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Schüsse im Kapitol Polizei beendet Schießerei in Washington

BildRettungskräfte vor Kapitol
Rettungskräfte sammeln sich nach einer Schießerei vor dem Kapitol in Washington

Nach Schüssen im Kapitol sammeln sich am Montag Rettungskräfte vor dem Gebäude in Washington.

(Quelle: reuters)

VideoWashington: Schüsse im Kapitol
Abgesperrtes Kapitol mit Sicherheitskräften und Krankenwagen davor.

In der US-Hauptstadt sind das Weiße Haus und das Kapitol gesperrt worden, nachdem Schüsse im Besucherzentrum des Kapitols gefallen waren. Getötet wurde niemand. Der Täter wurde festgenommen.

(28.03.2016)

Im Kapitol ist es am Montagabend zu einer Schießerei gekommen. Ein Mann hatte im Besucherzentrum aus einer Waffe gefeuert. Die Polizei überwältigte den Schützen und nahm ihn fest. Tote gab es keine. Angaben zur Identität des Mannes machte die Polizei zunächst nicht.  

Sie gehe aber nicht von einem Terrorakt aus, sagte Polizeichef Matthew Venderosa auf einer Pressekonferenz. "Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass es mehr war als eine kriminelle Tat." Der Mann sei der Polizei bereits bekannt gewesen.

Polizei gibt rasch Entwarnung

Nach Angaben der Polizei schlugen die Metalldetektoren aus, als der Verdächtige durch die Sicherheitskontrolle ging. Daraufhin habe der Mann seine Waffe gezogen, sagte Venderosa. Polizeibeamte hätten daraufhin auf den Mann geschossen und ihn verletzt. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er operiert wurde. Auch eine Frau, die in der Nähe stand, wurde durch Splitter verletzt.

Nach der Festnahme gab die Polizei via Twitter Entwarnung. In einem Tweet sprach sie von einem "isolierten Vorfall". Es bestehe keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit.

Viele Menschen im Regierungsviertel

Die Abgeordneten des Kongresses, der seinen Sitz im Kapitol hat, befanden sich am Montag noch in der Osterpause. Angestellte und Journalisten wurden nach Bekanntwerden des Zwischenfalls aufgefordert, sich im Gebäude zu verstecken und ihre Büros nicht zu verlassen. Auch das nahe Weiße Haus wurde zwischenzeitlich abgesperrt, nach der Festnahme aber wieder aufgehoben.

Einsatzfahrzeuge riegelten auch die Straßen rund um das Kapitol ab. Rund um die Regierungsgebäude hielten sich am Ostermontag viele Touristen auf. Im Weißen Haus hatte die Präsidentenfamilie kurz vor der Schießerei Tausende Kinder für das traditionelle Ostereier-Schieben auf dem Rasen des Weißen Hauses begrüßt. 

28.03.2016, Quelle: ap, dpa, reuters
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