28.06.2016
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Wetter Hunderte Unfälle auf spiegelglatten Straßen

VideoGefährliches Blitzeis
3D Grafik: Blitzeis

Wann bildet sich das gefährliche Biltzeis?

(22.01.2016)

VideoWinterreifen im Test
Autoreifen auf regennassem Asphalt

Auch wenn der Winter noch nicht da ist - die Temperaturen sinken und die Sommerreifen sind langsam passé. Wie passend, dass ADAC und Stiftung Warentest aktuell 35 Winterreifen getestet haben.

(25.09.2015)

Autos schleudern von den Straßen, Fußgänger fallen hin: Gefrierender Regen sorgt in mehreren Bundesländern für Rutschpartien. In den Morgenstunden erreichte er den Osten Deutschlands und führt auch dort zu Glatteis. Bundesweit gab es Hunderte Unfälle. 

Probleme gab es seit dem späten Freitagabend vor allem im Südwesten und Osten. Dutzende Menschen wurden verletzt, die meisten nur leicht. Vielerorts in Deutschland wurden nach Unfällen Autobahnen zeitweise gesperrt, Winter- und Abschleppdienste waren im Dauereinsatz. Mit Kranwagen wurden umgekippte oder in Böschungen gerutschte Lastwagen geborgen. In Stuttgart wurde ein Auto aus dem Neckar geholt. Im Zugverkehr gab es dagegen zunächst keine Probleme, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Hunderte Unfälle wegen Glatteis

Auch am Samstag wurde weiter vor glatten Straßen gewarnt. "Wer es nicht unbedingt braucht, soll sein Auto in den Vormittagsstunden stehen lassen", sagte ein Polizeisprecher in Magdeburg. Die Hauptstraßen in den Städten seien geräumt und gestreut, auf den Nebenstraßen sei es jedoch spiegelglatt, hieß es in Niedersachsen. Schnee und Regen auf gefrorenem Boden verwandelten Straßen und Gehwege vielerorts in gefährliche Rutschbahnen.

Mindestens drei Menschen seien bei Unfällen schwer, viele weitere leicht verletzt worden, teilten Polizei und Innenministerium in Baden-Württemberg am Morgen mit. Auf der A81 nahe Heilbronn krachten neun Fahrzeuge ineinander, darunter ein Sattelzug und ein Reisebus. Eine 25-Jährige erlitt schwere Verletzungen. In Stuttgart rutschte ein Auto vom Uferdamm in den Neckar. Fahrer und Beifahrer konnten sich befreien und wurden von Rettungskräften aus dem eisigen Wasser gezogen. Insgesamt wurden in Baden-Württemberg zunächst mehr als 140 Glätte-Unfälle erfasst.

Auch in anderen Regionen wurde Schnee und Blitzeis auf Autobahnen etlichen Fahrern zum Verhängnis. In Thüringen krachte es auf der A4, A9 und A71 mehrfach. Zudem sorgten quer stehende Laster zeitweise für Stau. Auf der A9 Richtung Berlin kam der Fahrer eines mit Äpfeln beladenen Lastwagens von der Fahrbahn ab. Der Lkw sei einen Abhang hinuntergerutscht und der Fahrer eingeklemmt worden, berichtete die Polizei. Auf der A71 überschlug sich ein Auto und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer wurde verletzt.

Ab Montag zweistellige Temperaturen möglich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte Blitzeis in weiten Teilen Deutschlands von Freitagabend an angekündigt. Blitzeis entsteht, wenn es nach einer winterlichen Kälteperiode wieder wärmer wird und Niederschlag als Regen auf den gefrorenen Boden trifft. In einigen Regionen schneite es zunächst noch.

Ab Mittag verabschieden sich Schnee und Regen nach Polen, Tschechien und Österreich. Die Temperatur liegt dann fast überall in Deutschland im Plus. Die kommenden Tage werden milder und wechselhaft mit Sonne, Wolken, Nebel und Regen. Schnee fällt allenfalls am Sonntag in den höchsten Lagen der östlichen Mittelgebirge. Und dann wird es noch wärmer: Ab Montag werden im Westen vielerorts zweistellige Temperaturen erreicht. Ein neuerlicher Wintereinbruch ist derzeit nicht in Sicht.

So wird das Wochenende

Samstag

Wetterkarte

Am Samstag gibt es von der Ostsee bis zu den Alpen zunächst noch Regen oder Schnee. Dabei besteht Glättegefahr! Sonst ist es meist bedeckt oder neblig-trüb, im Nordwesten sowie am Ober-Rhein gibt es auch zeitweise Sonnenschein. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 0 und 9 Grad.

Sonntag

Wetterkarte

Am Sonntag bleibt es meist bedeckt oder neblig trüb. Im Westen und im Norden fällt zeitweise Regen. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 1 und 8 Grad.

(Quelle: ZDF)

23.01.2016, Quelle: dpa, ZDF
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