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Milliardenschwere Sanierung Die Bahn baut, die Züge rollen langsamer

VideoBahn modernisiert Strecken
Die Deutsche Bahn erhöht die Zahl ihrer Bauprojekte in diesem Jahr deutlich. Geplant sind nach Angaben des Unternehmens rund 850 Vorhaben, das sind 350 mehr als im vergangenen Jahr.

Die Deutsche Bahn erhöht die Zahl ihrer Bauprojekte in diesem Jahr deutlich. Geplant sind nach Angaben des Unternehmens rund 850 Vorhaben, das sind 350 mehr als im vergangenen Jahr.

(31.01.2016)

VideoFlüsterbremsen gegen Bahnlärm
Ein Güterzug im Mittelrheintal.

Im Kampf gegen den Bahnlärm hoffen die geplagten Anwohner auf Besserung durch die sogenannten Flüsterbremsen. Bis 2020 will die Deutsche Bahn damit den Lärm durch Güterzüge um 50 Prozent vermindern.

(19.01.2016)

VideoDeutsche Bahn berät Konzernumbau
Ein ICE Zug der Deutschen Bahn bei der Einfahrt in einen Bahnhof.

Um im Personen- und Güterverkehr konkurrenzfähig zu bleiben, will die Bahn Qualität und Pünktlichkeit verbessern. Das Sanierungsprogramm "Zukunft Bahn" soll die Bilanz des Konzerns auffrischen.

(16.12.2015)

"Verzögerungen im Betriebsablauf" - darauf müssen sich Bahnfahrer auch 2016 einstellen. Denn die Bahn modernisiert ihr Schienennetz. Dieses Jahr sollen allein 3.200 Kilometer Schienen, 2.000 Weichen, 2,9 Millionen Bahnschwellen und 150 Brücken erneuert werden. 

In die Sanierung ihres Streckennetzes investiert die Bahn 28 Milliarden Euro bis 2019. 16,6 Milliarden Euro kommen vom Eigentümer Bund und 11,4 Milliarden Euro aus Eigenmitteln der Bahn. 2016 will die Bahn für die Modernisierung rund 5,5 Milliarden Euro ausgeben. Das sind 200 Millionen Euro mehr als 2015.  Damit ist es das umfangreichste Sanierungsprogramm in der Geschichte der Bahn.

Bahn verspricht frühzeitige Infos über Ausfälle und Verspätungen

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Ein großer Teil der Bauprojekte wird gebündelt. 850 Einzel-Baustellen sollen in 76 zusammenhängende Bauprojekte zusammengefasst werden. Das soll die Zahl und Dauer von Sperrungen verringern und die Bahnfahrer entlasten. "Bündelung ist das Zauberwort, mit dem wir dieses Ziel erreichen können", sagte das Vorstandsmitglied der Bahntochter DB Netz, Roland Bosch.

Außerdem verspricht das Unternehmen, seine Kunden besser und frühzeitiger über Zugausfälle und -verspätungen zu informieren. "Wir wollen für unsere Reisenden und Güterverkehrskunden natürlich so wenig Einschränkungen wie möglich", sagte der DB-Netz-Vorstand Thomas Schaffer. Neben der Bündelung von Baumaßnahmen werde deshalb auch verstärkt in der Nacht gebaut. Zudem würden die Baustellen frühzeitig in den Fahrplan eingearbeitet, um Überraschungen zu vermeiden.

Das Schienennetz der Bahn ist riesig: Insgesamt 61.000 Kilometer Trassen gehören der Bahn. Damit ist es das größte in Europa. Groß ist aber auch der Sanierungsbedarf: so groß, dass die Modernisierung nur verhindern soll, dass der Sanierungsstau der letzten Jahren weiter wächst. Tatsächlich abgebaut werden soll der Rückstau dann ab 2019.

Ohne Sperrungen geht es nicht

Trotz aller Beteuerungen der Bahn: Ohne Verspätungen und Streckensperrungen wird die Sanierung nicht funktionieren. Zum Beispiel entlang der Neubaustrecke Erfurt-Nürnberg. Sie soll in diesem Jahr in das Bahnnetz eingebunden werden. Deshalb kommt es hier zu einer 34-wöchigen Totalsperrung bis Anfang September. Bahnfahrer müssen auf weiteren Strecken mit Verzögerungen rechnen.

Bahn-Baustellen in 2016

München-Rosenheim-Salzburg

Mit eingleisigen Sperrungen saniert die Bahn die Strecke München-Rosenheim-Salzburg und Rosenheim-Kufstein. Zeitweise kommt es im April und Mai deshalb zwischen München und Rosenheim ebenfalls zu Vollsperrungen.

Hamburg-Hannover-Göttingen

Längere Fahrzeiten müssen Bahnfahrer auch zwischen Mai und September auf der Strecke Hamburg-Hannover-Göttingen in Kauf nehmen. Hier kann zeitweise nur auf einem Gleis gefahren werden, weil Weichen und Gleise erneuert werden. Ab Mitte Juli werden dabei täglich etwa 100 Fernzüge umgeleitet, was zu einer 40 Minuten längeren Fahrzeit führt.

Frankfurt-Mannheim

Auch zwischen Frankfurt am Main und Mannheim gibt es im Sommer nur eine eingleisige Verkehrsführung. Der Fernverkehr wird hier umgeleitet. Im Nahverkehr verlängert sich die Fahrzeit, teilweise fallen Züge aus.

Quelle: dpa

01.02.2016, Quelle: reuters, dpa, afp
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