29.05.2016
  • 13:16Wirbel um Äußerung von AfD-Vize Gauland

  • 12:47Blitzeinschlag auf Fußballfeld - Verletzte auf dem Weg der Besserung

  • 12:40Frankreich und Deutschland erinnern an die Grauen von Verdun

  • 12:35Zieler will nach Leicester wechseln

  • 11:17UN-Flüchtlingshilfswerk befürchtet Tod von mehr als 700 Migranten

  • 11:09Türkischer Ministerpräsident Binali Yildirim im Amt bestätigt

  • 10:48Linke fordert Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik

  • 10:33Katholikentag: Tausende feiern Abschlussgottesdienst

  • 10:19Schlöndorff: Verdun-Zeremonie den Politikern und Militärs wegnehmen

  • 10:02Özoguz kritisiert geplante Armenien-Resolution

  • 09:42Fidschi zieht Dutzende Friedenssoldaten vom Sinai ab

  • 09:30Frankreich will Steuern bei internationalen Konzernen eintreiben

  • 09:10Iran: Konservativer Laridschani als Parlamentspräsident wiedergewählt

  • 08:55Waschmittelhersteller entschuldigt sich für umstrittenen TV-Spot

  • 08:25Reeder wechseln nach Reformen zurück zur deutschen Flagge

  • 08:14Frankreichs Finanzminister will bei Arbeitsmarktreform hart bleiben

  • 07:58Wohnmodul für Raumstation ISS erfolgreich aufgepumpt

  • 07:43Schulz: Mein Platz ist in Brüssel

  • 06:48DLRG befürchtet mehr Badeunfälle von Flüchtlingen

  • 06:33Gedenken an Schlacht von Verdun

Zurück zur Startseite

Alle Meldungen im Überblick

  • 13:16Wirbel um Äußerung von AfD-Vize Gauland

  • 12:47Blitzeinschlag auf Fußballfeld - Verletzte auf dem Weg der Besserung

  • 12:40Frankreich und Deutschland erinnern an die Grauen von Verdun

  • 12:35Zieler will nach Leicester wechseln

  • 11:17UN-Flüchtlingshilfswerk befürchtet Tod von mehr als 700 Migranten

  • 11:09Türkischer Ministerpräsident Binali Yildirim im Amt bestätigt

  • 10:48Linke fordert Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik

  • 10:33Katholikentag: Tausende feiern Abschlussgottesdienst

  • 10:19Schlöndorff: Verdun-Zeremonie den Politikern und Militärs wegnehmen

  • 10:02Özoguz kritisiert geplante Armenien-Resolution

  • 09:42Fidschi zieht Dutzende Friedenssoldaten vom Sinai ab

  • 09:30Frankreich will Steuern bei internationalen Konzernen eintreiben

  • 09:10Iran: Konservativer Laridschani als Parlamentspräsident wiedergewählt

  • 08:55Waschmittelhersteller entschuldigt sich für umstrittenen TV-Spot

  • 08:25Reeder wechseln nach Reformen zurück zur deutschen Flagge

  • 08:14Frankreichs Finanzminister will bei Arbeitsmarktreform hart bleiben

  • 07:58Wohnmodul für Raumstation ISS erfolgreich aufgepumpt

  • 07:43Schulz: Mein Platz ist in Brüssel

  • 06:48DLRG befürchtet mehr Badeunfälle von Flüchtlingen

  • 06:33Gedenken an Schlacht von Verdun

  • 13:16Wirbel um Äußerung von AfD-Vize Gauland

  • 12:40Frankreich und Deutschland erinnern an die Grauen von Verdun

  • 11:17UN-Flüchtlingshilfswerk befürchtet Tod von mehr als 700 Migranten

  • 11:09Türkischer Ministerpräsident Binali Yildirim im Amt bestätigt

  • 10:48Linke fordert Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik

  • 10:19Schlöndorff: Verdun-Zeremonie den Politikern und Militärs wegnehmen

  • 10:02Özoguz kritisiert geplante Armenien-Resolution

  • 09:42Fidschi zieht Dutzende Friedenssoldaten vom Sinai ab

  • 09:10Iran: Konservativer Laridschani als Parlamentspräsident wiedergewählt

  • 07:43Schulz: Mein Platz ist in Brüssel

  • 06:33Gedenken an Schlacht von Verdun

  • 06:14Bartsch: Konsequente Auseinandersetzung mit AfD suchen

  • 21:44De Maiziere: Zahl der Angriffe gegen Flüchtlinge nimmt weiter zu

  • 20:59Putin besucht heiligen Berg Athos

  • 19:50Kipping und Riexinger als Linke- Vorsitzende wiedergewählt

  • 16:50Wagenknecht unentschieden über Konsequenzen nach Tortenwurf

  • 16:13Bundestagsabgeordnete vor Armenien-Resolution unter Druck

  • 15:46IS-Extremisten rücken in Nordsyrien vor

  • 15:22Iran: Präsident Ruhani fordert Unterstützung von neuem Parlament

  • 14:14Griechenland: Neues improvisiertes Flüchtlingslager nahe Idomeni

  • 09:30Frankreich will Steuern bei internationalen Konzernen eintreiben

  • 08:25Reeder wechseln nach Reformen zurück zur deutschen Flagge

  • 08:14Frankreichs Finanzminister will bei Arbeitsmarktreform hart bleiben

  • 19:11Gabriel kritisiert Merkels TTIP-Kurs

  • 18:25Französische Regierung sieht Besserung bei Benzinversorgung

  • 22:50US-Notenbankchefin deutet baldige Leitzins-Anhebung an

  • 16:28Ostdeutsche Großstädte wie Leipzig holen wirtschaftlich deutlich auf

  • 16:02Brüssel genehmigt deutsche Beihilfen für Kraftwerks-Stilllegungen

  • 14:42Deutsche Flughäfen verbuchen deutlich mehr Passagiere

  • 14:14Facebook und Microsoft verlegen neues Highspeed-Transatlantikkabel

  • 12:54Google gewinnt gegen Oracle im Milliarden-Streit um Urheberrechte

  • 22:58Nahles: Reiche sollen Steuern zahlen statt spenden

  • 17:11Snapchat sammelt 1,8 Milliarden Dollar bei Investoren ein

  • 15:44BER-Eröffnung: Nächste Verschiebung deutet sich an

  • 13:08Studie: "Brexit" wäre Gefahr für deutschen Export

  • 11:02Mindestlohn-Kontrolleure verhängen kaum Bußgelder

  • 10:04Ölpreis erstmals in diesem Jahr über 50 Dollar

  • 09:16Proteste in Frankreich: Streiks auch in AKWs

  • 21:13Deutsche Schiffbauindustrie stark in schwachem Weltmarkt

  • 20:15Fischereiindustrie verzichtet auf Kabeljau aus norwegischer Arktis

  • 12:47Blitzeinschlag auf Fußballfeld - Verletzte auf dem Weg der Besserung

  • 10:33Katholikentag: Tausende feiern Abschlussgottesdienst

  • 08:55Waschmittelhersteller entschuldigt sich für umstrittenen TV-Spot

  • 07:58Wohnmodul für Raumstation ISS erfolgreich aufgepumpt

  • 06:48DLRG befürchtet mehr Badeunfälle von Flüchtlingen

  • 00:27Bericht: Acht Festnahmen wegen "obszöner" Musikvideos im Iran

  • 23:43Münchner Biennale eröffnet mit Opern-Uraufführung

  • 22:55Starkregen und Hagel in vielen Teilen Deutschlands

  • 20:23Rheinland-Pfalz: 35 Menschen nach Blitzeinschlag in Klinik

  • 17:52Berlin: Raubüberfall auf dem Kudamm

  • 17:12Erdbeben der Stärke 2,9 in Bottrop

  • 15:03Kretschmann warnt vor Nationalismus und Populismus

  • 14:35WHO hält Olympia-Verschiebung wegen Zika-Virus für unnötig

  • 12:32Schwere Stürme und Hagel: Neue Unwetter zum Wochenende

  • 10:59Zika-Virus: Experten drängen auf Verschiebung der Olympischen Spiele

  • 08:52Weltkriegs-Flieger in den Hudson River gestürzt - Pilot stirbt

  • 07:46Katholikentag beendet inhaltliche Arbeit - Europa als Thema

  • 07:2491-Jährige wird von Zug überfahren und überlebt

  • 00:15Brasilien: Jugendliche von 33 Männern vergewaltigt

  • 23:30Mittelmeer: Dutzende Flüchtlinge vor Küste Libyens ums Leben gekommen

  • 13:06Muguruza steht im Viertelfinale

  • 12:46Säbel: Hartung in Moskau Siebter

  • 12:40Zu viel geschimpft: RAI feuert "Trap"

  • 12:35Zieler will nach Leicester wechseln

  • 12:31Sandhausen holt Jansen aus Halle

  • 12:06Spahic verlängert beim HSV

  • 11:58Doppelvierer in Luzern auf Rang fünf

  • 11:54St.Pauli verpflichtet Avevor

  • 11:10Kanuten: Letzte Plätze für Rio vergeben

  • 10:53Stig Broeckx liegt im Koma

  • 10:17Ronaldo wieder Torschützenkönig

  • 09:55Red Bull: Renault bleibt Motorenpartner

  • 09:37Carvajal für EM fraglich

  • 09:32Golden State erzwingt siebtes Spiel

  • 09:27USA fertigen Bolivien ab

  • 09:21Hindernis: Krause schafft Rio-Norm

  • 09:18NBA-Profi stirbt an Schussverletzung

  • 23:51Kroos: "War auch ein bisschen Glück"

  • 22:53Real ist Champions-League-Sieger

  • 22:14Löw: Ruhe im Götze-Bayern-Konflikt

merkzettel

Landgericht Rostock Fünf Jahre Haft für Anschlag auf Flüchtlingsheim

BildTäter vor Gericht
Anschlag auf Flüchtlingsheim: Täter vor Gericht

(Quelle: dpa)

VideoNPD-Funktionär festgenommen
NPD Nauen sagt bei Facebook: Nein zum Heim in Nauen

In Nauen häufen sich rechtsextreme Straftaten. Die Polizei hat nun mehrere Tatverdächtige festgenommen. Zu ihnen zählt NPD-Funktionär Maik Schneider, der an einem Brandanschlag beteiligt sein soll.

(04.03.2016)

VideoProzess in Hannover
Ein Absperrband der Polizei verwehrt den Zugang zu einer Flüchtlingsunterkunft in Salzhemmendorf.

Im Prozess um den Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Salzhemmendorf haben die Angeklagten die Tat gestanden. Das Trio muss sich wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes verantworten.

(10.02.2016)

von Annelie Haack

Nach ihrem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim nahe Rostock fuhren sie in die Disko, als wäre nichts gewesen: Florian H. und Thomas H. machten auch keinen Hehl aus ihrer fremdenfeindlichen Motivation. Nun wurden sie wegen versuchten Mordes verurteilt: fünf Jahre Haft. 

Das Haus war noch eingerüstet, als in der Nacht zum 12. Oktober 2014 gegen 0.40 Uhr zwei Molotowcocktails dagegen flogen. 38 Menschen aus Tschetschenien, Eritrea und dem Kosovo schliefen gerade in dem Neubaublock. Zum Glück prallte der eine Brandsatz am Haus ab, der andere setzte ein Fensterbrett in Brand. Da das Haus gerade renoviert wurde, befanden sich hinter den Fenstern leicht entzündliche Baumaterialien. Noch in der Nacht war Barbara Kirchhainer vor Ort. Die ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuerin erkannte den Ernst der Lage: "Hätte es dort gebrannt, wären unsere Flüchtlinge, wenn sie es zu spät erkannt hätten, nicht mehr rechtzeitig mit ihren Kindern aus den oberen Stockwerken runtergekommen."

Ausländerfeindlich und rassistisch

Wochenlang tappt die Polizei im Dunkeln. Dann setzen die Ermittler eine Belohnung von 3.000 Euro aus, erhöhen den Fahndungsdruck im Dorf. Weil einer der Angeklagten auf Facebook gegen das Asylheim hetzt, hören die Ermittler seine Telefongespräche ab. Diese führen schließlich auf die Spur der Täter. Es ist einer der wenigen Fälle in Deutschland, bei dem nach Anschlägen auf Asylunterkünfte Tatverdächtige gefasst werden konnten.

Florian H. (26) und Thomas H. (25) sind junge Väter, stammen beide aus der Gegend. In der Nacht zum 12. Oktober feiern sie gemeinsam mit Freunden und Verwandten einen Geburtstag nach. Das Gespräch kommt auf das neue Asylheim. Die beiden Täter fühlen sich gesellschaftlich und sozial benachteiligt. Die Politiker würden über ihre Köpfe hinweg entscheiden.

Daher wollten sie gegen die "Ausländer" vorgehen, sagten sie im Prozess vor dem Landgericht Rostock aus. Dabei sei ihnen durchaus bewusst gewesen, dass durch die Brandsätze Menschen hätten sterben können. Das war den beiden Männern damals allerdings egal. Sie seien betrunken gewesen, sagten die jungen Männer. Nach der Tat zogen sie sich um und fuhren in eine Diskothek, wo sie bis in die Morgenstunden feierten.

Geständnisse und Reue wirken strafmildernd

Die Angeklagten legten umfassende Geständnisse ab und zeugten Reue. Sie baten um Entschuldigung. Sie sagten, sie seien erleichtert, dass nicht mehr passierte. Wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung wurden sie nun vom Gericht zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt. Der Vorsitzende Richter machte noch mal deutlich, dass die Angeklagten aus einer ausländerfeindlichen Gesinnung heraus und in ideologischer Verblendung gehandelt hätten.

Ein Urteil, mit dem auch der Rechtsanwalt Peer Stolle zufrieden ist, er vertritt einen der Nebenkläger: "Unsere Mandaten sind vor Krieg und Verfolgung geflohen. Sie haben hier Schutz gesucht. Diesen Schutz haben sie eigentlich auch bekommen. Doch durch diese Tat haben sie wieder gesehen, was Ablehnung, was Hass für Folgen haben kann. Vor allem aus rassistischer Motivation. Sie hoffen jetzt, dass dieses Urteil auch einen Beitrag dazu liefern kann, dass wieder Ruhe einkehrt und sie hier ohne weitere Gefahren leben können."

Nicht der erste Anschlag auf die Unterkunft

Weitere Links zum Thema
Dabei war dieser nicht der erste Anschlag auf die Asylbewerberunterkunft in Groß Lüsewitz. Bereits im Dezember 2013 hatten Unbekannte das Gebäude mit einem ausländerfeindlichen Schriftzug besprüht. Einige Monate später wurde ein Tatverdächtiger ermittelt. Er gab als Motiv "Frust bei der Arbeit" an. Aus den damals 38 Flüchtlingen sind inzwischen 120 geworden. 50 von ihnen sind Kinder.

Die ehrenamtlichen Helfer kommen an ihre Kapazitätsgrenzen. Barbara Kirchhainer ist nach wie vor aktiv und beobachtet die Situation im Dorf genau: "Im Moment ist die Stimmung sehr gedrückt. Alle kennen die Jungs. Sie sind ja bei uns aufgewachsen. Und viele sind sich nicht einig, wie sie das bewerten sollen. Aber es ist natürlich eine Straftat. Und dieses war auch nicht der erste Anschlag auf unser Asylheim. Aber der erste Brandanschlag. Doch nach jeder Attacke, die gegen unsere Flüchtlinge gelaufen ist, ist die Solidarität im Ort noch größer geworden. Und das ist etwas, was mir Kraft gibt."

07.03.2016
  1. Drucken
  2. Merken
  3. Versenden
  4. Teilen auf:

Versenden

Artikel versenden

Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
schließen Beitrag versenden

Versenden

Hinweis

Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

schließen

Merkliste

Papierkorb Bild
Merkliste versenden Merkliste schließen

Merkliste

Merkliste versenden

Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
Zurück zur Merkliste Absenden Button

Merkliste

Hinweis

Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

Zurück zur Merkliste Merkliste schließen