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merkzettel

Blizzard in den USA New York schrammt an Schneerekord vorbei

VideoUSA kämpfen weiter mit "Jonas"
Verschneiter  Times Square in New York am 23.01.2016

Die Menschen an der US-Ostküste kämpfen weiter mit dem Schneesturm "Jonas". Mindestens 15 Menschen sind ums Leben gekommen. In New York und Baltimore gilt ein Fahrverbot.

(24.01.2016)

VideoTote nach Blizzard
Schneechaos an der US-Ostküste

Mehrere Menschen kamen in den USA durch Blizzard Jonas ums Leben. Der Schneesturm hat in mehreren Bundesstaaten an der Ostküste ein Verkehrschaos verursacht.

(23.01.2016)

VideoSchneesturm in den USA
Im Nordosten der USA bereiten sich die Menschen auf einen heftigen Schneesturm vor. Es werden massiver Wind und bis zu 60 Zentimetern Neuschnee erwartet.

Im Nordosten der USA bereiten sich die Menschen auf einen heftigen Schneesturm vor. Es werden massiver Wind und bis zu 60 Zentimetern Neuschnee erwartet.

(22.01.2016)

Im Osten der USA erholen sich die Menschen nur langsam von Wintersturm "Jonas". In Washington und New York kämpfen immer noch Millionen mit den Schneemassen. "Das ist eines jener Ereignisse, die Generationen prägen, von denen deine Eltern erzählen, wie schlimm es war", sagt ein Meteorologe. 

Der Sturm hatte vor allem New York und Washington mit bis zu 90 Zentimetern Neuschnee und orkanartigen Winden in seinen eisigen Griff genommen. Auf glatten Straßen, beim Schneeräumen und durch Unterkühlung kamen mindestens 18 Menschen um. Für bis zu 240.000 Bewohner von North Carolina, New Jersey und Virginia fiel der Strom aus.

Tausende Flüge gestrichen

Obwohl kaum noch jemand fahren sollte, gab es Tausende Unfälle. Rund 7.000 Flüge wurden gestrichen, und auch am Sonntag sollten die Flughäfen in Washington noch geschlossen bleiben. Selbst Verteidigungsminister Ashton Carter konnte wegen des Sturms nicht mit seiner Dienstmaschine in Washington landen, sondern musste nach Florida ausweichen.

Schon vorab hatte der Nationale Wetterdienst gemutmaßt, dass der Sturm regional zu den mächtigsten seit Beginn der Aufzeichnungen gehören und Schäden für bis zu eine Milliarde Dollar verursachen könnte. Blizzard-Experte Paul Kocin urteilte dann: "Das ist wie ein Schneesturm der Top 10."

Öffentliches Leben kommt zum Erliegen

Die rund 80 Millionen Menschen in den betroffenen US-Staaten wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. "Das ist eines jener Ereignisse, die Generationen prägen, von denen deine Eltern erzählen, wie schlimm es war", sagte Meteorologe Ryan Maue, der sogar in Florida noch Schnee abbekam.

Viel dramatischer war es jedoch weiter nördlich an der Ostküste. In der Region um die Hauptstadt Washington fielen bis zu 76 Zentimeter Schnee - noch deutlich mehr als erwartet. Auf dem Land in West Virginia waren es sogar mehr als ein Meter. Die U-Bahn, Schulen, Behörden und sogar die US-Regierung machten schon am Freitag dicht. Präsident Barack Obama harrte im Weißen Haus aus, wie sein Sprecher betonte.

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New York schrammte knapp an einem Schneerekord vorbei: Im Central Park wurden 68,1 Zentimeter gemessen, der zweithöchste Wert seit 1869. Nur im Februar 2006 fiel mit 68,3 Zentimetern ein Hauch mehr. Gegen 22 Uhr am Samstagabend hörte der Schneefall in Manhattan schließlich auf. Die Behörden beschworen die Bürger trotzdem, in ihren Häusern zu bleiben, damit die Schneeräumer die weißen Massen wegschieben konnten.

Nur langsam zurück ins normale Leben

Die Metropole, die der Legende nach niemals schläft, sah aus wie eine Geisterstadt. Der Broadway war dunkel, und Rockstar Bruce Springsteen sagte für Sonntag ein Konzert im Madison Square Garden ab. In Washington sah es ähnlich aus: gähnende Leere an den beliebten Monumenten und Touristenorten.

Mittlerweile haben Millionen Menschen damit begonnen, sich ihren Weg durch die Schneemassen zu bahnen und ihr normales Leben wieder aufzunehmen. New York hob am Sonntagmorgen (Ortszeit) sein totales Fahrverbot auf, der zeitweise völlig eingestellte öffentliche Nahverkehr lief langsam wieder an.

Was ist ein Blizzard?

Schneestürme mit Temperaturstürzen

Schneesturm an der US-Ostküste

In Nordamerika werden heftige Schneestürme mit starken Temperaturstürzen Blizzards genannt. Nach der Definition der US-Wetterbehörde NOAA sorgt bei einem Blizzard Wind mit mehr als 56,3 Kilometern (35 Meilen) in der Stunde mindestens drei Stunden lang bei starkem Schneefall für Sichtbehinderungen. Kaltluft aus den arktischen Regionen Kanadas strömt dabei am Rand von Tiefdruckgebieten nach Süden. Bei oftmals minus 35 Grad Celsius lässt der Blizzard unter einem Schnee- und Eispanzer auch weite Teile der USA erstarren und bringt dort das öffentliche Leben zum Erliegen.

In Deutschland sprechen Meteorologen von einem Schneesturm, wenn heftiger Wind mit mehr als 75 Kilometern in der Stunde von starkem Schneefall begleitet wird. Die Schneemassen türmen sich bisweilen zu meterhohen Verwehungen auf. Bei einem schweren Schneesturm mit Windgeschwindigkeiten von etwa 90 bis 117 Kilometern pro Stunde bleiben mitunter nur noch wenige Meter Sicht.

(Quelle: dpa)

23.01.2016, Quelle: ap
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