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Grenze zu Mexiko Trumps Mauer wird ein bisschen niedriger

VideoMexikos Misere
Standbild:Mexikos Misere

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump fürchtet Mexiko den ökonomischen und sozialen Kollaps. Der neue US-Präsident hat eine Zeitenwende im Umgang mit dem Nachbarland angekündigt.

(17.03.2017)

VideoMexiko: "In Schockstarre"
Standbild:Mexiko:

Lateinamerikaexperte Wolfgang Muno, gegenwärtig zu Forschungszwecken in Washington, erwartet, dass Präsident Trump seine Drohungen gegen Mexiko wahrmachen wird.

(17.03.2017)

VideoMexiko fürchtet sich vor Trump
Mexiko fürchtet sich vor Trump

Die Ankündigungen des designierten US-Präsidenten Trump zum Bau einer Mauer entlang der Landesgrenze und der Erhebung von Strafzöllen zeigen bereits Folgen. Der mexikanische Peso ist abgestürzt und die Verunsicherung ist groß.

(18.01.2017)

VideoUSA: Auf dem Weg zur Mauer
Mauer zu Mexiko

US-Präsident Trump hat ein Dekret zum Bau einer Grenzanlage zu Mexiko erlassen. Mit der Abschottung zum Nachbarland und der damit verbundenen Beschränkung der Einwanderung würde er eine seiner zentralen Wahlkampfforderungen umsetzen.

(25.01.2017)

"Groß, schön und mächtig" sollte die Mauer werden, versprach US-Präsident Donald Trump. Jetzt wird der Bau an der mexikanischen Grenze doch ein wenig niedriger als verkündet, dafür aber "ästhetisch ansprechend" - zumindest auf der US-Seite. Das geht aus der Ausschreibung hervor. 

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat die Pläne für den Bau der Grenzmauer zu Mexiko konkretisiert. Trumps Prestigeprojekt soll zwischen 5,40 bis 9,10 Meter hoch und für Menschen unüberwindbar sein, heißt es in der Ausschreibung, die der US-Grenzschutz veröffentlichte.

Demnach soll ein Teil mit Zement gebaut werden, ein zweiter mit anderen Materialien - nur auf der US-Seite soll die Mauer entlang der rund 3.200 Kilometer langen Grenze ästhetisch ansprechend gestaltet sein. Wie es weiter heißt, soll der Bau so stabil werden, dass es mindestens eine Stunde braucht, um ihn mit einem Vorschlaghammer, einer Spitzhacke oder anderen Geräten zu durchbrechen.Fundamente bis in mindestens 1,80 Meter Tiefe sollen Tunnelbauten erschweren. Geplant sind zudem spezielle Schleusen für den Grenzübertritt von Autos und Fußgängern. Ein erstes Probestück der Mauer ist in San Diego geplant.

Sechs Meter weniger

Im US-Wahlkampf hatte Trump versprochen, eine "große, schöne, mächtige Mauer" bauen zu lassen. Ursprünglich war mal von 15 Metern Höhe die Rede gewesen. Der Bau solle illegale Einwanderung und Drogenschmuggel stoppen. Kritiker befürchten aber, dass Drogen- und Menschenschmuggler ihr Geschäft wie bisher über Tunnel weiterbetreiben und die teure Mauer daher wenig bringen werde.

Die rund 700 interessierten Firmen haben bis zum 29. März Zeit, um Vorschläge einzureichen. Unklar ist, ob Baufirmen bereits Vorschläge eingereicht haben oder manche bereits abgelehnt worden sind.

Mexiko soll zahlen

US-Schätzungen gehen von mehr als 20 Milliarden Dollar Baukosten aus. Die Finanzierung allerdings ist noch in keiner Weise geklärt: Im Haushaltsentwurf der US-Regierung für 2017 und 2018 sind bisher insgesamt 4,3 Milliarden Dollar für die Mauer vorgesehen - Trump sieht das nur als Vorleistung, er will, dass am Ende Mexiko zahlt, was die Regierung dort kategorisch ablehnt.

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Möglicherweise könnte sich Trump das Geld aber auch indirekt holen - etwa über Strafzölle oder eine Steuer auf Überweisungen von in den USA lebenden Mexikanern in ihre Heimat. Rund 25 Milliarden Dollar fließen pro Jahr über die sogenannten Remesas nach Mexiko zurück.

Weniger Abschiebungen

Auf mehr als 1.000 Kilometern erstreckt sich schon jetzt ein Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko. Zudem gibt es Kameras, Drohnen und Tausende Grenzschutzbeamte, die patrouillieren. Bei einem Mauerbau drohen an einigen Abschnitten Rechtsstreitigkeiten um Landenteignungen. Ein 120 Kilometer langer Teilabschnitt geht etwa durch das Gebiet des Indianerstamms Tohono O'odham, der die Mauer klar ablehnt.

Trotz der restriktiven Migrationspolitik von Trump und Razzien gegen illegale Einwanderer ging die Zahl der Abschiebungen von Mexikanern aus den USA zuletzt deutlich zurück. Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben der mexikanischen Migrationsbehörde 30.572 Menschen abgeschoben. Das waren rund 20 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, damals regierte noch Barack Obama.

17.03.2017, Quelle: dpa, ap
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