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Flüchtlinge auf der Balkanroute Slowenien macht die Grenze dicht

BildFlüchtlinge auf der Balkanroute
Flüchtlinge in Kroatien

(Archivbild)

(Quelle: ap)

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Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni.

Tausende Menschen warten an der griechisch-mazedonischen Grenze auf ihre Weiterreise. Die Situation in dem Auffanglager ist verheerend, das Lager platzt aus allen Nähen. Bleibt die Balkan-Route zu?

(07.03.2016)

Die Flüchtlingsroute über den Balkan schließt sich weiter: Slowenien hat angekündigt, ab Mitternacht keine Flüchtlinge mehr durchzulassen. 


Die Balkanroute für Flüchtlinge, über die im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen nach Westeuropa gelangten, soll geschlossen werden. Das kündigten Slowenien und Serbien in Ljubljana und Belgrad an.

Sein Land werde in Zukunft wieder streng die Schengenregeln anwenden und nur noch Menschen mit gültigen Pässen und Visa einreisen lassen, berichtete das slowenische Innenministerium. Diese Regelung gelte ab Mitternacht.

"Damit wird die Balkanroute praktisch geschlossen"

Serbien als weiter südlicher Anrainer reagierte in gleicher Weise. Es werde die neuen Regelungen ebenso an seiner Grenze zu Mazedonien und Bulgarien anwenden, teilte das serbische Innenministerium mit. "Damit wird die Balkanroute praktisch geschlossen", zitierten die Medien in Belgrad eine entsprechenden Erklärung des Ministeriums. Auch Kroatien, das zwischen Slowenien und Serbien liegt, werde in dieser Weise reagieren.

Weitere Links zum Thema
Slowenien werde in Zukunft pro Monat 40 bis 50 Menschen Asyl gewähren, zitierte das nationale slowenische Radio Regierungschef Miro Cerar. Bisher waren die Menschen auf der Balkanroute von einem an den nächsten Staat weitergereicht worden, weil sie am Ende nach Österreich und vor allem nach Deutschland wollten. Der Staatssekretär im slowenischen Innenministerium, Bostjan Sefic, bekräftigte die Zusage seines Landes, 863 Flüchtlinge innerhalb des EU-Quotensystems aufnehmen zu wollen.

Flüchtlingsrouten auf dem Balkan

Karte

Kaum Vorankommen über die Balkanroute: Über Mazedonien und Serbien gelangten viele  Flüchtlinge zu den Außengrenzen der Europäischen Union. Nachdem Ungarn seine Grenze zu Serbien geschlossen hatte, brachte Serbien zahlreiche Flüchtlinge nach Kroatien. Kroatien beklagte sich über die enorme Belastung. Ungarn schloss auch diese Grenze. Mittlerweile hat auch Mazedonien die Grenze zu Griechenland weitgehend dicht gemacht. Weitere Länder, darunter Slowenien und Serbien, wollen diesem Beispiel nun folgen.

08.03.2016, Quelle: afp, dpa
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