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Erwartungen eines Flüchtlings "Wer die Regeln nicht achtet, muss gehen"

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Fatima, 23 Jahre alt. Sie ist über die Balkan-Route geflohen.

Zusammen mit ihrem Bruder, zwei Schwestern und einem Schwager flüchtete Fatima aus Syrien. Im Saarland hat nun sie ein neues Zuhause gefunden. Was erwartet sie für 2016?

(11.01.2016)

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Fatima Hamido im neuen Zuhause.

Vor knapp zwei Monaten lernen wir Fatima in einer Flüchtlingsunterkunft kennen. Die junge Syrerin inspirierte viele heuteplus-Follower, und wir sind drangeblieben. Hat sie es weitergeschafft?

(28.10.2015)

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Fatima im Flüchtlingslager in Lebach.

Fatima ist 23 Jahre alt. Zusammen mit ihrem Bruder, zwei Schwestern und einem Schwager ist sie aus Syrien geflüchtet. Aber was nimmt man mit, wenn man aus der Heimat flieht?

(07.09.2015)

"Wenn die Leute dieses neue Land und seine Regeln nicht respektieren, dann müssen sie gehen", sagt Fatima aus Syrien. Seit der Silvesternacht macht sie sich Sorgen, dass Flüchtlinge unter Generalverdacht gestellt werden. 

heute+ hatte die toughe, junge Frau im Herbst im Saarland kennengelernt und immer mal wieder besucht. Und stellt ihr die Frage: Wie kann dieses Jahr besser werden?

Fatima spricht sehr gut Englisch, dreimal die Woche hilft sie ehrenamtlich als Dolmetscherin in der Landesaufnahmestelle des Saarlandes in Lebach. "Ich fühle mich zu Hause in Lebach. Deshalb komme ich zurück, auch wenn die Busfahrten manchmal drei Stunden dauern. An diesem Ort hat man mir Sicherheit gegeben. Und dafür möchte ich etwas zurückgeben."

Weitere Links zum Thema

Ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe

Sie hilft neu ankommenden Flüchtlingen. An fünf Nachmittagen die Woche lernt Fatima selber Deutsch, auch im Netz tauscht sie sich aus. Große Sorge machen ihr die Übergriffe auf Frauen in Köln. Sie fürchtet, dass Flüchtlinge unter Generalverdacht geraten.

"Wenn die Leute dieses neue Land und seine Regeln nicht respektieren, dann müssen sie gehen. Wenn du das Land nicht respektierst, seine Menschen, seine Gesetze, was willst du dann hier."
Fatima sieht ihre Zukunft in Deutschland. Einer ihrer großen Wünsche für 2016: Wieder zur Uni gehen zu können.

Fatima: Erwartungen für 2016 
  • „Die Leute sollten Einwanderung gegenüber offener sein, man kann so viel voneinander lernen. Die Bevölkerungszahl in Deutschland ist nicht so groß, vielleicht wären deshalb mehr helfende Hände gut für das Land. Also auch eine Art frischer Wind.“

  • „Deutschland ist ein großes, ein sehr großes Land. Aber die Bevölkerungszahl ist nicht so riesengroß. Einwanderung könnte daher gut sein.“

  • „Migranten müssen offener für die deutsche Gesellschaft sein, sie müssen auf die deutsche Gemeinschaft zugehen, sich auf sie einlassen. Man muss sich respektieren. Man muss Recht und Gesetz und Regel in Deutschland respektieren und sich damit befassen. Man muss sich integrieren, umso mehr werden die Deutschen einen auch akzeptieren.“

  • „Wenn ich Flüchtlingen und Einwanderern einen Rat geben dürfte, dann diesen: Respekt! Wenn man andere respektiert, wird man auch respektiert. Das ist die Basis für ein gutes Leben, für Arbeit, für Chancen.“

  • „Ich hoffe, dass eine Obergrenze, etwa 200.000 Leute pro Jahr nicht kommen wird, das ist nur eine politische Diskussion. Ich denke die Gruppe der Menschen, die helfen will, ist größer in Deutschland. Und die sieht, dass andere Menschen in Gefahr sind. Aber wenn es doch passieren sollte, dann wird die letzte offene Tür für die Syrer zugeschlagen.“

11.01.2016, Quelle: zdf
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