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Sicherheits- und Verhaltensregeln Baderegeln für Flüchtlinge

BildFlyer mit Baderegeln
Flyer mit Baderegeln

(Quelle: dpa)

VideoKritik an Schäuble
Finanzminister Schäuble (CDU) bekommt in der EU Gegenwind für seinen Vorschlag, mehr Geld für die Flüchtlingshilfe in die Hand zu nehmen. Eurogruppen-Chef Dijsselbloem hatte die Forderung abgelehnt.

Finanzminister Schäuble (CDU) bekommt in der EU Gegenwind für seinen Vorschlag, mehr Geld für die Flüchtlingshilfe in die Hand zu nehmen. Eurogruppen-Chef Dijsselbloem hatte die Forderung abgelehnt.

(15.01.2016)

VideoJunckers Warnung
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Vor dem Ende von Euro und Binnenmarkt warnt EU-Kommissionschef Juncker, sollten Grenzkontrollen wieder zur Regel werden. Seine Tonlage wirkt eindringlicher, gereizter. „Es ist wie eine letzte Warnung an die Mitgliedsstaaten, endlich eine europaweite Lösung in der Flüchtlingskrise mitzumachen“, sagt ZDF-Korrespondent Leifert.

(15.01.2016)

VideoNeuer Ausweis für Flüchtlinge
Bundesinnenminister de Maiziere zeigt den neuen Flüchtlingsausweis in Berlin.

Ein spezieller Ausweis für Flüchtlinge soll künftig die Organisation der Flüchtlingssituation in Deutschland erleichtern. Ohne den sogenannten 'Ankunftsnachweis' soll kein Asylverfahren möglich sein.

(09.12.2015)

Kann ein Schwimmbad-Besuch Probleme auslösen? Schon, wenn es um Menschen geht, die Bäder kaum oder gar nicht kennen. Sicherheits- und Verhaltensregeln sind häufig neu für Migranten. Münchner Bäder haben eine Aufklärungskampagne gestartet. Andere ziehen nach. 

Menschen aus anderen Kulturen bringen neue Probleme nach Deutschland - mit einer Aufklärungskampagne in den Münchner Schwimmbädern mit Comicbildern und auf anderen Sprachen haben die Betreiber gute Erfahrungen gemacht. Zahlreiche Bäder in
Deutschland hätten die Vorlage inzwischen übernommen, sagte ein Sprecher der Stadtwerke München.

Flyer und Plakate klären auf

Die Flyer und Plakate klären unter anderem über scheinbare Selbstverständlichkeiten auf, zum Beispiel dass Wasser für Nichtschwimmer gefährlich sein kann. Es geht aber auch darum, dass den Anweisungen des Badepersonals - egal ob Mann oder Frau - Folge zu leisten ist und Frauen weder verbal noch körperlich sexuell belästigt werden dürfen. Die Flyer, die neben Deutsch, Englisch und Französisch in Arabisch, Somali, sowie in den etwa in Afghanistan genutzten Sprachen Pashtu und Dari gedruckt wurden, helfen dem Personal bei der Präventionsarbeit, wie der Sprecher sagte.
Politbarometer: Merkel stürzt ab

Die Stimmung der Deutschen beim Thema Flüchtlinge hat sich verändert. Eine Mehrheit fürchtet nun, dass Deutschland die große Zahl der Flüchtlinge nicht verkraften kann. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer. Mittlerweile ist eine Mehrheit auch unzufrieden mit der Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin. Alle Zahlen zum Politbarometer zum Durchklicken und weitere Hintergründe finden Sie hier.

Die Idee sei 2013 gekommen, weil sich die Probleme in den 18 Hallen- und Freibädern der Landeshauptstadt häuften. Vor allem seien immer wieder Migranten ins Wasser gesprungen, die nicht schwimmen konnten. Darüber hinaus habe es weitere vorwiegend interkulturelle Probleme gegeben, sagte der Sprecher: "Der Grundsatz der Akzeptanz von Frauen - egal in welcher Kleidung - wird leider nicht von allen Badegästen respektiert, deshalb der explizite Hinweis darauf."

20.000 Flyer gedruckt

Damals seien die Münchner das erste Bäderunternehmen in Deutschland gewesen, das eine solche Kampagne ins Leben rief, sagte der Sprecher. 20.000 Flyer seien gedruckt worden, die nächste Auflage sei gerade in Planung. Geprüft werde auch, ob Drucke in weiteren Sprachen nötig seien. Zudem sei das Personal interkulturell geschult worden, so dass die Mitarbeiter schon an der Kasse das Infomaterial anbieten. "Das kommt auch bei Kunden gut an. Sie fühlen sich wertgeschätzt."
Weitere Links zum Thema

Auch die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen in Essen hat inzwischen Sicherheitshinweise für Flüchtlinge in acht Sprachen veröffentlicht - darunter Arabisch, Albanisch und Urdu, das in Indien und Pakistan gesprochen wird. Badbetreiber könnten die Hinweise als Handzettel oder Plakate nutzen, sagte Verbandssprecher Joachim Heuser. "Sie werden von den Flüchtlingen mit Interesse gelesen." Der Inhalt von Flyern und Plakaten aus München und Essen ist weitgehend gleich.

Flyer abgesprochen mit der Stadt

München ist eine Großstadt mit einem der höchsten Ausländeranteile in Deutschland. Zudem sei das Thema Aufklärung mit den steigenden Flüchtlingszahlen noch einmal verstärkt worden, sagte der Sprecher. Die Flyer, die das Personal auch aktiv verteilt, wurden mit der Gleichstellungsstelle, der Anti-Diskriminierungsstelle und der Stelle für Interkulturelle Zusammenarbeit der Landeshauptstadt erstellt.

16.01.2016, Quelle: afp, dpa
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