudi Arabien und Iran hat sich zuletzt noch einmal verschärft mit der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran - Riad sieht dadurch seine regionale Vormachtstellung weiter gefährdet. Aber einen offenen Krieg zwischen den beiden Schutzmächten kann ich mir nicht vorstellen: Saudi Arabien würde sich vermutlich starkem amerikanischen Druck beugen. Und Iran würde die Chance auf eine weitere politische und wirtschaftliche Integration in die Staatengemeinschaft nicht so leichtfertig aufs Spiel setzen. Eher ist anzunehmen, dass sie weiter Gruppierungen in Syrien mit Waffen und Geld unterstützen, im Falle Saudi Arabiens ja nicht zuletzt die Terrormiliz IS.

heute.de: Sehen Sie irgendwo einen Ansatz, den Konflikt um Syrien zu lösen?

Bock: Der Knackpunkt ist die Rolle Assads. Problematisch und auch ein Grund, warum der Konflikt so gewalttätig ist, ist die frühzeitige Festlegung der USA auf eine Lösung ohne Assad. Damit wurde die syrische Revolution zum gefährlichen Herrschaftskonflikt - Assad will, um es drastisch zu formulieren, nicht das gleiche Schicksal erleiden wie Gaddafi in Libyen. Im Grunde müssten sich die großen Akteure in geheimen Verhandlungen mit fähigen Diplomaten und ohne Öffentlichkeitsdruck auf einen Fahrplan für eine Lösung im Interesse der Menschen einigen, selbst wenn das ein Übergang mit Assad bedeutet. Letztlich muss ja das Ziel sein, dass ein Leben für die Menschen dort wieder möglich ist.

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heute.de: Zehntausende fliehen aus Aleppo und Umgebung, die Türkei befürchtet mittelfristig bis zu einer Millionen weitere Flüchtlinge. Kann die Türkei diese weiter jenseits der Grenze festhalten?

Bock: Die Türkei ist keine lupenreine rechtstaatlich verfasste Demokratie. Insofern kann sie das wahrscheinlich theoretisch schon. Und Europa verhält sich ambivalent. Zum einen verurteilt man, dass die Türkei notleidende Menschen nicht reinlässt. Zu anderen wünscht man sich, dass die Türkei mehr Flüchtlinge von Europa fernhält. Deshalb toleriert man, wenn die Türkei an einigen Stellen nicht so ganz rechtstaatlich agiert.

heute.de: Werden wir im Frühjahr/Sommer noch größere Flüchtlingsströme Richtung Europa sehen?

Bock: Wir müssen uns darauf einstellen, dass weiter Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak zu uns kommen. Die Menschen fliehen in Todesangst, zerstörte Infrastruktur entzieht ihnen außerdem jede Lebensgrundlage. Das sind im Übrigen die Fluchtgründe, nicht etwas Sach- oder Geldleistungen in Deutschland oder Europa. Ob es noch mehr sein werden als bisher – das kann man im Moment nicht sagen. Was man sagen kann ist, dass selbst wenn das Regime Assad zugrunde ginge, die Flüchtlingszahlen nicht gleich zurückgehen würden. Dann hätte man weiter verfeindete Gruppen im Land, die sich die Macht nicht einfach friedlich teilen würden.

Das Interview führte Anne Walkembach.

Die Akteure im Syrien-Konflikt

Assad-Regime

Baschar al-Assad

Anhänger von Präsident Baschar al-Assad kontrollieren weiter große Städte wie Damaskus oder Homs sowie den Küstenstreifen. Unterstützt von russischen Luftangriffen und Hilfe aus Iran machte die syrische Armee in den vergangenen Wochen deutlich Boden gut und kreiste unter anderem von den Rebellen kontrollierte Teile Aleppos im Norden ein. Ziel Assads ist es, die Rebellen-Gebiete der Stadt von der Außenwelt abzuschneiden. Sollte das gelingen, würde dieser Schlag Assads Verhandlungsposition deutlich stärken. Der Machthaber lehnt einen Rücktritt ab.

Islamischer Staat

IS-Kämpfer in Syrien  Aufnahmevom 07.04.2015

Die Terrormiliz IS ist die stärkste Kraft in Syrien neben dem Regime. Sie beherrscht im Norden und Osten riesige Gebiete. Allerdings mussten die Extremisten in den vergangenen Monaten deutliche Niederlagen einstecken. Das US-Verteidigungsministerium schätzt die Zahl der Dschihadisten in Syrien und im Irak auf 19.000 bis 25.000 - früheren Schätzungen zufolge waren es mal 20.000 bis 33.000. Für den Rückgang seien demnach Verluste auf dem Schlachtfeld, Fahnenflucht und Disziplinarstrafen des IS gegen eigene Kämpfer verantwortlich, sagt ein Pentagon-Vertreter. Außerdem zeigten die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft Wirkung, den Fluss ausländischer Kämpfer nach Syrien und in den Irak einzudämmen.

Der IS kämpft sowohl gegen das syrische Regime als auch gegen andere Rebellengruppen. Die Dschihadisten zeichnen sich vor allem durch ihren extremen Hass gegen Andersgläubige aus. Sie streben einen Gottesstaat mit radikaler Auslegung an, der Scharia.

Al-Nusra-Front

Kämpfer der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front

Erstmals tauchte Al-Nusra im Januar 2012 auf - zehn Monate nach dem Beginn der Proteste gegen den syrischen Staatschef Baschar al-Assad, aus denen sich der Bürgerkrieg entwickelte. Die Gruppe ist ein Ableger des Al-Kaida-Arms Islamischer Staat im Irak. In der nordirakischen Provinz Ninive war al-Dschulani ihr Anführer.

Im Jahr 2013 lehnte es Al-Nusra ab, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen und band sich an Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri. Dieser erklärt die Gruppe zum einzigen Al-Kaida-Ableger in Syrien, wonach der IS sie aus der ölreichen östlichen Provinz Deir Essor vertrieb.

Laut dem Syrien-Experten Thomas Pierret von der Universität Edinburgh gehören Al-Nusra 7.000 bis 8.000 Kämpfer an. Auf mittlerer Kommandoebene sind nach seinen Erkenntnissen einige Ausländer aktiv, bei den Fußtruppen jedoch kaum. Andere Experten beziffern die Zahl der Kämpfer auf bis zu 10.000, etwa 80 Prozent von ihnen Syrer. Hochburgen der Gruppe sind die nordwestsyrische Provinz Idlib und der Süden der nördlichen Provinz Aleppo. Es gibt aber kein Gebiet, das ausschließlich von Al-Nusra kontrolliert wird - überall kämpft die Gruppe mit Verbündeten.

Weil sie mit vielen Rebellengruppen in ganz Syrien verbündet ist, gilt die Al-Kaida-nahe Al-Nusra-Front als zentrale Bedrohung für die seit dem späten Freitagabend geltende Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland. Denn die Waffenruhe gilt nicht für die Al-Nusra-Front. 

Rebellen

Syrische Rebellen schauen am 10.03.2015 in den Himmel

Sie sind vor allem im Nordwesten und Süden Syriens stark. Ihr Spektrum reicht von moderaten Gruppen, die vom Westen unterstützt werden, bis zu radikalen Islamisten. Zu diesen gehören die Gruppen Ahrar al-Scham und Dschaisch al-Islam.

Ahrar al-Scham gehört zu den stärksten Milizen im Nordwesten Syriens. Kritiker werfen der von Al-Kaida-Veteranen gegründeten Gruppe eine große Nähe zu dem Terrornetzwerk vor. Auch Ahrar al-Scham will einen "islamischen Staat", in dem die Scharia, das Recht Gottes, gilt. Viele Rebellen halten die Gruppe jedoch für moderater als IS und Nusra-Front. Ahrar al-Scham gehört zum Hohen Verhandlungskomitee (HNC), das die Opposition bei den Friedensgesprächen in Genf vertritt.

Wie Ahrar al-Scham wird auch Dschaisch al-Islam Experten zufolge von der Türkei und Saudi-Arabien unterstützt. Die Miliz ist vor allem in dem hart umkämpften Gebiet östlich von Damaskus stark. Auch sie gehört zum HNC. Ihr Vertreter Mohammed Allusch trägt sogar den Titel "erster Verhandler".

Teilweise kooperieren die Rebellen mit der Al-Nusra-Front, einem kampfstarken Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Sie gehört in Syrien zu den stärksten Milizen. Stark ist die Gruppe vor allem in der Provinz Idlib. Sie ist ideologisch eng mit dem IS verwandt ist, beide Gruppen sind allerdings miteinander verfeindet.

Hisbollah

Hisbollah-Kämpfer und syrische Armeesoldaten stehen auf einem Lastwagen mit Hilfsgütern

Die libanesische Schiitenmiliz kämpft im syrischen Bürgerkrieg seit langem an der Seite des Regimes. Sie wird von Iran finanziert, der Präsident Assad an der Macht halten will, um die Achse Libanon-Syrien-Irak-Iran zu sichern. Die USA haben die "Partei Gottes" auf ihre Terrorliste gesetzt, die EU betrachtet ihren militärischen Arm als Terrororganisation.

Opposition

syrische Opposition

Sie ist zersplittert. Das wichtigste Oppositionsbündnis ist die Syrische Nationale Koalition in Istanbul. In Damaskus sitzen zudem Oppositionsparteien, die vom Regime geduldet werden. Bei einer Konferenz in Riad einigten sich verschiedenen Gruppen auf die Bildung eines Hohen Komitees für Verhandlungen (HNC), dem aber einige prominente Vertreter der Opposition nicht angehören.

Die Kurden

Kobane: Kurdischer Kämpfer - Aufnahme vom 08.05.2015

Kurdische Streitkräfte beherrschen mittlerweile den größten Teil der Grenze zur Türkei. Die Kurdenmiliz ist im Kampf gegen die IS-Terrormiliz bislang sehr effektiv, ist daher wichtiger Partner des Westens und erhält dafür Hilfe aus den USA. Die Kurden kämpfen teilweise mit Rebellen zusammen, kooperieren aber auch mit dem Regime. Führende Kraft ist die Kurdenpartei PYD, ein Ableger der verbotenen Arbeiterpartei PKK in der Türkei.

Das NATO-Mitglied Türkei indes bekämpft den bewaffneten Arm der PYD, die YPG, und scheint zunehmend beunruhigt wegen der jüngsten Geländegewinne der Gruppe im benachbarten Bürgerkriegsland. Mit dem Erstarken der Kurden in Syrien und dem Nordirak sieht Ankara auch die Bestrebungen zur Gründung eines Kurdenstaates wachsen.

Die USA und der Westen

Fregatte Augsburg der Bundesmarine

Washington führt den Kampf gegen den IS an der Spitze einer internationalen Koalition. Kampfjets fliegen täglich Angriffe. Beteiligt sind unter anderem Frankreich und Großbritannien. Deutschland stellt sechs Tornados für Aufklärungsflüge über Syrien, ein Flugzeug zur Luftbetankung sowie die Fregatte "Augsburg", die im Persischen Golf einen Flugzeugträger schützt. Washington unterstützt moderate Regimegegner.

Russland

Archiv - Ein russischer SU-34 Kampfjet beim Abwurf ein Bombe am 09.12.2015

Seit September fliegt auch Russlands Luftwaffe Angriffe in Syrien. Sie richten sich gegen den IS ebenso wie gegen Rebellen, die mit der Terrormiliz verfeindet sind. Moskau ist einer der wichtigsten Unterstützer des syrischen Regimes.

Iran

Hassan Rohani

Teheran ist der treueste Unterstützer des Assad-Regimes. Iraner kämpfen an der Seite der syrischen Soldaten. Auch die von Teheran finanzierte libanesische Schiitenmiliz Hisbollah ist in Syrien an Assads Seite im Einsatz.

Saudi-Arabien und die Türkei

Erdogan und König Salman

Riad und Ankara sind wichtige Unterstützer von Rebellen. Sie fordern Assads Sturz. Saudi-Arabien geht es darum, den iranischen Einfluss zurückzudrängen. Iran ist der saudische Erzrivale im Nahen Osten. Die Türkei will eine größere Selbstbestimmung der Kurden in Nordsyrien verhindern.

08.02.2016
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