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merkzettel

Iranisches Kino Berlinale: Schauplatz für verbotene Filme

BildA Dragon Arrives!
Ehsan Goudarzi in einer Szene des Films "A Dragon Arrives!"

Szene aus dem Film "A Dragon Arrives!" des iranischen Regisseurs Mani Haghighi.

(Quelle: dpa)

VideoDieter Kosslick im Interview
Screenshot

Wie geht es im Moment den Kulturschaffenden in Iran? Berlinale-Chef Dieter Kosslick hat das Land mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und einer Kulturdelegation besucht. Ein Interview ...

(28.10.2015)

Im eigenen Land auf dem Index, bei der Berlinale ausgezeichnet: Iranische Filme haben in den vergangenen Jahren Zeichen gesetzt. Auch diesmal sind bei dem Filmfestival zwei Regiearbeiten dabei, die in Iran "verbotsverdächtig" sind. 

Die iranischen Kulturbehörden sehen es gar nicht gerne, wenn in Iran verbotene Filme im Ausland gefeiert werden. Richtig sauer werden sie aber, wenn jemand Arbeitsverbot hat, trotzdem heimlich Filme macht und für diese dann zweimal bei einem internationalen Filmfestival ausgezeichnet wird.

Goldener Bär und Arbeitsverbot

Das passierte bei der Berlinale, wo Jafar Panahi 2013 mit dem Film "Geschlossener Vorhang" den Silbernen Bären für das beste Drehbuch und 2015 mit "Taxi Teheran" sogar den Goldenen Bären gewann. Panahi darf wegen einer politischen Verurteilung bis 2030 nicht arbeiten, das Land nicht verlassen und nicht mal mit der Presse reden.

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Daher gab es letztes Jahr auch große Aufregung um den ersten Preis für Panahis "Taxi Teheran". "Illegales Taxi fährt nach Berlin", schrieb das Kulturinstitut Aviny. Kritik kam auch aus dem Kultusministerium. "Die Berlinale stand mal für Kultur und Kunst, jetzt aber hören wir immer wieder die lauten Schritte der Politik", sagte der Kinobeauftragte Hodschatollah Ajubi.

Im Visier der Zensurbehörde

Auch dieses Jahr nehmen wieder zwei Filmemacher aus dem Iran an der Berlinale teil, deren Filme schon im Vorfeld kontrovers sind. Mani Haghighi ist mit "Ejhdeha Vared Mishavad!" ("A Dragon Arrives!") im Wettbewerb, Reza Dormishian mit "Lantouri" in der Panorama-Reihe vertreten.

Medienangaben zufolge geht es in Haghighis fünftem Spielfilm um ein Geheimnis auf einer Insel am Persischen Golf. Dort durften einst die Einwohner ihre Toten auf dem hiesigen Friedhof nicht begraben. Als einer der Einwohner es trotzdem tut, gibt es auf der Insel ein verheerendes Erdbeben. Der Drache kommt. Durch Tagebücher eines ermordeten politischen Gefangenen versucht ein Detektiv, hinter das Geheimnis zu kommen.

In Haghighis Film spielen angeblich auch Personen, die in Iran als Dissidenten und als Persona Non Grata gelten. Deswegen sollen die Szenen mit diesen Personen zensiert werden. Bis jetzt hat sich die Zensurbehörde bei Haghighi noch nicht gemeldet. "Aber was nicht ist, kann ja noch werden", sagte er der Nachrichtenagentur ISNA.

Die Jury der Berlinale 2016 
  • Meryl Streep

    Meryl Streep (66) Präsidentin der Jury. Ihre Karriere begann die Schauspielerin noch während des Studiums, damals im Theater. Heute ist sie eine der -wenn nicht die - am häufigsten ausgezeichnete Schauspielerin ihrer Generation. Sie hat allein drei Oscars im Regal stehen und wurde bislang 19 mal für den Oscar nominiert, unter anderem auch für "Der Teufel trägt Prada" (2006), in dem sie die egomanischen Chefredakteurin Miranda Priestly spielte. Dafür erhielt sie einen ihrer acht Golden Globes - für diesen Preis der Hollywood Foreign Press Association wurde sie 29 mal nominiert.

  • Lars Eidinger

    Lars Eidinger (40): Der Film- und Theaterschauspieler ("Tatort", "Hamlet") hatte sich zunächst als Ensemble-Mitglied der Berliner Schaubühne einen Namen gemacht. Mit dem Film "Alle anderen" von Maren Ade gewann er 2009 den Silbernen Bären. Für die ARD-Produktion "Verhältnisse" wurde er 2010 als bester Hauptdarsteller für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.

  • Clive Owen

    Clive Owen (51): Der Brite ("Inside Man", "The International", "King Arthur") begann seine Karriere als Theaterschauspieler in London, wo er in einigen Shakspeare-Stücken mitwirkte. Dort verliebte er sich als Romeo tatsächlich in seine Julia, Sarah-Jane Fenton, mit der er mittlerweile verheiratet ist. Owen bekam einen Golden Globe für die Rolle des brutal-subtilen Larry in der Verfilmung von "Hautnah".

  • Brigitte Lacombe

    Brigitte Lacombe: Die französiche Fotografin lebt in New York. Ihre Bilder sind unter anderem in Promi- und Modezeitschriften wie "Vanity Fair" oder "Vogue", aber auch in "The Financial Times" und "The New York Times Magazine" zu sehen. Lacombe fotografiert auch regelmäßig die Dreharbeiten von Regisseuren wie Martin Scorsese ("Wolf of Wall Street") oder Alejandro González Iñárritu ("The Revenant"). 

  • Alba Rohrwacher

    Alba Rohrwacher (36):  Die Tochter eines deutschen Vaters und einer italienischen Mutter gab 2004 mit dem italienischen Film "L’amore ritrovato" von Carlo Mazzacurati ihr Leinwanddebüt. Rohrwacher wurde zweimal mit dem italienischen Filmpreis David di Donatello ausgezeichnet, als European Shooting Star wurde sie 2009 auf der Berlinale geehrt. 

  • Malgorzata Szumowska

    Malgorzata Szumowska (42): Die polnische Filmemacherin ist Preisträgerin mehrerer internationaler Auszeichnungen. Sie gewann für ihre Regiearbeit in "33 Szenen aus dem Leben" den Silbernen Leoparden beim Filmfestival in Locarno in der Schweiz. Bei der Berlinale war sie bereits mit zahlreichen Filmen wie "Das bessere Leben" oder "Body", vertreten.

  • Nick James

    Nick James: Der Brite ist Filmkritiker, Autor und Kurator aus Großbritannien. Seit 1997 ist er Redakteur des Filmmagazins "Sight & Sound". Seine Artikel zu Film, Kunst und Literatur erschienen unter anderem in englischen Zeitungen wie "The Guardian" oder "The Observer". 2002 veröffentlichte er mit "Heat" sein Buch über den gleichnamigen Film von Michael Mann.

Tabuthemen - furchtlos verfilmt

In Dormishians Film verliebt sich ein Mitglied der Erpresser-Gang "Lantouri" in eine Journalistin, die aber nichts von ihm wissen will. Daraufhin schüttet er ihr Säure ins Gesicht. Das Gesicht der jungen Frau ist entstellt und sie erblindet. Nach islamischem "Auge-um-Auge-Prinzip" hat sie das Recht auf direkte Vergeltung. Sie will dieses Recht wahrnehmen und ihren Peiniger auch mit ätzender Flüssigkeit blenden.

Der dritte Film des jungen Regisseurs basiert auf einer wahren Gesichte. Im Jahr 2004 schüttete ein verschmähter Verehrer der damals 26-jährigen Ameneh Bahrami Säure ins Gesicht. Die daraufhin erblindete Frau hatte das Recht auf direkte Vergeltung, auf die sie aber verzichtete. Der Fall sorgte damals für viel Aufregung in Iran. "Man fragte sich, ob man dem brutalen Täter wirklich das gleiche entsetzliche Schicksal wünscht wie das des Opfers?", so eine iranische Rechtsanwältin über den Fall Bahrami.

"Absolut tabu"

Auch der 34-jährige Dormishian gehört nicht gerade zu den Lieblingsregisseuren des Kultusministeriums. Sein 2014 auch auf der Berlinale aufgeführter Film "Ich bin nicht wütend" ist in Iran immer noch verboten. Er handelt von den politischen Unruhen nach der angeblich manipulierten Präsidentschaftswahl 2009, die zur Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad führte. "Diese Ära ist ein wunder Punkt für das Establishment und als Spielfilm daher absolut tabu", sagt ein Filmkritiker in Teheran.

Zwei weitere iranische Filme laufen im Generation-Programm für Kinder und Jugendliche. "Royahaye Dame Sobh" (Starless Dreams) von Mehrdad Oskouei ist ein Dokumentarfilm über ein Rehabilitationszentrum für Mädchen im Iran. Dort sollen die wegen Mord, Raub oder Drogenhandel verurteilten jungen Mädchen ins Leben zurückfinden.

"Valderama" von Abbas Amini (Iran) schildert die Geschichte eines Waisenjungen aus der Provinz. Der Junge, der seine Haare wie sein kolumbianisches Fußball-Idol Carlos Valderrama trägt, versucht in der Hauptstadt Teheran ein neues Leben zu beginnen.

Gedämpfte Freude über Bären 

Präsident Hassan Ruhani hat mit dem Atomabkommen für ein Ende der internationalen Isolierung des Landes gesorgt. Aber die innen- und besonders kulturpolitischen Erwartungen konnte er noch nicht erfüllen. Daher konnte sich auch Panahi über seine beiden Bären nicht so richtig freuen. Der 55-Jährige wäre nach eigenen Worten glücklicher, wenn er anstatt internationale Preise für heimlich gedrehte Filme zu bekommen, wieder im Iran vernünftig arbeiten könnte.

Ähnliche Kritik an Ruhani kommt auch von der seit 2009 im Exil lebenden iranischen Friedensnobelpreisträgern Schirin Ebadi. "Ich hoffe, dass nach der Versöhnung mit der Außenwelt, nun auch eine Versöhnung mit dem iranischen Volk folgen wird", erklärte sie Mitte Januar in einem Schreiben an den Präsidenten.

Wettbewerb um den Goldenen Bären

Berlinale 2016

Nadine Krüger

Die Berlinale ist für Kinogänger das größte Publikumsfestival der Welt. Jedes Jahr werden etwa 300.000 Eintrittskarten verkauft. Wichtigster Preis ist der Goldene Bär für den besten Film im Wettbewerb. Die Jurypräsidentin der 66. internationalen Filmfestspiele in Berlin ist Hollywood-Star Meryl Streep ("Jenseits von Afrika", "Der Teufel trägt Prada"). Im Wettbewerb konkurrieren 18 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären. Weitere Werke laufen außer Konkurrenz und in der Special-Reihe. 19 Filme erleben ihre Weltpremiere auf dem Festival.

Die Filme im Wettbewerb

Bären
  • "Alone in Berlin" (Jeder stirbt für sich allein) von Vincent Perez (Deutschland, Frankreich, Großbritannien)
  • "Boris sans Béatrice" (Boris without Béatrice) von Denis Côté (Kanada)
  • "Cartas da guerra" (Letters from War) von Ivo M. Ferreira (Portugal)
  • "Ejhdeha Vared Mishavad!" (A Dragon Arrives!) von Mani Haghighi (Iran)
  • "Fuocoammare" (Fire at Sea) von Gianfranco Rosi (Italien, Frankreich)
  • "Genius" von Michael Grandage (Großbritannien, USA)
  • "Hele Sa Hiwagang Hapis" (A Lullaby to the Sorrowful Mystery) von Lav Diaz (Philippinen, Singapur)
  • "Kollektivet" (The Commune) von Thomas Vinterberg (Dänemark, Schweden, Niederlande)
  • "L’avenir" (Things to Come) von Mia Hansen-Løve (Frankreich, Deutschland)
  • "Midnight Special" von Jeff Nichols (USA)
  • "Quand on a 17 ans" (Being 17) von André Téchiné (Frankreich)
  • "Smrt u Sarajevu / Mort à Sarajevo" (Death in Sarajevo) von Danis Tanović (Frankreich, Bosnien und Herzegowina)
  • "Zjednoczone Stany Miłosci" (United States of Love) von Tomasz Wasilewski (Polen, Schweden)
  • "Zero Days" von Alex Gibney (USA)
  • "24 Wochen" von Anne Zohra Berrached (Deutschland)
  • "Chang Jiang Tu" (Crosscurrent) von Yang Chao (China)
  • "Inhebbek Hedi" von Inhebbek Hedi (Tunesien, Belgien, Frankreich)
  • "Soy Nero" von Rafi Pitts (Deutschland, Frankreich, Mexiko)

Außer Konkurrenz

Berlinale
  • "Mahana" (The Patriarch) von Lee Tamahori, mit Temuera Morrison, Akuhata Keefe, Nancy Brunning, Jim Moriarty, Regan Taylor, Maria Walker (Neuseeland)
  • "Saint Amour" von Benoît Delépine und Gustave Kervern, mit Gérard Depardieu, Benoît Poelvoorde, Vincent Lacoste, Céline Sallette (Frankreich, Belgien)
  • "Chi-Raq" von Spike Lee, mit Nick Cannon, Wesley Snipes, Teyonah Parris, Jennifer Hudson, Angela Bassett, John Cusack, Samuel L. Jackson (USA)
  • "Des nouvelles de la planète Mars" (News from planet Mars) von Dominik Moll, mit François Damiens, Vincent Macaigne, Veerle Baetens, Jeanne Guittet, Tom Rivoire (Frankreich, Belgien)
  • "Hail, Caesar!" von Joel und Ethan Coen, mit George Clooney, Scarlett Johansson, Channing Tatum, Josh Brolin, Jonah Hill, Doph Lundgren, Robert Picardo (USA / Großbritannien)

Berlinale Special

65. Berlinale
  • "A Quiet Passion" von Terence Davies, mit Cynthia Nixon, Jennifer Ehle, Keith Carradine, Jodhi May, Catherine Bailey, Emma Bell, Duncan Duff (Großbritannien, Belgien)
  • "Creepy" von Kiyoshi Kurosawa, mit Hidetoshi Nishijima, Yuko Takeuchi, Teruyuki Kagawa, Haruna Kawaguchi, Masahiro Higashide (Japan)
  • "Den allvarsamma leken" (A Serious Game) von Pernilla August, mit Sverrir Gudnason, Karin Franz Körlof, Liv Mjönes, Michael Nyqvist, Mikkel Boe Følsgaard (Schweden, Dänemark, Norwegen)
  • "Miles Ahead" von Don Cheadle, mit Don Cheadle, Ewan McGregor, Emayatzy Corinealdi, LaKeith Lee Stanfield, Michael Stuhlbarg (USA)
  • "National Bird" (Dokumentarfilm) von Sonia Kennebeck (USA)
  • "The Music of Strangers: Yo-Yo Ma and the Silk Road Ensemble" (Dokumentarfilm) von Morgan Neville (USA)
  • "Where To Invade Next" (Dokumentarfilm) von Michael Moore (USA)
  • "The Seasons in Quincy: Four Portraits of John Berger" (Dokumentarfilm) von Colin MacCabe, Christopher Roth, Bartek Dziadosz, Tilda Swinton (Großbritannien)

Eine kleine Berlinale-Chronologie

Berlinale

Die Berlinale feiert ihre 66. Ausgabe. Sie entwickelte sich vom "Schaufenster des Westens" im Nachkriegsdeutschland zu einem der wichtigsten Filmfestivals der Welt.

  • 1951: Start im Titania-Palast mit Alfred Hitchcocks "Rebecca".
  • 1970: Erstmals in der Berlinale-Geschichte wird der Wettbewerb abgebrochen. Auslöser ist der Film "o.k." des deutschen Regisseurs Michael Verhoeven. Es geht um die Vergewaltigung eines Mädchens durch US-Soldaten - das erhitzt zu Zeiten des Vietnamkriegs die Gemüter.
  • 1986: Jury-Präsidentin Gina Lollobrigida versucht vergeblich, die Auszeichnung des RAF-Films "Stammheim" von Reinhard Hauff mit dem Goldenen Bären zu verhindern.
  • 2000: Die Berlinale zieht aus dem alten Westen an den Potsdamer Platz.
  • 2001: Dieter Kosslick folgt als Festivalchef auf Moritz de Hadeln. Kosslicks Vertrag wird 2014 bis 2019 verlängert.
  • 2004: Fatih Akin gewinnt mit "Gegen die Wand" den Goldenen Bären.
  • 2015: Der iranische Film "Taxi" von Jafar Panahi  wird mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Karten und Promis

Berlinale: Anstehen für Tickets

Mehr als 400 Filme werden an elf Tagen in Dutzenden Kinosälen gezeigt. Karten gibt es drei Tage vor den Vorstellungen etwa am Potsdamer Platz oder im Kino International, im Internet oder an den Tageskassen der Kinos. Sie kosten von vier Euro für das Kinderprogramm bis 14 Euro für den Wettbewerb. Etwa 100.000 Besucher werden in der Stadt erwartet, dazu noch 20.000 Fachbesucher.

Promi-Gucken geht am besten rund um den Potsdamer Platz. Selfie- und Autogrammchancen gibt es am roten Teppich vor dem Festivalpalast. Offen für jedermann ist auch die Lounge vor dem Berlinale-Palast: Auf der Gästeliste steht Filmprominenz wie Doris Dörrie, Jasmin Tabatabai, Senta Berger und Tom Schilling.

Soziale Berlinale

Berlinale: Solidarität mit dem iranischen Regisseur Panahi

Das Festival versteht sich als besonders politisch und setzt sich zum Beispiel für verfolgte Filmemacher in Iran ein. In der Reihe Kulinarisches Kino geht es traditionell nicht nur um gutes Essen, sondern auch um den Kampf für faire Lebensmittel. Erstmals wirbt die Berlinale um Spenden - für das Beratungszentrum für Folteropfer. Gemeinnützige Berliner Organisationen waren vom Festival eingeladen, Ehrenamtliche zu nennen, die als Paten zusammen mit Flüchtlingen Berlinale-Vorstellungen besuchen möchten.

11.02.2016, Quelle: Farshid Motahari, dpa
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