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merkzettel

Europa im Zeichen des E-Autos "Deutschland ist das Schlusslicht"

BildLadestation mit E-Auto
Ein Elektroauto steht an einer Zapfsäule für Strom, aufgenommen am 29.04.2016 in München

Fehlende Ladeinfrastruktur und begrenzte Reichweite. Beim Elektroauto sind die meisten Deutschen zurückhaltend - trotz Kaufprämie.

(Quelle: dpa)

VideoDer Traum von der Elektromobilität
Bild zeigt einen Stau in der Unschärfe

Ab 2030 sollen nur noch emissionsfreie Autos zugelassen werden, so die Empfehlung des Bundesrates - weg mit den Verbrennungsmotoren, hin zu mehr Elektromobilität. Doch in der Realität ist man von diesem Ziel weit entfernt. Klimaschutz, adé?

(23.10.2017)

VideoDas Scheitern bei den E-Autos
Parkbereich für ein E-Auto

Die Kanzlerin hat es vergangene Woche verkündet, obwohl es längst alle wussten: Das Ziel, eine Million Elektroautos bis zum Jahre 2020 auf deutschen Straßen, ist verfehlt - deutlich. Es fehlt an Förderung, an Infrastruktur und am politischen Willen.

(21.05.2017)

VideoE-Autos: Riskantes Zögern
Standbild:E-Autos: Riskantes zögern

Das Elektroauto war den deutschen Autobauern lange suspekt. Nun gehen sie in die Offensive. Möglicherweise zu spät, denn neben Silicon-Valley-Start-ups drängt auch China auf den Markt.

(03.03.2017)

In Europa nimmt die Elektromobilität Fahrt auf. In Norwegen sind ein Drittel aller Kfz-Neuzulassungen E-Autos. Frankreich und Großbritannien wollen ab 2040 Benzin- und Dieselautos auf ihren Straßen ganz verbieten. Nur Deutschland steht auf der Bremse. Warum, erläutert der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. 

 

heute.de: Frankreich und Großbritannien wollen ab 2040 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr auf ihren Straßen fahren lassen. Gelingt Europa gerade die Wende zur E-Mobilität?

Ferdinand Dudenhöffer: Europa gelingt die Wende - außer Deutschland. Es ist das einzige Land, das beim Thema Elektromobilität allen anderen europäischen Ländern hinterherfährt. Wir sind das Schlusslicht. Die deutsche Bundeskanzlerin lädt kommende Woche die Autoindustrie zu einem Diesel-Gipfel ein. Das heißt, sie kümmert sich um die Lösung von Problemen der Vergangenheit. Andere Länder gestalten die Zukunft.

heute.de: Jeder Deutsche, der sich für ein E-Auto entscheidet, erhält seit Juli 2016 eine Kaufprämie. Trotzdem stockt der Verkauf. Warum sind die Deutschen so gar nicht für die E-Mobilität zu begeistern?

Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer ...
Ferdinand Dudenhöffer

lehrt an der Universität Duisburg-Essen Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft. Dort gründete er auch das Center Automotive Research (CAR).

Dudenhöffer: Die Deutschen würden sich schon für ein E-Auto erwärmen können, wenn die Politiker die richtigen Rahmenbedingungen setzen würden. In Deutschland sind seit 1985 bis zum Ende diesen Jahres 200 Milliarden Euro allein in die Dieselsubvention geflossen. Der Liter Diesel wird hierzulande immer noch mit 18 Cent subventioniert. Können Sie sich vorstellen, was man mit so viel Geld hätte machen können?

heute.de: Was denn?

Dudenhöffer: Man hätte längst die Infrastruktur für Strom-Ladestationen ausbauen können, wie es Frankreich, Großbritannien und die Niederlande bereits gemacht haben. Die deutschen Autobauer haben außerdem nur ein sehr überschaubares Angebot von E-Autos. Die Strompreise sind zu unterschiedlich und intransparent für die Kunden. Und Menschen, die sich hierzulande für E-Mobilität interessieren, haben zu wenige Möglichkeiten, ein solches Auto zu testen. Das könnten sie beispielsweise bei einem Autovermieter. Aber die Kaufprämie ist so ausgelegt, dass Vermieter kaum E-Autos in ihre Flotte nehmen. Nur 0,3 Prozent aller Leihwagen sind E-Autos.

heute.de: Machen Frankreich und Großbritannien solche Fehler nicht?

Dudenhöffer: Sie machen deutlich weniger Fehler. Frankreich hat bereits beschlossen, die Subventionen für Diesel abzuschaffen. Außerdem sind die beiden Länder mit höheren Subventionen in den E-Mobilitätsmarkt gegangen und haben die Infrastruktur bereits viel besser ausgebaut.

heute.de: BMW, Daimler, Audi, Porsche und Ford haben sich 2016 zu einer Allianz zusammengeschlossen, die bis 2020 an Europas Fernstraßen Tausende E-Tankstellen bauen will. Wie kommt die Allianz voran?

Dudenhöffer: Sie ist noch immer in der Planungsphase. Es braucht mindestens drei Jahre, bis so etwas steht. Traurig ist, dass die EU-Kommission bis heute noch gar keinen Plan für eine solche Infrastruktur hat. Die Bundesregierung hat auch keinen Plan und gibt nur Geld, wenn jemand sagt, er baut sich irgendwohin eine Ladesäule.

heute.de: Warum zögert die Kommission?

Dudenhöffer: Weil die EU eine Gemeinschaft von 28 sehr unterschiedlichen Ländern ist. Die wichtigen Infrastrukturthemen hat die EU immer vernachlässigt.

heute.de: Norwegen ist kein EU-Mitglied, könnte aber ein großes Vorbild für die Gemeinschaft sein. Dort sind rund 30 Prozent der Neuzulassungen E-Autos. Wie haben das die Norweger erreicht?

Dudenhöffer: Norweger erhalten sehr große Steuervergünstigungen, wenn sie ein E-Auto kaufen. Sie zahlen keine Mehrwertsteuer und keine Kfz-Steuer. Es wurde ein sehr dichtes Netz von Ladestationen aufgebaut. All das zeigt, dass ein Land, dessen Wohlstand sogar von der Erdölförderung abhängt, viel erreichen kann, wenn es die Weichen richtig stellt. Sehr gut sehen kann man das auch in China, dem Welt-Spitzenreiter beim Verkauf von E-Autos. Dort wurde der Verkauf von E-Autos von 2015 auf 2016 um 53 Prozent gesteigert. Der Marktanteil dieser Fahrzeuge ist auf 1,8 Prozent geklettert. In Deutschland beträgt der Marktanteil gerademal ein Prozent. Im kommenden Jahr müssen alle Autohersteller, die in China verkaufen, eine Quote von acht Prozent aller Neuwagen als E-Autos verkaufen. Erreichen sie dieses Ziel nicht, müssen sie Strafe zahlen.

Weitere Links zum Thema

heute.de: Norwegen hat anders als Deutschland keine Autoindustrie. Also muss die Regierung auch nicht um Arbeitsplätze fürchten. Das Münchener Ifo-Institut hat ausgerechnet, dass hierzulande Hundertausende Arbeitsplätze in Gefahr sind, wenn die hiesigen Autobauer auf E-Mobilität umsteigen. Muss die Bundesregierung nicht auch auf diese möglichen Verwerfungen achten?

Dudenhöffer: Die Verwerfungen werden umso größer, je länger die Bundesregierung nur guckt. In Deutschland selbst werden im Jahr rund drei Millionen Autos verkauft. Dafür braucht man nicht die 850.000 Menschen, die heute in der Autoindustrie ihren Lohn verdienen. Sie arbeiten hauptsächlich für den Export. Und wenn Deutschland zu lange zögert, werden die Elektroautos eben im Ausland gebaut - ohne diese 850.000 Arbeitnehmer.

heute.de: Wer muss jetzt aktiv werden, um in Deutschland die E-Mobilität zu fördern?

Dudenhöffer: Zuerst die Politik. Der Diesel-Gipfel in der kommenden Woche ist ein Gipfel der Vergangenheit. Eigentlich müsste dieser Termin genutzt werden, um der E-Mobilität die Zukunft zu bereiten. Die Kanzlerin sollte statt über Software-Updates zu reden verkünden, dass sich Deutschland Frankreich und Großbritannien anschließen und ab 2040 ebenfalls Verbrennungsmotoren auf deutschen Straßen verbieten wird.

Das Interview führte Katharina Sperber.


Elektroautos - Der Stand der Dinge

Ist Merkels Eingeständnis eine Überraschung?

Elektroauto wird aufgeladen

Der Zeitpunkt überrascht, die Botschaft nicht. Fachleute wussten längst, dass die Million so bald kaum zu schaffen sein würde. Der damalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte im Januar: "Wenn wir nicht noch die Fahrräder dazu zählen, werden wir nicht mal auf die Hälfte kommen. Ich rate zu ein bisschen mehr Realismus."

Bestehen die 2016 eingeführten Kaufanreize weiter?

Ja. Die Prämien können unverändert beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragt werden. Für reine Elektroautos mit Batterie gibt es insgesamt 4.000 Euro "Umweltbonus", wie die Förderung offiziell heißt - je 2.000 Euro vom Bund und 2.000 Euro vom Hersteller. Bei Hybridwagen, die per Stecker geladen werden und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben, sind es insgesamt 3.000 Euro Prämie (1.500 Euro Staat/1.500 Euro Hersteller).

Wie lange gilt der Bonus?

Das Prinzip lautet: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Gezahlt wird nur, solange Geld im Fördertopf ist, den der Bund mit 600 Millionen Euro füllt. Spätestens am 30. Juni 2019 ist Schluss.

Wie groß ist das Interesse der Autofahrer?

Bisher überschaubar. Stand Ende April wurden erst 17.937 Prämien-Anträge gestellt. Darunter waren gut 10.000 für reine Elektroautos sowie knapp 8.000 für Plug-in-Hybride. Die meisten Anträge kommen von Unternehmen und Kommunen. Besonders gefragt sind Elektroautos von BMW, Renault, Audi, VW und Mitsubishi. Nach Angaben des Branchenverbands VDA sind derzeit insgesamt rund 65.000 Hybrid- und reine Elektroautos in Deutschland unterwegs. Knapp 14.000 davon wurden von Januar bis April neu zugelassen.

Welchen Effekt sollte die Prämie haben?

Die Regierung erwartete zum Start, dass so der Kauf von "mindestens 300.000 Fahrzeugen" angeschoben wird. Doch solange E-Autos noch vergleichsweise teuer sind, eine geringe Reichweite haben und es wenige Ladestationen gibt, dürften sich die Käufer zurückhalten. Die Physikerin Merkel ließ nun durchblicken, dass es wohl besser der Markt richten soll - wie bei der einst von Apple ausgelösten Smartphone-Revolution: "Wir wissen aber auch von der Verbreitung von Smartphones und anderen Produkten, dass bestimmte technische Entwicklungen ab einem bestimmten Punkt plötzlich exponentiell stattfinden."

Lohnt sich ein E-Auto steuerlich?

Ja. Rückwirkend zum 1. Januar 2016 wurde die Steuerbefreiung für neue und umgerüstete Elektrofahrzeuge von fünf Jahren auf zehn Jahre ausgeweitet. Arbeitnehmer müssen keine Steuern zahlen, wenn sie in der Firma ihr privates E-Auto aufladen. Arbeitgeber bekommen die Möglichkeit, geldwerte Vorteile pauschal mit 25 Prozent Lohnsteuer zu besteuern. Diese Regelungen gelten befristet vom 1. Januar 2017 bis Ende 2020.

Was sagt die Autobranche?

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) gibt der Kanzlerin recht: Nach heutiger Lage scheine das Ziel außer Reichweite. "Wenige Jahre später" werde die Million aber sicher erreicht. Der Markt für E-Autos wachse viel schneller als der Pkw-Gesamtmarkt. "Bis zum Jahr 2020 investiert die deutsche Automobilindustrie 40 Milliarden Euro in alternative Antriebe. Bis dahin werden wir die Zahl der E-Modelle auf rund 100 verdreifachen", teilte der Verband mit.

Und was sagen Kritiker der Förderung?

Umweltschützer finden Elektro-Stadtbusse, gezielte Fahrverbote für Diesel oder eine Innenstadt-Maut wie in London und Oslo sinnvoller als staatliche Subventionen. Auch sei es unfair, dass alle Steuerzahler die Prämie mitfinanzieren müssen. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagt, Merkels Eingeständnis sei keine Lappalie: "Mit der Politik von Union und SPD verliert das Autoland Deutschland den internationalen Anschluss an die Vorreiter der Elektromobilität." Elektroautos seien ohnehin nur Öko-Flitzer, wenn in den Batterien tatsächlich auch grüner Strom steckt - und nicht Energie etwa aus Braunkohle oder Atomkraft.

(Quelle: Tim Braune und Teresa Dapp, dpa)

27.07.2017
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