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Meere und Weltraum ESA-Satellit gestartet: Umweltschutz aus dem All

VideoSentinel 3 gestartet
Archiv - ESA-Satellit Sentinel-3 gestartet, Illustration vom 01.01.2016

Mit einem weiteren Umwelt-Satelliten will Europas Weltraumorganisation Esa den Gesundheitszustand der Erde erforschen. Aus 800 Kilometern Höhe soll er vor allem die Ozeane beobachten.

(17.02.2016)

VideoVerschmutzte Weltmeere
Plastikmüll im Meer

Jedes Jahr landen rund acht Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren und gefährden so die Umwelt. Darum will ein 21jähriger Niederländer in den Ozeanen jetzt groß reinemachen.

(14.01.2016)

In 800 Kilometern Höhe umkreist der neue ESA-Satellit Sentinel 3 die Erde. Seine Aufgabe: Er soll Flüsse und Meere beobachten und somit zum Umweltschutz beitragen. An einem Tag soll der Satellit die gesamt Erdoberfläche abtasten. 

Europas Weltraumorganisation ESA will den globalen Klimawandel verstärkt aus dem All erforschen und hat für das Erdbeobachtungsprogramm "Copernicus" einen weiteren Umwelt-Satelliten auf die Reise geschickt. Sentinel-3A soll dabei helfen, die Ozeane und das Fließen der Meeresströme vom Weltraum aus zu beobachten sowie die Dicke des Meereises und den Anstieg des Meeresspiegels messen. Die Beobachtungen sollen auch Aufschluss geben über die Meeresverschmutzung. Geplant ist, dass der Satellit die gesamte Erde in etwa einem Tag abtastet.

800 Kilometer über Erde und Meer

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ESA zu Sentinel 3
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Der über eine Tonne schwere Satellit hob mit einer Rockot-Trägerrakete vom Kosmodrom Plessezk in Nordrussland aus ab. Sentinel-3A erreichte seine Umlaufbahn in rund 800 Kilometer Höhe. Er sendete auch sein erstes Signal zur Erde. Sentinel-3A (englisch für: "Wächter") ist nach Sentinel-1A und Sentinel-2A der dritte aus der Satelliten-Reihe des europäischen "Copernicus"-Programms.

Die Satelliten haben unterschiedliche Aufgaben. Sentinel-1A war im April 2014 gestartet und kann das Wachstum von Reis erkennen, ein wichtiger Hinweis für die Erntevorhersage. Sentinel-2A hat die Gesundheit der Wälder und Pflanzen im Blick.

Weitere Links zum Thema
Auch der neue Umwelt-"Wächter" hat mehrere Instrumente dabei. Der Missionsbetrieb soll nach Tests und Vorarbeiten in rund fünf Monaten eingeleitet werden. Die Satelliten sind auf eine Missionsdauer von sieben Jahren ausgelegt, haben aber Treibstoff für weitere fünf Jahre an Bord.

Weitere Satelliten-Start für 2017 geplant

Auf Sentinel-3A sollen weitere Satelliten folgen. Ein baugleicher Sentinel-3B ist für 2017 geplant, gestartet werden soll vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana mit einer Vega-Rakete. Die Sentinel-Daten kann jeder kostenlos nutzen. Sie sind aber hauptsächlich für Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler und die Landwirtschaft gedacht. Auf die Informationen greifen mindestens 16 000 Nutzer zu.

17.02.2016, Quelle: dpa
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