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Istanbul Tote nach Explosion in beliebter Einkaufsstraße

VideoTote bei Explosion in Istanbul
Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag in einer beliebten Einkaufsstraße in Istanbul sind mindestens 5 Menschen getötet worden. Mindestens 30 weitere wurden verletzt.

Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag in einer beliebten Einkaufsstraße in Istanbul sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Mindestens 30 weitere wurden verletzt.

(19.03.2016)

Bei einem Selbstmordanschlag im Zentrum Istanbuls sind mindestens fünf Menschen getötet und 36 verletzt worden. Hintergrund oder Motive sind noch unklar, sagt der Gouverneur von Istanbul, Vasip Sahin. Berlin rät deutschen Touristen, zunächst in ihren Hotels zu bleiben. 

Nach dem Anschlag in Istanbul rät das Bundesaußenministerium deutschen Touristen in der türkischen Metropole, sich in ihren Hotels über die Medien und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts informiert zu halten. Anweisungen der türkischen Sicherheitskräfte sei unbedingt Folge zu leisten.

Explosion in der Fußgängerzone

Bei dem Selbstmordanschlag in der Einkaufsstraße Istiklal waren zuvor mindestens fünf Menschen getötet worden. Gouverneur Vasip Sahin teilte mit, ein Attentäter habe auf der wichtigsten Fußgänger-Einkaufsstraße der türkischen Stadt eine Bombe gezündet. Die Explosion habe sich vor einem örtlichen Regierungsbüro auf der Istiklal-Straße ereignet, wo sich auch Cafés, Restaurants und ausländische Konsulatsgebäude befinden. Der Angreifer gehörte zu den Toten.

Nur einige hundert Meter weiter befinde sich ein Parkplatz, auf dem üblicherweise Busse der Polizei abgestellt würden. Bewaffnete Polizisten riegelten die Einkaufsstraße ab. Krakenwagen rasten zum Anschlagsort. Ob Deutsche unter den Opfern sind, konnte das Auswärtige Amt bis zum Mittag noch nicht sagen. Gouverneur Sahin wies Gerüchte über weitere Anschläge in Istanbul als falsch zurück. In diesem Jahr wurde die Türkei bereits durch drei Selbstmordanschläge in Istanbul oder Ankara erschüttert.

Anschlagsort war weniger belebt als üblicherweise

Die Straße Istiklal war weniger belebt als an Wochenenden üblich. Offenkundig waren viele Menschen angesichts der vergangenen Anschläge zu Hause geblieben. Erst vergangenen Sonntag waren bei einem Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Ankara 37 Menschen getötet worden. Vergangenen Monat starben ebenfalls in Ankara bei einem ähnlichen Anschlag 29 Menschen. Kurdische Extremisten haben für beide Anschläge die Verantwortung übernommen.

Im Januar hatte ein Selbstmordattentäter zehn Menschen im historischen Kern Istanbuls getötet, die meisten von ihnen waren Deutsche.
Wegen Hinweisen auf Anschlägen sind die deutsche Botschaft in Ankara und das deutsche Generalkonsulat in Istanbul geschlossen. In deutsche Regierungskreisen hieß es zur Begründung, es drohe Gefahr aus islamistischen Kreisen.

Angespannte Sicherheitslage

Die Sicherheitslage in der Türkei ist derzeit äußerst angespannt. Vor dem kurdischen Neujahrsfest Newroz am Montag wächst die Sorge vor weiteren Anschlägen.

19.03.2016, Quelle: dpa, afp
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