28.07.2016
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merkzettel

Autosalon in Genf Wie geht es weiter mit dem Diesel?

BildIst der Diesel am Ende?
Frau tankt Diesel

(Quelle: dpa)

VideoGenfer Automobilsalon 2016
Elektromobil

Auf der internationalen Automesse in Genf werden dieses Jahr wieder die Highlights und Neuheiten der Automobilbranche vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt diesmal besonders auf den Elektrofahrzeugen.

(01.03.2016)

VideoProblem: Luftverschmutzung
In keiner anderen deutschen Stadt ist die Luftverschmutzung so hoch wie in Stuttgart.

In keiner anderen deutschen Stadt ist die Luftverschmutzung so hoch wie in Stuttgart. Das Umweltbundesamt berät nun auch über mögliche Fahrverbote. Ist das durchführbar in der Stadt der Autobauer?

(17.12.2015)

VideoDas Diesel-Rätsel
Diesel-Motor um 1900

Seine Erfindung ist heute das Rückgrat unserer Weltwirtschaft: Der Dieselmotor, den Rudolf Diesel Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt hat, treibt heute nicht nur Lkw, Pkw, Traktoren oder auch Hochseeschiffe an, sondern auch Kraftwerke, die auf der ganzen Welt Strom und Wärme produzieren. Doch der Erfolg seiner Erfindung hat dem idealistischen Tüftler selbst letztlich kein Glück gebracht.

(04.02.2011)

von Andreas Linke

Zum Start des Genfer Autosalons zeigt sich: Die Hersteller setzen weiter voll auf Dieselmotoren. Trotz der heftigen Debatte nach dem VW-Abgas-Skandal. Und trotz Klagedrohungen durch Umweltverbände. 

In Deutschland und auf den westeuropäischen Märkten fährt jeder zweite Neuwagen mit der Kraft des Diesels. Und auch der Genfer Autosalon, der heute mit den Pressetagen beginnt, spiegelt das wider: Hier haben etwa 60 Prozent der ausgestellten Fahrzeuge  Dieselmotoren. Doch nicht zuletzt der VW-Skandal hat eine heftige Debatte um die Zukunft des Selbstzünders ausgelöst.

VW: Noch viel Freude am Diesel

VW-Chef Matthias Müller gibt sich überzeugt: "Wir werden mit dem Diesel in Zukunft noch viel Freude haben". Die jetzigen Diesel seien schließlich sehr sauber, sagt er. Als Konzernchef hat er noch an den Rückstellungen für Entschädigungen und Umrüstungen nach dem Abgas-Skandal zu knabbern.

Ferdinand Dudenhöffer vom Duisburger Autoforschungszentrum CAR sieht die Automobilindustrie mit dem Diesel hingegen in der Sackgasse. Die Branche habe sich davon zu sehr abhängig gemacht. Jetzt müsse sie Milliarden investieren, um die gesetzlichen Vorgaben beim Schadstoffausstoß einzuhalten.

Umweltverbände drohen mit Klagen

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Zwar war es der Automobilindustrie gelungen, diese Vorgaben noch ein wenig aufzuweichen und den Termin zu verschieben, ab dem sie einzuhalten sind. Doch das macht die Situation in den Innenstädten nicht besser. Dort kämpfen die Kommunen mit deutlichen Überschreitungen der Grenzwerte für das schädliche Stickoxyd, das zu großen Teilen aus den Diesel-Auspuffen stammt.

Umweltorganisationen wie die Deutsche Umwelthilfe wollen vor Gericht erreichen, dass in stark belasteten Städten selbst neuere Diesel mit Fahrverboten gestoppt werden. Auch das Umweltbundesamt sieht darin den einzigen Weg, die Luftqualität spürbar zu verbessern und Grenzwerte einzuhalten.

Wissmann: Diesel nicht schlecht reden

Doch die Autobranche will sich den Diesel nicht schlecht reden lassen. Schließlich sind die schweren und stark motorisierten Fahrzeuge Verkaufsschlager und Einnahme-Garanten. Die Nachfrage sei stabil, sagt der Branchen-Chef Matthias Wissmann. Die Autobauer brauchen außerdem die etwas verbrauchsärmeren Dieselfahrzeuge, um die gesetzlich vorgegebenen CO2-Werte für ihre Fahrzeugflotten einhalten zu können.

Aus diesem Dilemma müsse die Autobranche schneller heraussteuern, findet Auto-Experte Dudenhöffer. Sie müsse mutiger in die Elektromobilität investieren, um die Abhängigkeit von der Dieseltechnologie zumindest zu begrenzen, auch wenn die niedrigen Spritpreise dies derzeit verkomplizierten. Ein erster Schritt könne sein, die Steuer-Subventionen für Diesel, rund 18 Cent pro Liter, abzubauen. Durch sie sei der Dieselboom erst gefördert worden, sagt der Experte.

Die wichtigsten Automessen der Welt

Detroit

Es ist die Leitmesse für Nordamerika. Vor allem für Pick-ups und SUV-Geländewagen geben die Kunden dort viel Geld aus. Bei der North American International Auto Show (NAIAS) stehen die schweren Karossen an nahezu jedem Messestand. Detroit eröffnet traditionell das Autojahr. 2016 ist die Messe bereits vorbei, für 2017 ist der 9. bis 22. Januar als Termin angepeilt.

Genfer Autosalon

Hier zeigt vor allem die europäische Autoindustrie neue Modelle. In diesem Jahr werden am Genfer See vom 1. bis 13. März mehr als 120 Welt- und Europapremieren vorgestellt - etwa so viele wie im vergangenen Jahr.

Auto in China

China ist der größte Automarkt der Welt und speziell für deutsche Hersteller von Bedeutung. Die größte Automesse Asiens findet in diesem Jahr vom 25. April bis 4. Mai in Peking statt. Von Jahr zu Jahr wechselt die Messe zwischen der chinesischen Hauptstadt und der Millionenmetropole Shanghai (Auto Shanghai).

IAA

Die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt findet im Wechsel mit der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover alle zwei Jahre statt. Hier werden meist besonders viele neue Modelle vorgestellt. In diesem Jahr gibt es vom 21. bis 29. September wieder eine IAA für Lastwagen, Busse und Lieferwagen in Hannover.

Pariser Autosalon

Die Schau "Mondial de l'Automobile" in Paris ist die meistbesuchte Automesse der Welt - 1,25 Millionen Besucher kamen beim vorigen Mal. In diesem Jahr ist sie vom 1. bis 16. Oktober angesetzt.

Tokyo Motor Show

Sie ist die große Bühne der japanischen Hersteller wie Toyota, Mitsubishi und Mazda. Die Messe findet im Herbst statt, ein genaues Datum für 2016 steht derzeit noch nicht fest.

(Quelle: dpa)

02.03.2016
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