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Weiterreise nur für Syrer und Iraker Idomeni: Gestrandete setzen auf Schlepper

BildFlüchtlinge im Nord-Irak
Dramatische Lage am Grenzübergang Idomeni

Dramatische Lage am Grenzübergang Idomeni: Verzweifelte Flüchtlinge hoffen darauf, weiterreisen zu dürfen.

(Quelle: dpa)

VideoIdomeni: Ruf nach Entlastung
Flüchtlingsjunge an der griechisch-mazedonischen Grenze.

Der griechische Gouverneur fordert angesichts der dramatischen Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze den Notstand auszurufen. Tausende Menschen warten dort auf Weiterreise.

(05.03.2016)

VideoEuropa und der Flüchtlingskurs
Angela Merkel in Brüssel

Es ist die Stunde der Wahrheit: Die EU bemüht sich, die Flüchtlingskrise gemeinsam mit der Türkei zu lösen. Wieder einmal. Kann Europa dieses Mal mit einer Stimme sprechen?

(06.03.2016)

VideoWillkommen in der Realität
Flüchtling schaut sich Bilder seiner Familie auf dem Handy an.

Den Start in ihr neues Leben haben sich viele Flüchtlinge einfacher vorgestellt: Die Realität aber ist oft ernüchternd: Wohnen in Notunterkünften, ewiges Warten, keine Aufgabe: Viele sind enttäuscht.

(06.03.2016 Quelle: ZDF)

Die Grenzübergänge nach Mazedonien sind weitgehend dicht. Mittlerweile sitzen etwa 13.000 Flüchtlinge in Idomeni fest - unter katastrophalen Bedingungen. Nur noch Syrer und Iraker haben eine Chance, legal über die Grenze gelassen zu werden. Viele setzen deshalb auf Schlepper. 

"Willkommen in Griechenland" steht auf dem Schild, an dem sich die Wege von Ahmed und Mohammed trennen. Ahmed aus Syrien und Mohammed aus Ägypten sind zusammen mit dem Taxi von Thessaloniki an die griechisch-mazedonische Grenze gefahren. Ahmed macht sich nun auf den Weg ins Flüchtlingslager Idomeni - in der Hoffnung, als Bürgerkriegsflüchtling legal über die Balkanroute weiterzukommen. Mohammed will sich dagegen von Schleppern illegal über die grüne Grenze bringen lassen.

Im Februar haben Mazedonien und mehrere andere Balkanländer ihre Grenzen für Flüchtlinge weitgehend dichtgemacht. Nur noch Syrer und Iraker dürfen passieren, alle anderen gelten als Wirtschaftsmigranten und werden direkt abgewiesen. Doch auch syrische und irakische Flüchtlinge werden nur schleppend über die Grenze gelassen, meist nur wenige hundert am Tag.

Illegal weiter nach Deutschland

In Idomeni sitzen deshalb mittlerweile 13.000 Flüchtlinge fest. Sie hausen in der Kälte in kleinen Zelten oder schlafen auf schlammigen Feldern im Freien. Essen und Getränke sind knapp. Der Syrer Ahmed will trotzdem versuchen, legal über die Grenze zu kommen - auch wenn er tagelang in Idomeni ausharren muss.

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Als Ägypter hat Mohammed an der mazedonischen Grenze dagegen gar keine Chance. Er will darum auf illegalen Wegen weiterreisen, auch wenn er dabei sein Leben riskiert. "Ich weiß, dass die Grenze geschlossen ist, aber ich will nach Deutschland", sagt Mohammed. "Ägypten ist schlecht, da gibt es keine Arbeit."

Flüchtlinge setzten auf Schlepper

Im Dorf Evzoni in der Nähe des Grenzbahnhofs Idomeni herrscht geschäftige Betriebsamkeit. Auf Parkplätzen haben Flüchtlinge Zelte aufgebaut, Kinder spielen Fußball, ein paar Männer haben sich auf den umliegenden Feldern zum Schlafen hingelegt.

Im Restaurant des Hotels "Hara" wartet Amir Bahrani, ein Kurde aus Iran, auf eine Überweisung von 1.500 Euro. Auch er will Schlepper dafür bezahlen, ihn über die Grenze nach Mazedonien und weiter nach Deutschland zu bringen. Die Hälfte des Geldes muss er im Voraus bezahlen. "Den Rest bei der Ankunft in Deutschland", berichtet er.

Motto: Nicht aufgeben - bis zum nächsten Versuch

Mustafa, ein Ägypter, sitzt seit drei Wochen in Evzoni fest. Er hat nicht genug Geld, um die Schlepper zu bezahlen, traut sich aber auch nicht auf eigene Faust über die Grenze. Er kenne zwei Leute, "die in Serbien geschnappt und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden sind", erzählt der 26-Jährige, der auf keinen Fall in sein Heimatland zurückgeschickt werden will. In Ägypten gebe es jeden Tag Anschläge, sagt Mustafa. Einer seiner Brüder sei von einem Scharfschützen getötet worden.

Hameed Rajput, ein schmächtiger Pakistaner, hat in drei Monaten schon elf Mal versucht, über die Grenze zu kommen. Sein letzter Versuch scheiterte in der Nacht. Hameed machte kehrt, als er das Bellen mazedonischer Polizeihunde hörte.

Einer seiner Begleiter hat einen gebrochenen Finger. Prügelnde Polizisten hätten ihm die Verletzung zugefügt, berichtet er. Ein Algerier namens Yacine hat nach drei Fluchtversuchen einen geschwollenen Knöchel. Bis es ihm wieder besser geht, will er wie alle anderen in Evzoni ausharren. Bis zum nächsten Versuch.

2015 - Das Jahr der Flüchtlinge

Januar

80 Flüchtlinge suchen in der Thomaskirche in Kreuzberg Kirchenasyl

Ende des Monats löst Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) einen Streit ums Kirchenasyl aus. Er wirft den Kirchen vor, sich über geltendes Recht hinwegzusetzen. Ende Februar einigen sich Staat und Kirche auf ein neues Verfahren mit engerer Kooperation zwischen Gemeinden und Behörden.

Im Januar wurden 25.042 Asylanträge in Deutschland gestellt.

Februar

Rettung von Flüchtlingen

In der Nacht auf den 9. Februar birgt die italienische Küstenwache einen Kutter mit 105 Insassen, die über das Mittelmeer nach Europa flüchten wollten. Sieben Menschen sind bei der Überfahrt erfroren. Weitere 18 Menschen sterben beim Transport nach Lampedusa. In den Tagen darauf ertrinken wahrscheinlich mehr als 300 Menschen.In ihrem wöchentlichen Podcast dringt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 14. Februar auf eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge in der EU.

Im Februar wurden 26.083 Asylanträge in Deutschland gestellt.

März

Flüchtlinge in Deutschland - Aufnahme vom 12.02.2015

Am 11. März landet in Hannover der 50. Charterflug mit Flüchtlingen aus Syrien, die über ein 2013 aufgelegtes Kontingent in Deutschland aufgenommen werden. Die insgesamt 20.000 Plätze werden bis zum Sommer ausgeschöpft sein.Am 13. März beschließt das Bundeskabinett den Ländern für 2015 und 2016 jeweils 500 Millionen Euro mehr für die Versorgung der Flüchtlinge zu geben. Ländervertreter fordern erstmals auch eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an den Kosten.

Im März wurden 32.054 Asylanträge in Deutschland gestellt.

April

Deer ausgebrannte Dachstuhl der zukünftigen Unterkunft für Asylbewerber in Tröglitz

Am Osterwochenende wird auf die Asylunterkunft in Tröglitz (Sachsen-Anhalt) ein Brandanschlag verübt. Der Ort war bereits vorher in die Schlagzeilen geraten, weil der Bürgermeister Markus Nierth im März wegen rechtsradikaler Anfeindungen von seinem Amt zurückgetreten war.

Nach einem Bootsunglück ertrinken mehr als 800 Flüchtlinge vor der libyschen Küste. Bei einem Krisentreffen am 20. April in Brüssel beschließen die EU-Innen- und Außenminister, die Seenotrettung im Mittelmeer auszubauen.Im Streit um eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf alle EU-Länder spricht sich Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am 29. April für eine Quote aus, die in vielen Ländern auf Ablehnung stößt.

Im April wurden 27.178 Asylanträge in Deutschland gestellt.

Mai

Archiv - Dimitris Avramopoulos bei einer Pressekonferenz in Brüssel am 18.11.2015

Bei einem Treffen am 8. Mai verspricht Kanzlerin Merkel den Bundesländern ein Maßnahmenpaket zur Beschleunigung für Asylverfahren.

Der EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos stellt am 27. Mai Details des Quotenvorschlags zur Verteilung von Flüchtlingen vor. Zunächst sollen 60.000 Menschen aus Griechenland, Italien und Ländern des Nahen Ostens auf alle EU-Länder verteilt werden. Die Regierungen stimmen schließlich zu, bis Jahresende wird aber erst ein Bruchteil der Flüchtlinge tatsächlich verteilt sein.

Im Mai wurden 25.992 Asylanträge in Deutschland gestellt.

Juni

Asylgegner im sächsischen Freital

Die Internationale Organisation für Migration erklärt am 9. Juni, dass im Laufe des Jahres bereits mehr als 100.000 Flüchtlinge über den Seeweg nach Europa gekommen sind. Die Bundesregierung hebt ihre Prognose über die erwartete Zahl der Flüchtlinge an. Sie rechnet jetzt mit 450.000 Asylsuchenden bis Ende des Jahres.

Im sächsischen Freital sorgen Proteste gegen eine Asylbewerberunterkunft bundesweit für Empörung. Bis Ende des Monats registrieren die Sicherheitsbehörden für das erste Halbjahr 150 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte - ein neuer Höchststand.

Im Juni wurden 35.449 Asylanträge in Deutschland gestellt.

Juli

Flüchtlinge in Griechenland - Aufnahme vom 20.07.2015

Laut UNHCR haben seit Jahresanfang 78.000 Flüchtlinge Griechenland erreicht - mehr als sechsmal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die Fluchtroute von Syrien über die Türkei und den Balkan gerät verstärkt in den Fokus.

Im Juli wurden 37.531 Asylanträge in Deutschland gestellt.

August

Rechter Aufmarsch in Heidenau - Aufnahme vom 28.08.2015

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) verkündet am 19. August eine neue Prognose, wonach er bis zu 800.000 Flüchtlinge in diesem Jahr erwartet. Grundlage der Prognose sollen künftig nicht mehr die Asylantragszahlen sein, sondern die Zahl der über die Länder tatsächlich registrierten Flüchtlinge. Beide Zahlen waren aufgrund des Antragsstaus immer weiter auseinander geklafft.

Am 25. August twittert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: "#Dublin-Verfahren syrischer Staatsangehöriger werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt von uns weitestgehend faktisch nicht weiter verfolgt." Syrer, die über ein anderes EU-Land eingereist sind, können damit in Deutschland bleiben. In der Folge drängen noch mehr Flüchtlinge in die Bundesrepublik.

Bundespräsident Joachim Gauck besucht am 26. August eine Erstaufnahmeeinrichtung in Berlin. Kanzlerin Merkel ist am gleichen Tag in Heidenau, wo es zuvor heftige Ausschreitungen beim Protest gegen eine Asylunterkunft gegeben hatte. Merkel betont nach ihrem Gespräch mit Flüchtlingen, es gebe keine Toleranz gegenüber denen, die die Würde anderer Menschen infrage stellten. Entfernt stehende Heidenauer buhen sie aus.

Im August wurden 36.422 Asylanträge in Deutschland gestellt.

September

Angela Merkel und Viktor Orban

Kanzlerin Merkel entscheidet in einem Telefonat mit Ungarns Ministerpräsident Orbán, Flüchtlinge weiter nach Deutschland reisen zu lassen. Die Asylsuchenden hatten unter teils katastrophalen Umständen in Ungarn ausgeharrt. Die Entscheidung bringt ihr auch innerhalb der Union viel Kritik ein. Merkel bleibt bei ihrer Haltung. Das Asylrecht kenne keine Obergrenze, erklärt sie.

Am 18. September übernimmt der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, die Leitung des unter Druck stehenden Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Nach wie vor gelingt es der Behörde nicht, Asylanträge schneller zu bearbeiten. Der Antragsstau wächst weiter.

Bund und Länder einigen sich am 24. September auf eine Verteilung der Flüchtlingskosten. Der Bund zahlt ab 2016 eine Pauschale von 670 Euro pro Flüchtling bis zum Ende des Asylverfahrens. Im Gegenzug stimmen die Länder einer Reihe von Verschärfungen im Asylrecht zu, die wenig später vom Bundestag verabschiedet werden.

Im September wurden 43.071 Asylanträge in Deutschland gestellt. Registriert wurden 164.000 Flüchtlinge.

Oktober

Peter Altmeier

Am 7. Oktober beschließt das Bundeskabinett eine Neuordnung seiner Flüchtlingspolitik. Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) wird zum Flüchtlingskoordinator ernannt.

In der CSU stößt Merkels offene Haltung gegenüber den Flüchtlingen immer mehr auf Ablehnung. Forderungen werden laut, Schnellverfahren in sogenannten Transitzonen an der Grenze einzuführen, den Familiennachzug einzuschränken und eine Obergrenze für die Aufnahme zu definieren.

Im Oktober wurden 54.877 Asylanträge in Deutschland gestellt. Registriert wurden 181.000 Flüchtlinge.

November

Wolfgang Schäuble (CDU)

Am 30. November beschließt der Bundestag den Haushalt 2016, der mehr als acht Milliarden Euro zusätzlich für die Versorgung und Integration von Flüchtlingen vorsieht. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erklärt, die Bewältigung der Flüchtlingszahlen habe Priorität.

Im November wurden 57.816 Asylanträge in Deutschland gestellt. Registriert wurden 206.000 Flüchtlinge.

Dezember

Weihnachtsfeier mit Flüchtlingen

Anfang Dezember meldet Bayern, dass die Zahl der insgesamt in diesem Jahr registrierten Flüchtlinge die Grenze von einer Million überschritten hat.

Auf ihren Parteitagen fordern SPD und CDU europäische Kontingente zur Aufnahme von Flüchtlingen. CDU-Parteichefin Merkel gelingt es, dass im Leitantrag der Christdemokraten die Forderung nach einer Obergrenze für die Aufnahme ausbleibt.

(Quelle: epd)

07.03.2016, Quelle: Sophie Makris, afp
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