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Ermittlungen gegen Fahrdienstleiter Zugunglück in Aibling: Menschliches Versagen

VideoErmittlungen gegen Fahrdienstleiter
Unglückstelle bei Bad Aibling

Nach dem Zugunfall bei Bad Aibling wird gegen einen Fahrdienstleiter wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Wie es zu dem Unfall kam, muss jedoch noch geklärt werden, so ZDF-Reporter Alexander Poel.

(16.02.2016)

VideoBad Aibling gedenkt der Opfer
Trauergottesdienst nach Zugunglück in Bad Aibling.

Nach dem Zugunglück in Bad Aibling fand heute der Trauergottesdienst zum Gedenken der Opfer statt. Bei dem Unglück kamen 11 Menschen ums Leben 80 weitere wurden verletzt. Die Ursache ist noch unklar.

(14.02.2016)

VideoAuch die Helfer brauchen Hilfe
Helfer in Bad Aibling

Das Zugunglück von Bad Aibling ist auch für die Retter eine schlimme Erfahrung. Ein Feuerwehrmann berichtet bei heute+ über seine einschneidenden Erlebnisse am Ort des Unglücks.

(11.02.2016)

VideoDritte Blackbox gefunden
ZDF-Reporterin Patricia Schäfer im Gespräch mit Carsten Rüger.

Die Suche nach der Unglücksursache in Bad Aibling geht weiter. Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler durch die Auswertung der dritten Blackbox. Diese könne Wochen dauern, so ZDF-Reporterin Schäfer.

(12.02.2016)

Das Zugunglück von Bad Aibling mit elf Toten und mehr als 80 Verletzten geht nach Angaben der Ermittler auf menschliches Versagen zurück. Gegen den Fahrdienstleiter wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Giese. 

Für technisches Versagen gibt es laut Giese keine Anhaltspunkte. Das Zugunglück sei aber nicht vorsätzlich herbeigeführt worden, hob er hervor. Hätte der Fahrdienstleiter sich "regelgemäß, also pflichtgerecht, verhalten, wäre es nicht zum Zusammenstoß gekommen".

Der betroffene Fahrdienstleister hatte sich zunächst nicht geäußert, am Montag aber sein Schweigen gebrochen. Er wurde mehrere Stunden vernommen. In Untersuchungshaft ist der Mann derzeit nicht; es liege kein Haftgrund vor, sagte Giese. Der Mann wurde in Absprache mit seinen Verteidigern an einen sicheren Ort gebracht. Es gehe ihm nicht gut, hieß es.

Nach Fehler noch Notruf abgesetzt

Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen wurde ein Sondersignal gegeben, das nicht hätte gegeben werden dürfen. Das teilten die Ermittler auf der Pressekonferenz zum Zugunglück von Bad Aibling mit. Der Fahrdienstleiter habe, als er seinen Fehler bemerkt habe, noch einen Notruf abgesetzt, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Branz. "Aber der ging ins Leere." "Es gibt keine Hinweise auf Alkohol", sagte Rosenheims Polizeipräsident Robert Kopp. Eine Atemalkoholanalyse bei dem Fahrdienstleiter habe ein Ergebnis von 0,0 ergeben.

Das Zugunglück von Bad Aibling

Der Unfallhergang

Möglicher Unfallhergang in Bad Aibling

Zug 1 war planmäßig unterwegs und fuhr kurz nach dem Bahnhof Kolbermoor auf die eingleisige Strecke. Zug 2 hatte bei Bad Aibling 3 bis 4 Minuten Verspätung. Er bekam dann ein falsches Signal und damit ebenfalls die Erlaubnis zur Weiterfahrt. Wenige Minuten später prallten die beiden Regionalzüge auf der eingleisigen Strecke aufeinander.

Eine Woche nach dem Zugunglück dauert die Wiederherstellung der stark beschädigten Bahnstrecke an. Auf einer Länge bis zu 120 Metern müssen Schienen und Schwellen teils erneuert werden. Die eingleisige Strecke bleibt voraussichtlich bis Ende der Woche gesperrt.

Fahrtenschreiber-Daten müssen mit Testfahrt validiert werden

Bei dem Unglück starben elf Menschen, mehr als 80 Insassen wurden verletzt. Die beiden Nahverkehrszüge waren am vergangenen Dienstagmorgen auf der privat betriebenen Meridian-Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim frontal zusammengestoßen.

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Montag bekräftigt, dass es weiterhin keine Hinweise auf technisches Versagen gebe. Noch diese Woche solle es Kontrollfahrten geben, um zu überprüfen, ob die von den Fahrtenschreibern aufgezeichneten Daten "validierbar" sind.

Dies kann wohl frühestens am Donnerstag geschehen. Dann soll nach den Planungen der Deutschen Bahn (DB) das Gleis wieder normal befahren werden können.

Für Mittwoch ist der Abtransport eines noch immer neben dem Gleis stehenden Unglückswaggons geplant. Erst danach wird die Oberleitung wieder montiert, die für die Bergungsarbeiten abgebaut worden war.

16.02.2016, Quelle: dpa
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