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Technikmesse CES in Las Vegas Denkende Kühlschränke und Roboter-Taxen

BildTechnikmesse in Las Vegas
CES Technikmesse in Las Vegas

Neues von rund 3.600 Ausstellern auf der CES: Die Veranstalter der Technikmesse wollen dieses Jahr nicht mehr als 170.000 Besucher reinlassen, weil die CES sonst zu groß für Las Vegas wird.

(Quelle: dpa)

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Am "elektronischen Publizieren" führt kein Weg vorbei, meint Tim Renner im Interview. Der Berliner machte als Universal-Chef von sich reden, bevor er einen Radiosender und Musikverlag gründete.

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(20.11.2015)

Das "Internet der Dinge" hat sich zu einem beliebten Schlagwort der IT-Branche entwickelt. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas kann man sehen, was das bedeuten soll: Die Digitalisierung des Alltags, getrieben durch eine explosive Ausbreitung von Diensten und Geräten. 

Die IT-Industrie stellt sich auf eine rasche Digitalisierung aller Lebensbereiche ein. Der rapide sinkende Preis für die nötigen Sensoren werde die Ausbreitung vernetzter Geräte im Smarthome beschleunigen. Das prognostizierte Sean DuBravac, Chefökonom des Veranstalters CTA, zum Auftakt der Technik-Messe CES in Las Vegas.

Beim Start der ersten iPhone-Generation 2007 habe ein Beschleunigungs-Sensor noch 7 Dollar gekostet, jetzt seien es weniger als 50 US-Cent, betonte er am Montag (Ortszeit). Damit könnten immer mehr Geräte kostengünstig vernetzt werden. "Noch leben wir fast komplett in einer analogen Welt", gab DuBravac zu bedenken. Die Menschen seien zwar von digitalen Geräten umgeben, aber sie hätten noch nicht den gesamten Alltag durchdrungen.

Mit der Ausbreitung der Sensoren würden auch zunehmend Daten aus verschiedenen Geräten miteinander kombiniert, prognostizierte er. So könnte die Auswahl der Vorschläge bei einem Videostreamingdienst davon abhängen, ob der Nutzer allein zu Hause ist, wie seine Stimmung ist und von der Raumtemperatur. Dafür könnte die Technik automatisch auf Daten vernetzter Thermostate, Überwachungskameras oder Computer-Uhren zugreifen. Da verwundert es nicht, dass zum Auftakt der Messe alle möglichen Geräte von Lampen und Ventilatoren mit Smartphone-Steuerung über ein vernetztes Thermometer bis hin zu einer Kühlschrank-Kamera zu sehen sind.

Neues WLAN geht besser durch Wände

Das neue Geschäft mit dem Internet der Dinge werde auch zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor für die Branche, sagte DuBravac. Aktuell kämen 51 Prozent der Erlöse aus den fünf Produktkategorien Smartphones, Tablets, Desktop-PCs, Notebooks und Fernsehgeräte. Ihr Anteil am Gesamtgeschäft werde jedoch sinken.

Auch für die Weiterentwicklung des "Smart Home" gab es auf der CES neue Impulse: Ein neuer stromsparender WLAN-Standard soll die Heimvernetzung beschleunigen. Die Industriegruppe Wi-Fi Alliance stellte am Montag auf der CES die Norm "Wi-Fi HaLow" vor, die die Reichweite des Signals im Vergleich zu heutigen Netzen verdoppeln soll.

Damit geht die Branche ein Problem an, das Smarthome-Anwendungen bislang noch bremst: Heutige WLAN-Formate verbrauchen relativ viel Strom und die meist verwendete Ausweichlösung Bluetooth hat eine geringere Bandbreite. Das kann man zum Beispiel beim Tempo verschlüsselter Verbindungen zwischen Geräten im Haus zu spüren bekommen. WiFi HaLow, das die Versionsbezeichnung IEEE 802.11ah bekam, arbeitet im Frequenzband 900 MHz. Es soll leichter durch Wände gehen sowie für eine stabilere Verbindung sorgen.

Roboter-Taxen auf dem Weg

Ein weiteres großes Thema der Messe sind selbstfahrende Autos und Elektro-Fahrzeuge. Neue Elektrofahreuge werden in Las Vegas unter anderem von Volkswagen und General Motors (GM) erwartet. Die Opel-Mutter GM sorgte für einen Paukenschlag vor Beginn der Messe: Der Konzern will zusammen mit dem Fahrdienst Lyft ein System für Roboter-Taxen aufbauen.

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Aber auch branchenfremde Firmen drängen in den Bereich autonomes Fahren. Der Grafikchip-Hersteller Nvidia stellte zwei Automotive-Computer und eine Softwarelösung vor, mit dem sich selbstfahrende Fahrzeuge steuern und neuartige Displaysysteme im Cockpit eines Autos realisieren lassen. Die Nvidia-Systeme werden unter anderem von Audi bei der Entwicklung selbstfahrender Autos eingesetzt.

Besucherzahl übersteigt Kapazitäten

Die Messe mit rund 3.600 Ausstellern öffnet am Mittwoch für Fachbesucher und läuft bis Samstag. Die Veranstalter wollen die Besucherzahl auf 150.000 bis 170.000 drücken, weil die CES zu groß für Las Vegas wird. Im vergangenen Jahr kamen 176.000 Fachbesucher, ein plus von elf Prozent. Dieses Jahr wurden die Sicherheits-Bestimmungen verschärft, Taschen auf dem Messegelände sollen kontrolliert werden.

05.01.2016, Quelle: dpa
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