25.06.2016
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Fluchtroute über den Polarkreis Russland stoppt Rücknahme von Asylbewerbern aus Norwegen

VideoArktis-Fluchtroute
Flüchtlinge an der russisch-norwegischen Grenze

Um die Gefahren von Mittelmeer und Balkanroute zu umgehen, wählen viele Flüchtlinge die Nordpolarroute. Aus rechtlichen Gründen reisen sie per Fahrrad nach Norwegen ein.

(30.10.2015)

VideoKontrollen verlängert?
Grenzkontrolle in Dänemark

Mehrere EU-Staaten, darunter Deutschland, streben offenbar die Verlängerung ihrer Grenzkontrollen bis Ende 2017 an. Experten warnen vor katastrophalen Folgen für Europa.

(23.01.2016)

VideoFlüchtlinge überqueren Polarkreis
Um das lebensgefährliche Mittelmeer zu meiden, reisen viele tausende Flüchtlinge über Moskau nach Murmansk, um von dort aus nach Norwegen zu gelangen - mit dem Fahrrad.

Auf dem Weg nach Westen wählen einige Flüchtlinge nicht mehr die Route über das Mittelmeer und die Balkanroute - sondern über Russland und die Arktis nach Norwegen.

(30.10.2015)

VideoFremdenhass in Schweden
Nach dem Attentat an einer Schule von Trollhättan

Ausländerfeindliche Vorfälle und Rassismus haben in Schweden stark zugenommen. Auch der Attentäter von Trollhättan hatte fremdenfeindliche Motive, so die Ermittler.

(23.10.2015)

Auf ihrer Suche nach Asyl im Norden Europas haben sich Flüchtlinge eine Route über den Polarkreis erschlossen - von Russland nach Norwegen. Das Land will Asylbewerber zurück nach Russland schicken. Doch Moskau habe die Rücknahme nun gestoppt, erklärte das Außenministerium in Oslo. 

Russland habe "Sicherheitsgründe" angeführt. "Russland wünscht Gespräche mit Norwegen über die Koordination der Rückkehr", sagte Außenminister Børge Brende dem norwegischen Rundfunk am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in Davos. Bis dahin werde das Land keine Flüchtlinge mehr über die Grenze bei Storskog bringen. Die norwegische Regierung ziehe jetzt andere Möglichkeiten in Erwägung, die Flüchtlinge zurückzubringen, etwa mit Flugzeugen.

Mit dem Fahrrad über die Grenze

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Abseits der Haupt-Flüchtlingsroute über den Balkan führt eine deutlich kleinere Bewegung über Russland nach Norwegen. Rund 5.500 Menschen - vor allem aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und dem Iran - gelangten so im vergangenen Jahr in das skandinavische Land. Viele Flüchtlinge nutzten Fahrräder, weil Russland die Grenzüberquerung zu Fuß nicht zulässt und Norwegen die Fahrer von Flüchtlingstransportern als Schleuser behandelt.

Die Syrer fahren dazu von Murmansk mit dem Bus oder Auto bis ins Grenzgebiet und kaufen dort ein Rad, um die Grenze passieren zu können. "Von der russischen Grenze nach Norwegen haben wir mit dem Fahrrad nur zehn Minuten gebraucht", erzählt die Syrerin Nosibah Mahmoud Almossleh. "Ich kann aber gar nicht Fahrradfahren, deshalb habe ich geschoben und das Gepäck darauf gepackt."Nach dem kurzen Stück über die Grenze haben die Fahrräder ausgedient, sie werden zu Hunderten stehen gelassen, weil sie norwegischen Sicherheitsstandards nicht entsprechen. Die meist klapprigen Räder werden an der Grenzstation Storskog gesammelt und verschrottet, mehrmals täglich werden sie entsorgt. Das lässt den Markt für Fahrräder an der russischen Grenze blühen.

Über Norwegen in den Schengen-Raum

Seit November kann Norwegen Asylbewerber, die in einem anderen, als "sicher" eingestuften Land bereits eine Aufenthaltserlaubnis haben, zurück in diese Länder bringen. Russland gilt als solches Land.

Erst vor wenigen Tagen hatte Norwegen Flüchtlinge im Bus zurück nach Russland gefahren. Die Abschiebungen werden von Menschenrechtsgruppen scharf kritisiert. Ihren Angaben zufolge werden die Menschen jenseits der Grenze bei eisigen Temperaturen ihrem Schicksal überlassen, zudem drohe die Rückführung durch Russland in ihre oft gefährlichen Herkunftsländer.

Norwegen ist kein Mitglied der Europäischen Union. Es gehört aber dem Schengen-Raum an, Flüchtlinge konnten aus dem skandinavischen Land also bisher relativ einfach in EU-Länder weiterreisen.

Syrer flüchten über den Polarkreis

Einreise nach Norwegen in Kirkenes

Ungewöhnliche Route nach Europa: Viele Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien sind in den vergangenen Monaten über die Arktis nach Norwegen eingereist. Die Zahl der Flüchtlinge sei in diesem Jahr drastisch angestiegen. Im vergangenen Jahr seien nur ein Dutzend Einreisen über die norwegisch-russische Grenze verzeichnet worden. Norwegen ist nicht Mitglied in der Europäischen Union, nimmt aber am gemeinsamen Verzicht auf Grenzkontrollen ("Schengener Abkommen") in Europa teil.

(Quellen: afp, dpa)

24.01.2016, Quelle: ZDF, afp, reuters
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