29.05.2016
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merkzettel

Biografien Die steinigen Wege der Flucht

BildFlüchtlinge
Typical: Mazedonische Polizeibeamte prüfen Dokumente von Flüchtlingen bevor sie die Grenze überqueren am 09.12.2015

Alles hinter sich lassen und in ein neues, unbekanntes Leben fliehen. Dieses Schicksal teilen alle Asylsuchenden, die wegen Kriegen oder Verfolgungen ihr Heimatland verlassen mussten.

(Quelle: dpa)

VideoEU will besseren Grenzschutz
Die EU-Mitgliedstaaten wollen bis Ende Juni 2016 einen besseren Schutz der Außengrenzen auf den Weg bringen. Eine Entscheidung über die Grenzschutz-Pläne der Kommission soll im ersten Halbjahr fallen.

Die EU-Mitgliedstaaten wollen bis Ende Juni 2016 einen besseren Schutz der Außengrenzen auf den Weg bringen. Eine Entscheidung über die Grenzschutz-Pläne der Kommission soll im ersten Halbjahr fallen.

(18.12.2015)

VideoDas Leben von Maria und Josef
Prof. Thomas Söding

Wie sind die Lebensumstände von Maria und Josef zu bewerten? Thomas Söding von der katholischen Fakultät der Universität Bochum gibt Antworten.

(31.01.2014)

von Petra Pezelj

Die Geschichte von Maria, Josef und dem Jesuskind ist auch eine Geschichte der Flucht. Zu allen Zeiten mussten Menschen ihr Heimatland verlassen und noch einmal ganz von vorne anfangen. heute.de stellt die Geschichten einiger bekannter Flüchtlinge vor. 

Besonders zur Weihnachtszeit rückt die Geschichte von Maria und Josef mit ihrem Jesuskind bei vielen Christen in den Mittelpunkt. Einen Teil ihrer Geschichte verbringen die beiden auf der Flucht. So hatten in allen Jahrhunderten viele Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt einen Grund, aus ihrem Heimatland zu fliehen. Andere konnten nach einer Auslandsreise nicht dorthin zurückkehren. Manchmal verarbeiten sie ihre Erlebnisse in Büchern, manchmal sind diese ein wenig bekanntes Puzzleteil ihrer Biografie.

Geschichten bekannter Flüchtlinge

Maria und Josef

Gemälde von Vincenzo Foppa: Maria und Josef auf der Flucht nach Ägypten

Grund zur Flucht hatten Josef und Maria, aber nicht die Weihnachtsgeschichte macht sie zu Flüchtlingen, sondern ihre spätere Flucht nach Ägypten. "Denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten." So berichtet der Evangelist Matthäus über die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten. Demnach befahl der damalige König von Judäa, Herodes, die Ermordung aller Jungen bis zum Alter von zwei Jahren in Bethlehem. Überlieferungen zufolge dauerte die Flucht von Maria und Josef mit dem Jesuskind drei Jahre.

Sie führte von Palästina aus über den Sinai entlang der alten Küstenwege ins Nildelta und in die Gegend des heutigen Kairo. Von dort ging es nach Norden und Westen. Dann bestieg die Heilige Familie koptischen Überlieferungen zufolge ein Schiff. Den Nil aufwärts begann eine Reise, die durch das ganze Land führte, über verschiedene Stationen bis nach Mittelägypten. Nahe der Stadt Assyut war der südlichste Punkt erreicht. Von hier führte der Weg auf dem Nil wieder zurück nach Nazareth.

Henri Nestlé

Heinrich Nestle, Gründer der Firma Nestlé.

Eine Rückkehr nach Deutschland kam vor knapp 180 Jahren für Heinrich Nestlé nicht mehr in Frage: Nestlé wurde 1814 als Sohn einer reichen Familie in Frankfurt am Main geboren und er begann dort eine Ausbildung zum Apotheker. Diese wollte Nestlé im Ausland vervollständigen und so verließ er um 1834 seine Heimatstadt. Der Firmengeschichte zufolge ließ er sich nach Jahren der Wanderschaft 1839 im schweizerischen Vevey nieder und benannte sich in Henri Nestlé um.

Nestlé war ein bekennender Liberaler. Bereits 1833 wurden viele Gleichgesinnte, die sich im Zusammenhang mit dem Frankfurter Wachensturm gegen die autoritäre Politik des Deutschen Bundes erhoben, verhaftet. Auch die demokratische Revolution von 1848/49, deren Parlament in der Frankfurter Paulskirche tagte, scheiterte blutig. So blieb Nestlé in der Schweiz und schaffte mit seinem "Kindermehl" einen persönlichen Durchbruch, half aber gleichzeitig auch die hohe Kindersterblichkeit im 19. Jahrhundert in Europa einzudämmen. Das internationale Hauptquartier seines Unternehmens befindet sich immer noch in Vevey, in der Stadt, in der der Gründer aufgenommen wurde.

Albert Einstein

Albert Einstein spricht in einer berühmten Rede im Februar 1950.

Jeder kennt Albert Einsteins Gesicht und hat von seinen wissenschaftlichen Theorien gehört - wenn auch nicht unbedingt verstanden. Die bekanntesten hat er im Ausland entwickelt. Als Sohn jüdischer Eltern wurde er von den Nationalsozialisten verfolgt. Eine NS-Zeitschrift setzte Einsteins Namen auf eine Liste der "Feinde der deutschen Nation" mit dem Kommentar: "noch nicht gehängt". Einsteins Bücher wurden verbrannt und er wurde als deutscher Jude des Landesverrats beschuldigt. Zu dieser Zeit befand sich der Physiker in den USA an der Universität Princeton in New Jersey und er zog auch später nicht mehr nach Deutschland zurück.

Einstein rief die Westmächte zur Aufrüstung und zum entschiedenen Widerstand gegen den Nationalsozialismus auf. Im März 1933 trat er aus der Akademie der Wissenschaften aus und beantragte die Entlassung aus der deutschen Staatsbürgerschaft, die ein Jahr später vollzogen wurde. Seine  Gedanken 1933:

"Ich habe mich kaum je unter den Menschen so fremd gefühlt als gegenwärtig, oder ist es eine Täuschung durch Vergessen? Das Schlimmste ist, daß nirgends etwas ist, mit dem man sich identifizieren kann. Alles brutal und verlogen."

Hannah Arendt

Hannah Arendt, 1969.

Zum Beginn des 20. Jahrhunderts in Hannover geboren, ahnte die Tochter eines Ingenieurs nicht, was sie Jahre später erwarten würde: Zweimal musste Hannah Arendt wegen ihrer jüdischen Wurzeln vor den Nationalsozialisten fliehen. 1933 wurde Arendt von der Gestapo verhaftet und musste Deutschland verlassen. Ihr erster Weg führte sie über Genf nach Paris. Dort arbeitete sie als Leiterin einer Organisation, die jüdische Waisenkinder nach Palästina brachte, und studierte nebenbei europäische Geschichte.

Sieben Jahre nach ihrer ersten Flucht musste sie erneut angesichts der drohenden Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten fliehen, diesmal führte sie ihr Weg in die USA. In den USA lehrte sie als politische Philosophin, freie Schriftstellerin und Professorin für Politische Theorie an den Universitäten Chicago und Princeton, kam aber immer wieder nach Europa und auch nach Deutschland zurück. 1943 schrieb sie über Flüchtlinge:

"Wir haben unser Zuhause und damit die Vertrautheit des Alltags verloren. Wir haben unseren Beruf verloren und damit das Vertrauen eingebüßt, in dieser Welt irgendwie von Nutzen zu sein. Wir haben unsere Sprache verloren und mit ihr die Natürlichkeit unserer Reaktionen, die Einfachheit unserer Gebärden und den ungezwungenen Ausdruck unserer Gefühle. Wir haben unsere Verwandten in den polnischen Ghettos zurückgelassen, unsere besten Freunde sind in den Konzentrationslagern umgebracht worden, und das bedeutet den Zusammenbruch unserer privaten Welt. Aber dennoch haben wir sofort nach unserer Rettung - und die meisten von uns mußten mehrmals gerettet werden - ein neues Leben angefangen und versucht, all die guten Ratschläge, die unsere Retter für uns bereithielten, so genau wie möglich zu befolgen. Man sagte uns, wir sollten vergessen; und das taten wir schneller, als es sich irgend jemand überhaupt vorstellen konnte. […] Um reibungsloser zu vergessen, vermeiden wir lieber jede Anspielung auf die Konzentrations- und Internierungslager, die wir fast überall in Europa durchgemacht haben - denn das könnte man uns als Pessimismus oder mangelndes Vertrauen in das neue Heimatland auslegen.“

Dalai Lama

Der Dalai Lama spricht am 12.07.2015 auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden.

Das geistliche Oberhaupt der Tibeter wird wohl niemals in sein Heimatland zurückkehren. Seit 1950 steht das Land unter der Besatzung Chinas. Die Volksrepublik erhebt Anspruch auf das den Kommunismus ablehnende Tibet und bereitete mit ihrem Einmarsch der de facto Unabhängigkeit des Landes ein Ende. Die heftigen Aufstände der Tibeter gegen die chinesische Besatzung erreichten 1959 ihren Höhepunkt. Mit brutaler Gewalt wurde der Aufstand niedergeschlagen. Der Kampf der Tibeter für Unabhängigkeit forderte nach Angaben des Dalai Lama bis 1997 etwa 1,2 Millionen Opfer.

Ihm selbst gelang 1959 die Flucht aus dem umzingelten Sommerpalast in Lhasa über die Berge nach Indien, wo er in Dharamsala nach demokratischen Regeln eine Exil-Regierung formte und die großen Klosteruniversitäten wieder aufbauen ließ. Als geistliches und weltliches Oberhaupt leitete der Dalai Lama fortan die Geschicke der seinerzeit rund 130.000 Exil-Tibeter, die nach Indien (etwa 90.000), Nepal, Bhutan, Kanada und in die Schweiz geflüchtet waren: "Der Frieden kommt nicht von Allah oder Buddha, sondern muss von den Menschen geschaffen werden."

Jackie Chan

Der in Hongkong geborene Schauspieler Jackie Chan posiert am Montag (19.07.2010) in Berlin auf der Dachterrasse des Hotels Adlon.

Der chinesische Bürgerkrieg zwang die Eltern von Kong-Sang "Jackie" Chan, nach Australien zu ziehen. Die Eltern, mittellose Hausangestellte, waren zuvor aus der chinesischen Provinz Shangdong nach Hongkong gezogen, dort wurde der heute als Stuntman bekannte Schauspieler und Regisseur 1954 geboren. Seine ersten sieben Lebensjahre verbrachte Chan in Canberra, bevor er von seinen Eltern wieder zurück nach Hongkong geschickt wurde, wo er an dem extrem strengen Chinese Opera Research Institute (auch bekannt als Chinese Drama Academy) ausgebildet wurde.

Das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" veröffentlichte dieses Jahr eine Liste der bestbezahlten männlichen Schauspieler im Zeitraum Juni 2014 bis Juni 2015. Danach kommt Jackie Chan mit rund 50 Millionen US-Dollar auf den zweiten Platz.

Andy García

Kubanisch-amerikanischer Schauspieler Andy García erhält den Leopard Cub Award.

Seine Familie musste alles aufgeben und fing von vorne an: "Der Pate"-Schauspieler Andy García wurde 1956 in Havanna, Kuba, als Sohn des Anwalts René und der Englischlehrerin Amelie García geboren. Nach der kubanischen Revolution und der Machtübernahme Fidel Castros floh die bis dahin eher wohlhabende Familie 1961 nach Miami Beach in den USA. Zunächst in ärmlichen Verhältnissen lebend, machte Garcías Vater mit einer Parfüm-Importfirma rasch ein beachtliches Vermögen. Noch heute setzt sich Andy García für seine Heimat Kuba ein und unterstützt den demokratischen Wandel.

Susanne Daubner

Susanne Daubner, 2010.

Viele Menschen sind unter dramatischen Umständen aus der DDR geflohen - darunter auch einige Prominente. Eine von ihnen ist "Tagesschau"-Sprecherin Susanne Daubner, die in Halle (Sachsen-Anhalt) geboren wurde. Sie wäre auf der Flucht aus dem Osten fast ertrunken. Etwa vier Monate vor dem Mauerfall floh sie mit einem Freund über Ungarn nach Jugoslawien. Die beiden versuchten, durch einen Grenzfluss in den Westen zu kommen -  sechs Stunden lang wurden sie im Hochwasser abgetrieben. "Wir waren beide aktiv im Schwimmsport tätig - sonst wären wir wahrscheinlich ertrunken", erzählte Daubner, die sich schließlich mit dem Freund über eine unbewachte Brücke rettete.

In der DDR hatte das Ministerium für Staatssicherheit erfolglos versucht, Daubner anzuwerben. "Das Maß an Kompromissen, die ich eingegangen war, war aufgebraucht", erklärte sie später ihre Flucht.

Rita Ora

Die britische Sängerin Rita Ora am 12.11.2015 zur 67. Bambi-Verleihung in Berlin.

Die Sängerin Rita Ora kam 1990 im Kosovo zur Welt, kurz bevor die Jugoslawien-Kriege ausbrachen. Ihre Familie musste ums Überleben kämpfen und so floh sie noch vor Oras erstem Geburtstag nach London. Einem britischen Sender sagte sie: "Als Flüchtling willst du nicht hören: 'Hau ab!' Du willst doch nur, dass dir die Menschen helfen." Später unterschrieb sie mit gerade einmal  19 Jahren ihren ersten Plattenvertrag.

24.12.2015, Quelle: Mit Material von dpa
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