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Flüchtlingspolitik Schweden will Tausende Asylbewerber ausweisen

BildFlüchtlinge in Schweden
Flüchtlingsunterkunft in Schweden

(Quelle: reuters)

VideoGrenzkontrollen am Öresund
Grenzkontrollen

Fast 10.000 Flüchtlinge kamen letzten Herbst pro Woche nach Schweden. Dort wurden vorübergehend Grenzkontrollen eingeführt. Die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden wird jetzt zur Barriere.

(21.01.2016)

VideoRegeln für leichtere Ausweisung
Innenminister de Maizière (CDU)

Die Koalition will die Ausweisung straffällig gewordener Ausländer erleichtern. Nach den Übergriffen in Köln einigten sich Innenminister de Maizière und Justizminister Maas auf verschärfte Regelungen.

(12.01.2016)

VideoGrenzkontrollen in Nordeuropa
Grenzkontrolle an der deutsch-dänischen Grenze.

Immer mehr Staaten führen wieder Grenzkontrollen ein: Dänemark kontrolliert an der Grenze zu Deutschland und auch Schweden will wieder Pässe sehen. Ein Europa der offenen Grenzen - wie lange noch?

(04.01.2016)

Mehr als 160.000 Flüchtlinge haben in Schweden vergangenes Jahr Asyl gesucht - im Verhältnis zur Bevölkerung mehr als in vielen anderen EU-Ländern. Fast die Hälfte von ihnen soll nun wieder ausgewiesen werden, kündigte Innenminister Anders Ygemann an. 

Schweden bereitet nach Angaben einer Zeitung die Massenausweisung von Zehntausenden Asylbewerbern vor.
Anders Ygeman, Innenminister von Schweden

Anders Ygeman, Innenminister von Schweden
Quelle: dpa

"Ich glaube, dass es sich auf jeden Fall um 60.000 Personen dreht, aber es können auch bis zu 80.000 werden", zitierte  "Dagens Industri" Schwedens Innenminister Anders Ygeman.

Die Regierung habe Polizei und Migrationsbehörde den Auftrag erteilt, die Ausweisungen vorzubereiten. Bis zum Jahresende 2015 hatten mehr als 160.000 Menschen Asyl in Schweden gesucht. Nach Schätzungen der Regierung würden rund 45 Prozent von ihnen abgelehnt, hieß es.

Ygeman: "Voraussetzungen für freiwillige Rückkehr"

"Wir haben eine große Herausforderung vor uns", sagte Ygeman "Dagens Industri". "Dafür müssen wir die Ressourcen erhöhen und die Zusammenarbeit zwischen den Behörden verbessern." Zunächst wolle man gute Voraussetzungen für eine freiwillige Rückkehr der Asylbewerber schaffen. "Aber wenn wir das nicht schaffen, muss es eine Rückkehr mit Hilfe von Zwang geben", sagte er den Angaben zufolge.

Weitere Links zum Thema
Laut Regierung gebe es "ein bedeutendes Risiko", dass große Gruppen in den Untergrund verschwinden. Darauf bereite sich die Polizei etwa mit dem Ausbau der Grenzpolizei und mehr Ausländerkontrollen im Land vor. "Ich glaube, wir werden mehr Charterflugzeuge sehen, vor allem in EU-Regie", sagte Ygeman. Die Regierung verhandelt nach Angaben von "Dagens Industri" unter anderem mit Afghanistan und Marokko über die Rückkehr von Flüchtlingen aus diesen Ländern.

28.01.2016, Quelle: dpa
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