24.05.2016
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merkzettel

Sorge um Chinas Wachstum Rabenschwarzer Auftakt für das Börsenjahr 2016

BildFrankfurter Börse
Frankfurter Börse - Aufnahme vom 04.01.2016

(Quelle: dpa)

Video"Denkbar schlechter Jahresauftakt"
Valerie Haller berichtet von der Frankfurter Börse.

Weltweit haben Börsen negativ auf den Kursrutsch am chinesischen Aktienmarkt reagiert. Auch der Deutsche Aktienindex habe große Verluste hinnehmen müssen, so ZDF-Reporterin Valerie Haller.

(04.01.2016)

VideoChina - Der wankende Riese
Chinesische Sinnsprüche für äthiopische Arbeiter

Chinas Börsencrash hat eine unangenehme Wahrheit ans Licht gebracht. Die Wirtschaft des Landes lahmt, der Riese wankt und droht dabei auch deutsche Unternehmen mitzureißen.

(20.12.2015)

Schwache Industriedaten aus China haben am ersten Handelstag 2016 Anleger weltweit geschockt. Die große Frage: Kühlt die chinesische Konjunktur weiter ab? "Ein Traumstart ins neues Jahr sieht anders aus", so ein Händler. 

Enttäuschende chinesische Konjunkturdaten haben auch an der Wall Street am Montag für einen schwachen Jahresauftakt gesorgt. Händler sprachen von einer schlechten Stimmung unter den Anlegern. Die Aktienindizes der New Yorker Börsen ließen jeweils mehr als zwei Prozent Federn. Die Produktionszahlen der Industrie in der Volksrepublik hatten zuvor an der Börse Shanghai Turbulenzen ausgelöst und die Zweifel am Beitrag Chinas zur Weltkonjunktur verstärkt. "Seit einiger Zeit sorgen schlechte Nachrichten aus dem Reich der Mitte bei den heimischen Anlegern für gehörige Kopfschmerzen", fasste IG-Markets-Analyst Christian Henke zusammen. "Ein Traumstart ins neue Jahr sieht anders aus", sagte ein Händler.

Dokumentation zu China

Der wankende Riese

Chinesische Sinnsprüche für äthiopische Arbeiter

Chinas Börsencrash hat eine unangenehme Wahrheit ans Licht gebracht. Die Wirtschaft des Landes lahmt, der Riese wankt und droht dabei auch deutsche Unternehmen mitzureißen. Dokumentation der ZDF-Korrespondenten Thomas Reichart und Katja Eichhorn.


Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum frühen Nachmittag 2,1 Prozent auf 17.066 Punkte nach. Dem US-Leitindex droht damit der schwächste Jahresauftakt seit 1932, als er 2,7 Prozent verloren hatte. Der breiter gefasste S&P-500 sank 2,1 Prozent auf 2002 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 2,5 Prozent auf 4.881 Stellen. Auch in Frankfurt begann das Handelsjahr mit deutlichen Abschlägen. Der Dax war noch nie so schwach in ein Börsenjahr gestartet: Der deutsche Leitindex brach am Montag um 4,3 Prozent auf 10.283,44 Punkte ein. Der EuroStoxx50 verlor ebenso wie der Nikkei-Index gut drei Prozent.

Produktion der chinesischen Industrie geschrumpft

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In der chinesischen Industrie war die Produktion im Dezember den zehnten Monat in Folge geschrumpft. Die Sorgen der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sind nicht neu: China steuert 2016 nach jahrelangem Boom auf das schwächste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert zu. Schon 2015 hatten die Zeichen für eine Konjunkturabkühlung zu Turbulenzen an den chinesischen wie auch europäischen Börsen geführt.

In Shanghai war der Handel am Montag vorzeitig beendet worden, nachdem sich die Verluste des Leitindex auf sieben Prozent aufgetürmt hatten. Diese Notbremse, ein automatischer Stopp-Mechanismus, ist erst zu Jahresbeginn in Kraft getreten. Experten fürchten, durch den plötzlichen Liquiditätsentzug sei der Ausverkauf noch verstärkt worden. Auch Chinas Währung, der Yuan, markierte mit 6,5365 Yuan zum Dollar den niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren.

Konflikt in Golfregion sorgt für Nervosität

Für Nervosität sorgte auch der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Iran, der angesichts der Hinrichtung eines prominenten schiitischen Geistlichen im sunnitischen Saudi-Arabien und des Sturms der saudi-arabischen Botschaft in Teheran einen neuen Höhepunkt erreichte. Saudi-Arabien und seine Verbündeten Bahrain und Sudan brachen die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab.

Bei den Einzelwerten brachen an der Wall Street die Aktien des Streamingdienst-Anbieters Netflix 5,9 Prozent ein. Auslöser war ein negativer Analystenkommentar. Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen zudem die Anteilsscheine des US-Elektroauto-Pioniers Tesla Motors. Das Unternehmen lieferte im vierten Quartal 17.400 Fahrzeuge aus und 50.580 im gesamten Jahr. Angepeilt hatte Tesla in den Monaten Oktober bis Dezember allerdings bis zu 19.000 Fahrzeuge. Tesla-Papiere fielen mehr als sieben Prozent.

04.01.2016, Quelle: reuters
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