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US-Vorwahlen Sanders und Cruz machen etwas Boden gut

BildUS-Vorwahlen
US-Vorwahlen: Kandidat Bernie Sanders

Rechnet sich noch Chancen aus: US-Demokrat Bernie Sanders

(Quelle: AP)

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Super Tuesday: Triumph für Trump und Clinton

Die großen Gewinner am Super Tuesday sind Hillary Clinton und Donald Trump - diese beiden dürften, so wie es derzeit aussieht, um das Präsidentenamt kämpfen.

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(02.03.2016)

Ted Cruz und Bernie Sanders können im US-Vorwahlkampf etwas Boden gut machen: Der Republikaner und der Demokrat siegen in jeweils zwei US-Bundesstaaten, Hillary Clinton verbucht einen Triumph, Donald Trump zwei. 

Die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump haben sich bei den jeweiligen Vorwahlen ihrer Parteien in Louisiana durchgesetzt. In Kentucky siegte Trump am Samstag ebenfalls. Damit hat der führende Kandidat der Republikaner seinen zwölften Vorwahlsieg auf dem Konto, Clinton elf. Auch ihre Verfolger konnten mit Erfolgen zu den Favoriten aufschließen: Clintons Rivale Bernie Sanders und Trumps ärgster Kontrahent Ted Cruz verzeichneten jeweils zwei Vorwahltriumphe. Der republikanische Mitbewerber Marco Rubio erlebte erneut einen enttäuschenden Abend.

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Am Samstag stimmten die Republikaner in Maine, Kansas und Kentucky nach dem Caucus genannten System der Wahlversammlungen ab, in Louisiana per Primary-Verfahren. Senator Cruz hatten Umfragen in Maine und Kansas vorne gesehen, am Ende verwies er Trump dort mit klarem Vorsprung auf Platz zwei. In Kentucky verlief das Rennen Prognosen zufolge knapper: Trump kam nach Auszählung von 84,3 der Stimmen auf rund 35 Prozent, Cruz auf 31 Prozent.

"Zeugnis für einen echten Umschwung"

Sein starkes Abschneiden sah Cruz als Beweis, dass sich Konservative in den USA hinter seine Kandidatur stellten. Dies sei "ein Zeugnis für einen echten Umschwung in der Dynamik", erklärte er am Abend bei einer Kundgebung in Idaho, wo am kommenden Dienstag abgestimmt wird. Vor seinen 1.600 Zuhörern in der Stadt Coeur D'Alene gab sich der Liebling der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung zudem bürgernah und übte sich in Distanz zum politischen Establishment in Washington. Aus der Hauptstadt erschalle ein "Jaulen, ein großer Schrecken über das, was wir das Volk zusammen tun."

Als Anti-Establishment-Kandidat positioniert sich auch der führende republikanische Kandidat Trump. Den Höhenflug des umstrittenen Seiteneinsteigers beäugen führende Politiker der Republikaner mit großem Argwohn und suchen nach Wegen, ihn von der Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten fernzuhalten. Im Gespräch ist etwa aktuell eine Kampfabstimmung auf dem Parteikonvent im Sommer, wenn keiner der Kandidaten im Vorfeld genügend Delegierte erobern kann. Hintergrund ist die Sorge von Parteigranden wie Mitt Romney und John McCain, dass Trump die Republikaner als offizieller Bewerber ums Weiße Haus in eine krachende Niederlage bei der Hauptwahl im November führen würde.

Vorwahlsiege auf einen Blick

Republikaner:

  • Donald Trump: Alabama, Arkansas, Georgia, Kentucky, Lousiana, Massachusetts, New Hampshire, Nevada, South Carolina, Tennessee, Vermont, Virginia (Insgesamt mindestens 375 Delegierte)
  • Ted Cruz: Alaska, Kansas, Iowa, Maine, Oklahoma, Texas (291 Delegierte)
  • Marco Rubio: Minnesota (123 Delegierte)

Demokraten:

  • Hillary Clinton: Alabama, Arkansas, Georgia, Iowa, Lousiana, Massachusetts, Nevada, South Carolina, Tennessee, Texas, Virginia. Sie gewann auch die Vorwahl im US-Außengebiet Samoa. (1117 Delegierte)
  • Bernie Sanders: Colorado, Kansas, Minnesota, Nebraska, New Hampshire, Oklahoma, Vermont (477 Delegierte)

Rubio will weitermachen

Trump zeigte sich unbeeindruckt: "Jeder versucht herauszufinden, wie er Trump stoppen kann", sagte der Geschäftsmann auf einer Kundgebung in Orlando. Anhänger forderte er dort auf, die Hand zum Schwur zu erheben, dass sie ihn wählen würden. Vor Reportern rief Trump später seinen Kontrahenten Marco Rubio zum Rückzug aus dem Rennen auf. Der Senator von Florida hat bislang nur einen Vorwahlsieg auf dem Konto, will aber weiterkämpfen. Sein Augenmerk gilt nun dem US-Außengebiet Puerto Rico, wo am (heutigen) Sonntag gewählt wird.

Derzeit hat Trump mindestens 375 Delegierte hinter sich, Cruz 291, Rubio 123 und Ohios Gouverneur John Kasich 33. Bei den Vorwahlen am Samstag wurde 155 Delegiertenstimmen verteilt. Für die Nominierung sind bei den Republikanern 1.237 Wahlmänner und Wahlfrauen nötig. Bei den Demokraten hat Clinton nach ihrem jüngsten Erfolg 1117 Delegierte auf ihrer Seite, Sanders 477. Erforderlich sind bei ihnen 2383, um nominiert zu werden.

Sanders: Die großen Staaten kommen noch

Sanders geht trotz seines großen Rückstands bei den Delegierten mit breiter Brust in die nächsten Abstimmungen. Seine Siege in Kansas und Nebraska zeugten von der Stärke seiner Kampagne, sagte der Senator von Vermont. Jetzt gehe es um "einige sehr große Staaten, die jetzt anstehen" - etwa New York, Kalifornien, Oregon und der Staat Washington - wo er sich Siegeschancen ausrechne.

Clinton richtete den Blick indes auf Michigan, wo die Demokraten am Dienstag abstimmen. "Und das kann ich sagen: Wir werden für jede Stimme kämpfen", erklärte sie am Abend bei einer Dinnerparty in Detroit.

US-Wahl 2016: Kandidaten

Hillary Clinton (Demokraten)

Hillary Clinton

2008 unterlag sie Barack Obama in den innerparteilichen Vorwahlen. Der machte sie später zur Außenministerin. Diesmal gilt die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton als große Favoritin bei den Demokraten - auch wenn ihr Kontrahent Bernie Sanders ihr mehr zu schaffen macht, als ihr lieb sein kann. Clinton hat als einzige Bewerberin überhaupt ein politisches Profil im Ausland. Sie steht für eine Fortsetzung der Außenpolitik Obamas, einen härteren Kurs gegen die Waffenlobby und soziale Erleichterungen für Familien.

Donald Trump (Republikaner)

Donald Trump

Er wirft mit reißerischen Parolen um sich und beherrscht damit nicht nur die Schlagzeilen, sondern auch die Umfragen. Ein politisches Amt bekleidete der Immobilienunternehmer noch nie, ist aber als Parteispender in Erscheinung getreten. Er unterstützte sowohl Republikaner als auch Demokraten. Im Jahr 2000 hatte er sich für die inzwischen unbedeutende Reform-Party schon einmal zur Wahl gestellt. Der in New York lebende Investor hat fünf Kinder aus drei Ehen. Er holzt vor allem gegen Migranten aus Mexiko und will eine Mauer zwischen beiden Ländern bauen.

06.03.2016, Quelle: ap
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