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Übergriffe nach Kölner Muster BKA: Silvester-Angriffe in zwölf Bundesländern

VideoBKA zu Silvester in Köln
Silvester in Köln

Sexuelle Übergriffe auf Frauen wie in Köln soll es in der Silvesternacht laut einem BKA-Bericht in zwölf Bundesländern gegeben haben. Organisiert seien die Übergriffe demnach aber nicht gewesen.

(23.01.2016)

VideoKöln: Über 550 Anzeigen
Ein Polizeiwagen vor dem Kölner Dom.

Als Konsequenz aus der Kölner Silvesternacht soll das Ausweisungsrecht nochmals verschärft werden. Mittlerweile sind über 500 Anzeigen eingegangen.

(12.01.2016)

VideoNach Köln: Wettkampf
Bild zeigt Polizsiten vor dem Kölner Hauptbahnhof

Nach der Kölner Silvesternacht überbieten sich Politiker mit immer neuen Forderungen: schneller, weiter, härter. Das schürt hohe Erwartungen. Zu hohe Erwartungen?

(17.01.2016)

VideoDebatte um Gesetzesverschärfungen
Bundeskanzlerin Merkel bestürzt über die Vorfälle in der Silvesternacht.

Justizminister Maas rechtfertigt die Gesetzesverschärfungen nach den Vorfällen in der Silvesternacht. Betroffen sind das Sexualstrafrecht und die Abschieberegeln.

(13.01.2016)

Sexuelle Übergriffe auf Frauen wie in Köln hat es in der Silvesternacht in zwölf Bundesländern gegeben. Das geht aus einem BKA-Bericht hervor. Das Ausmaß sei sehr unterschiedlich gewesen. 

Die Informationen stammen aus einem vertraulichen Lagebericht des Bundeskriminalamts. "Es gab in dieser Nacht in mehreren Bundesländern in unterschiedlicher Form und sehr unterschiedlicher Anzahl ähnliche Delikte", sagte ein BKA-Sprecher dazu, ohne Details zu nennen.

Es geht dabei vor allem um Diebstahl und Sexualstraftaten. Die Angriffe sollen teils verabredet gewesen sein. Es gebe aber in keinem Fall Erkenntnisse zu organisierter Kriminalität.

Sexualstraftaten im öffentlichen Raum

Die meisten Anzeigen wurden bis zum Stichtag 13. Januar in Nordrhein-Westfalen erstattet - insgesamt 1.076 mit den Schwerpunkten Köln, Düsseldorf und Bielefeld. In 384 Fällen wurden sexuelle Übergriffe angezeigt, davon 116 in Kombination mit Eigentumsdelikten.

Ähnliche Vorfälle in Hamburg sind schon länger bekannt, hier gingen nach Angaben der Polizei vom Donnerstag 218 Strafanzeigen ein.

Zahlen könnten sich noch ändern

In Hessen wurden laut BKA 31 Fälle von sexueller Nötigung, Beleidigung und Diebstahl gemeldet. In Bayern gab es 27 "Antanzdiebstähle", in Baden-Württemberg 25 und in Bremen 11 - dort ohne sexuelle Belästigung. Keine derartigen Delikte seien aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gemeldet worden.

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Einzelfälle solcher Straftaten habe es auch in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gegeben. Die Ermittlungen seien allerdings nicht abgeschlossen, so dass sich die Zahlen noch ändern könnten.

In vielen Fällen schwierig

Bei den Opfern handelt es sich demnach fast ausschließlich um Frauen und bei den Tätern meistens um junge Männer im Alter zwischen 17 und 30 Jahren. In Aussagen der Opfer sei häufig von einem "südländischen" oder "arabischen" Erscheinungsbild die Rede. Eine konkrete Eingrenzung der Herkunft von Tatverdächtigen ist aber offensichtlich in vielen Fällen schwierig, sofern Täter nicht tatsächlich ermittelt wurden.

Eine pauschale Zuordnung zum nordafrikanischen Raum, wie sie nach den Übergriffen von Köln in der Öffentlichkeit teilweise erfolgte, wird in dem Bericht nicht bestätigt.

23.01.2016, Quelle: afp, dpa
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