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US-Präsidentschaftswahl Sanders hat noch Chancen gegen Clinton

BildBernie Sanders
Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten - Bernie Sanders - spricht während einer Wahlkampfveranstaltung.

Bei den Vorwahlen der US-Demokraten in den Bundesstaaten Washington und Alaska hat der linksgerichtete Senator Bernie Sanders deutliche Siege über die frühere Außenministerin Hillary Clinton errungen.

(Quelle: ap)

VideoPorträt: Bernie Sanders
Bernie Sanders

Bernie Sanders kämpft gegen den Einfluss des großen Geldes in der US-Politik, für mehr Volksnähe. Über Stärken, Schwächen und Chancen des Demokraten im Präsidentschaftswahlkampf.

(29.02.2016)

VideoUS-Experte: "Sanders ähnlich wie Trump"
Josef Braml von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Ähnlich wie der Erfolg von Donald Trump sei auch derjenige des Sozialisten Bernie Sanders Ausdruck des Protests in den USA, sagt Josef Braml von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

(02.02.2016)

VideoTV-Duell: Clinton gegen Sanders
Hillary Clinton und Bernie Sanders liefern sich bisher in den US-Vorwahlen der Demokraten ein spannendes Rennen.

Hillary Clinton und Bernie Sanders liefern sich bisher in den US-Vorwahlen der Demokraten ein spannendes Rennen. Nun trafen die Ex-First-Lady und der 74-Jährige in einer TV-Debatte aufeinander.

(05.02.2016)

Bernie Sanders bleibt im Vorwahlrennen an Hillary Clinton dran - wenn auch mit großem Abstand. Seine Siege in Alaska, Washington und nun auch Hawaii geben dem Senator viel Auftrieb. Sein Erfolg zeigt Clintons Schwachstellen innerhalb der Partei auf. 

US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat sich bei den Vorwahlen der Demokraten in Alaska, Washington und Hawaii gegen seine Rivalin Hillary Clinton durchgesetzt. Damit konnte der Senator von Vermont im Kampf um die innerparteiliche Kandidatenkür zur früheren Außenministerin etwas aufschließen, liegt jedoch immer noch weit zurück. Seine jüngsten Erfolge feierte er dennoch als Startschuss für eine Aufholjagd.

Sanders siegt zumeist bei der weißen Bevölkerung

Sanders (74) hat inzwischen 15 Vorwahlsiege auf dem Konto. Erfolg hatte der Senator bisher zumeist in den Staaten mit überwiegend weißer Bevölkerung und bei Caucuses, zu denen tendenziell besonders aktive liberale Demokraten kommen. Breiten Rückhalt genießt Sanders vor allem unter Jungwählern, seine Kundgebungen ziehen oft begeisterte Menschenmengen an.

Bei den letztlich entscheidenden Delegiertenstimmen hat Clinton allerdings klar die Nase vorn. Bisher hat sie 1.228 Wählmänner und Wahlfrauen, Sanders 947. Noch höher würde Clintons Vorsprung ausfallen, zählte man schon jetzt die sogenannten Superdelegierten hinzu: Danach verfügt sie über 1.703 und Sanders über 985. Was aber rein spekulativ wäre, denn die Superdelegierten können sich beim Parteitag im Sommer nach Gutdünken für einen Kandidaten entscheiden. Für die Nominierung sind bei den Demokraten 2.383 Delegierte nötig.

Sanders gibt sich kämpferisch

Sanders gab sich bei einem Auftritt im Staat Wisconsin dennoch optimistisch. Seine Siege im Westen der USA würden ihn auf die Erfolgsspur führen, erklärte er vor Anhängern in der Stadt Madison. Dazu verwies Sanders auf seine letzten Vorwahlerfolge in Utah und Idaho. "Lasst euch von keinem einreden, dass wir die Nominierung oder die Hauptwahl nicht gewinnen können. Wir werden beides tun", schärfte Sanders seinen Unterstützern ein.

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Allerdings müsste der Senator nach Analysen der Nachrichtenagentur AP mehr als 67 Prozent der Delegierten bei verbleibenden Vorwahlen sowie der ungebundenen Superdelegierten gewinnen.

Am Samstag holte Sanders bisher mindestens 27 Wahlmänner und Wahlfrauen, Clinton mindestens fünf. Der Staat Washington war die größte Trophäe: Dort gab es 101 Delegierte zu vergeben. Die Demokraten weisen Bewerbern die Delegiertenstimmen proportional zu; somit kann sich auch der Verlierer einer Vorwahl einen Anteil sichern.

Kandidaten der Demokraten

Hillary Clinton

Hillary Clinton - Aufnahme vom 28.08.2015

Clinton galt als klare Favoritin für die demokratische Präsidentschaftskandidatur. In die Kritik geriet die 68-Jährige jedoch wegen der Nutzung einer privaten E-Mail-Adresse in ihrer Funktion als US-Außenministerin. Und ihr Wahlkampf will nicht so recht in Schwung kommen - Clinton fliegen die Sympathien nicht zu. Sie will die Kandidatin des einfachen Volkes sein, doch das sieht sie eher als Kandidatin des großen Geldes. Clinton wird von zahlreichen Groß-Spendern unterstützt.

Mit dem Schwerpunkt auf Familienthemen unterscheidet sich Clintons aktueller Wahlkampf von demjenigen, den sie bei ihrem ersten Kampf um das Weiße Haus im Jahr 2008 an den Tag legte. Damals war ihr besonders wichtig, ihre Erfahrenheit und Belastbarkeit herauszustellen.

Bernie Sanders

Bernie Sanders

Der unabhängige US-Senator gilt inzwischen als stärkster Konkurrent für Hillary Clinton. Er ist der Liebling der Linken bei den Demokraten und kommt auch bei einem jungen Publikum an. Seit Jahren warnt er vor einer wachsenden Kluft zwischen dem Großteil der US-Bevölkerung und den Superreichen. Besonders sorgt sich Sanders über einen übermäßigen Einfluss der Reichen auf die Politik der Vereinigten Staaten. In der Außenpolitik ist Sanders ein Gegner von US-Militäreinsätzen. Den Abschluss von Freihandelsabkommen sieht der 74-Jährige skeptisch. 

Aus dem Rennen

Martin O'Malley

Martin O'Malley (im Bild), Lincoln Chafee und Jim Webb haben ihre Kandidatur mittlerweile zurückgezogen. O'Malley war Gouverneur von Maryland und Bürgermeister von Baltimore und mit 53 Jahren der jüngste Bewerber bei den Demokraten. Chafee war früher republikanischer Gouverneur von Rhode Island und wechselte erst 2013 zu den Demokraten; Jim Webb, der ehemalige Senator des US-Bundesstaates Virginia, war auf Bundesebene eher unbekannt. 

(mit Material von afp, ap, dpa)

27.03.2016, Quelle: ap
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