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merkzettel

Zahlen des Innenministeriums 2015: Doppelt so viele Ausländer abgeschoben

BildAbschiebung
Archiv - Abgelehnte Asylbewerber werden am 24.11.2015 in Leipzig, Sachsen, zum Transport zum Flughafen abgeholt

(Quelle: dpa)

VideoMaas:"Mehr Abschiebungen"
Justizminister Heiko Maas (SPD) im Gespräch mit Christian Sievers

Die Bundesregierung verständigt sich darauf, die gesetzlichen Hürden zur Ausweisung krimineller Ausländer zu senken. Die Details erklärt Justizminister Heiko Maas.

(12.01.2016)

VideoMerkel unter Handlungsdruck
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhalten sich im Bundestag

Kritik kommt vor allem aus der CSU: Verkehrsminister Dobrindt fordert einen Kurswechsel und spricht von Grenzschließungen. Hinzu kommt Streit in der Koalition über die Gesetzesänderungen im Asylrecht.

(19.01.2016)

VideoAsylpaket II ausgebremst
Flüchtlinge und Polizisten

Rückführung, Familiennachzug, Schnellverfahren für Flüchtlinge aus dem Maghreb sind Themen, die dringend einer Regelung bedürften. Doch das Asylgesetz wurde von den Koalitionsparteien vertagt.

(20.01.2016)

Die Zahl der Abschiebungen in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt. Fast 21.000 Ausländer haben 2015 das Land zwangsweise verlassen, wie aus Zahlen des Innenministeriums hervorgeht - im Vorjahr waren es rund 11.000 Abschiebungen. 

Aus den 16 Bundesländern sowie unter der Verantwortung der Bundespolizei wurden im vergangenen Jahr demnach insgesamt 20.888 Ausländer abgeschoben, im Jahr davor mussten 10.884 Menschen Deutschland zwangsweise verlassen.

Weit mehr Menschen, die zum Verlassen Deutschlands aufgefordert wurden, seien freiwillig - zum Teil gefördert - ausgereist. Das Bundesinnenministerium nennt hierzu die Zahl von 37.220 - fast 90 Prozent von ihnen kamen aus Albanien, Kosovo, Serbien und anderen Ländern des westlichen Balkans. Insgesamt hatten somit 58.108 Ausreisepflichtige Deutschland verlassen.

Die meisten Abschiebungen in NRW

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Außerdem sei eine unbekannte Zahl ausreisepflichtiger Ausländer fortgezogen, ohne sich förmlich "abzumelden". Diese Zahl ist nach Angaben des Innenministeriums "nicht valide erfassbar".

Die meisten Abschiebungen gab es demnach im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (4.395), gefolgt von Bayern (4.195), Hessen (2.651) und Baden-Württemberg (2.431). Die meisten der insgesamt gut 200.000 Ausreisepflichtigen lebten demnach in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bayern, Hessen und Berlin.

Sachsen: Über 900 gescheiterte Abschiebungen

Sachsen hat 2015 nach eigenen Angaben 940 Menschen abgeschoben. Ebenso viele geplante Abschiebungen scheiterten nach Angaben des Innenministeriums, berichtet die "Sächsische Zeitung". Ausreisepflichtige seien beispielsweise nicht angetroffen worden oder waren erkrankt.

In der gegenwärtigen Flüchtlingskrise ist Deutschland das wichtigste Aufnahmeland in der EU. 2015 registrierten die deutschen Behörden 1,1 Millionen Flüchtlinge. Es wurden knapp 477.000 Asylanträge gestellt. Das war die höchste Zahl in der Geschichte der Bundesrepublik.

20.01.2016, Quelle: afp
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