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Kriminalstatistik Einbrüche auf höchstem Stand seit über 20 Jahren

VideoZahl der Einbrüche in Deutschland steigt
Ein Einbrecher schlägt eine Fensterscheibe ein.

Im Jahr 2015 verzeichnet die polizeiliche Kriminalstatistik den höchsten Stand der Wohnungseinbrüche seit mehr als 20 Jahren. Vor allem in Hamburg und Nordrhein-Westfalen ist die Rate besonders hoch.

(30.03.2016)

VideoVersicherungsschutz bei Einbruch
Elke Weidenbach und Ingo Nommsen

Wenn eingebrochen wird, zahlt die Hausratversicherung eine Entschädigung. Damit der Schadensfall reguliert wird, sollte man aber einiges beachten. Versicherungsexpertin Elke Weidenbach hat die Infos.

(03.03.2016)

VideoPolizei sucht Einbrecher-Banden
Polizisten

In Schleswig-Holstein haben die Einbruchsfälle zugenommen. Die Polizei sucht jetzt verstärkt mit Kontrollen nach den Tätern.

(02.02.2016)

Ein Einbruch in die eigenen vier Wände - das ist ein Horror für Wohnungseigentümer und Mieter. Die Zahl der Delikte ist auf den höchsten Stand seit 23 Jahren gestiegen, im Vergleich zu 2014 um knapp zehn Prozent. Für die Gewerkschaft der Polizei gibt es einen eindeutigen Grund. 


Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist einem Bericht zufolge auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren gestiegen. Für das Jahr 2015 weise die Kriminalstatistik 167.136 erfasste Fälle aus und damit 9,9 Prozent mehr als im Jahr davor, berichtete "Die Welt" unter Berufung auf die neue Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS). So hoch lag die Zahl der Wohnungseinbrüche demnach zuletzt 1993. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wolle die Kriminalstatistik voraussichtlich im Mai in Berlin offiziell vorstellen, schreibt die Zeitung.

Polizei: Stellenabbau schuld

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) führt den Anstieg bei Wohnungseinbrüchen auf Personalabbau bei der Polizei zurück. "Die Polizei ist gezwungen, sich aus der Fläche zurückzuziehen. Deshalb hat die Polizei schon Reviere schließen müssen", sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek. Seit 2005 stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche laut GdP um rund 52 Prozent - durchschnittlich geschehe alle drei Minuten ein Einbruch.

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"Wir brauchen dringend die Einrichtung eines Länderübergreifenden Vorgangsbearbeitungssystems, das recherchefähig sein muss", sagte der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt. Die Behörden müssten besser gegen kriminelle Banden vorgehen, die in mehreren Bundesländern aktiv seien.

Die Zahl aller in Deutschland polizeilich erfassten Straftaten wuchs im vergangenen Jahr gegenüber 2014 um 4,1 Prozent auf insgesamt 6,33 Millionen, wie die Zeitung unter Verweis auf die Kriminalstatistik weiter berichtet. Die Aufklärungsquote betrage 56,3 Prozent - eine Verbesserung um 1,4 Prozentpunkte. Der Statistik zufolge handelte es sich bei fast 40 Prozent aller Straftaten um Diebstähle. Hohe Zuwachsraten seien etwa auch beim Laden- (plus 7,1 Prozent) und beim Taschendiebstahl (plus 7 Prozent) verzeichnet worden.

Wohnungseinbrüche

Zahlen aus den Ländern

Fenster nach Einbruch

 

Land                     

Fälle 2014 

Fälle 2015

Zu-/Abnahme 

in %

Baden- Württemberg

13.483

12.255

-1.228

-9,1

Bayern

8.210

7.480

-730

-8,9

Berlin

12.159

11.815

-344

-2,8

Brandenburg

2.306

2.639

+333

+14,4

Bremen

3.057

3.544

+487

+15,9

Hamburg

7.490

9.006

+1.516

+20,52

Hessen

10.978

11.595

+617

+5,6

Mecklenburg-Vorpommern

1.530

 

 

 

Niedersachsen

14.655

16.575

+1.921

+13,11

NRW

52.794

62.362

+9.568

+18,1

Rheinland-Pfalz

5.819

 

 

 

Saarland

2.485

2.437

-48

-1,9

Sachsen

3.869

 

 

 

Sachsen-Anhalt

2.598

2.795

197

+7,6

Schleswig-Holstein

8.456

9.383

+927

+12,3

Thüringen

1.992

2.517

+525

+26,4

 

 

 

 

 

(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik, LKA)

30.03.2016, Quelle: dpa
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