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Bundesliga | 26. Spieltag am Samstag Eintracht verliert bei Kovac-Debüt in Gladbach

BildMönchengladbach - Frankfurt
Die Gladbacher bejubeln Stindls 1:0.

(Quelle: imago)

LivecenterAlle Spiele, alle Tore

(Quelle: ZDF)

InteraktivMitmachen beim Tippcenter

(Quelle: ZDF)

Kurzmeldung

  • Großkreutz droht länger auszufallen 18:25 Uhr 12.03.2016
    Der VfB Stuttgart muss vermutlich längere Zeit auf Winter-Zugang Kevin Großkreutz verzichten. Der 27 Jahre alte Defensivspieler verletzte sich beim 3:3 (1:1) der Schwaben beim FC Ingolstadt am Oberschenkel. "Es sieht Richtung Muskelfaserriss aus. Er konnte keinen Schritt mehr machen", sagte VfB-Trainer Jürgen Kramny. Großkreutz soll am Sonntag genauer untersucht werden. Der frühere Dortmunder hielt trotz der Verletzung bis zum Schluss durch, weil der VfB das Wechselkontingent schon ausgeschöpft hatte.

Eintracht Frankfurt setzt seine Talfahrt in der Bundesliga fort. Unter Neu-Trainer Niko Kovac setzte es eine 0:3-Niederlage in Gladbach. Dagegen geht es für Hoffenheim nach dem 1:0-Erfolg gegen Wolfsburg wieder aufwärts. Außerdem: Darmstadt - Augsburg 2:2, Ingolstadt - Stuttgart 3:3, Hannover - Köln 0:2 

 
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Im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Armin Veh unterlagen die Frankfurter am mit 0:3 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach und sind damit bereits seit acht Spielen sieglos. Die Gladbacher hingegen feierten den vierten Heimsieg in Serie und eroberten damit zunächst den vierten Rang zurück, Frankfurt steht weiter auf dem Relegationsplatz 16. Vor 54.010 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park erzielten Lars Stindl (36.), Raffael (53.) und Mo Dahoud (79.) die Treffer für die Gastgeber. In seinem ersten Spiel als Bundesligacoach veränderte Kovac sein neues Team auf gleich vier Positionen im Vergleich zum 1:1 gegen Ingolstadt am vergangenen Wochenende. Neu in die Startelf rückten Constant Djakpa, Stefan Reinartz, Stefan Aigner und Slobodan Medojevic. Vom Stammpersonal fehlten neben Torjäger Alexander Meier auch Marc Stendera und Abwehrchef Carlos Zambrano, darüber hinaus musste der Coach auf vier weitere verletzte und erkrankte Profis verzichten.

Wölfe landen unsanft

Die europäischen Himmelsstürmer des VfL Wolfsburg sind unsanft auf dem harten Boden der Bundesliga-Realität gelandet. Vier Tage nach dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League unterlagen die erschreckend schwachen Niedersachsen 0:1 (0:1) bei 1899 Hoffenheim und verpassten den vierten Pflichtspiel-Sieg in Folge. Die erneute Europacup-Teilnahme der Wölfe ist in Gefahr.


Dagegen feierte die TSG am 26. Spieltag einen wichtigen Dreier im Kampf gegen den ersten Abstieg. Der Kroate Andrej Kramaric (3.) erzielte den entscheidenden Treffer für die Hoffenheimer, die im dritten Heimspiel unter der Regie des neuen Trainers Julian Nagelsmann den dritten Sieg feierten. Dem VfL blieb dagegen der 250. Bundesliga-Sieg vorerst verwehrt. In der 57. Minute scheiterte 1899-Nationalspieler Kevin Volland vom Elfmeterpunkt am früheren TSG-Torwart Koen Casteels.

Die Hoffenheimer jubeln Andrej Kramaric' (m.) Tor.

TSG Hoffenheim - VfL Wolfsburg
Quelle: imago

Nach dem erstmaligen Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse wirkte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking über weite Strecken fahrig und müde. Nationalspieler André Schürrle spielte deutlich unter Normalform, auch Max Kruse agierte harmlos. Die einzige Chance des Angreifers war ein Kopfball kurz vor der Pause (43.), hinter den er aber zu wenig Druck brachte. Die 25.231 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena mussten nur 123 Sekunden auf die Führung der Hoffenheimer warten. Kramaric ließ VfL-Innenverteidiger Robin Knoche schlecht aussehen und Casteels keine Chance. Es war das dritte Saisontor des Winter-Neuzugangs.

VfB mit starkem Endspurt

Mit einem turbulenten Endspurt hat der VfB Stuttgart noch einen Punkt beim FC Ingolstadt erkämpft. Lukas Rupp (80. Minute) und Daniel Didavi (84./Foulelfmeter) retteten den Schwaben am Samstag im Duell zweier Mittelfeldteams der Fußball-Bundesliga beim 3:3 (1:1) mit ihren Toren spät ein Remis. Moritz Hartmann (4.) mit seinem siebten Saisontreffer, Mathew Leckie (56.) und Winter-Neuzugang Dario Lezcano (61.) mit seinem Premierentor hatten den Aufsteiger ungeachtet eines Gegentreffers von Filip Kostic (9.) zunächst auf die Siegerstraße gebracht.

Die Trainerstimmen 
  • Dirk Schuster (Darmstadt 98): "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gesehen und defensiv nichts zugelassen. Man muss von zwei grundverschiedenen Halbzeiten sprechen. Das 2:2 durch Augsburg war ein reguläres Tor. Umso bitterer war die Konzessionsentscheidung, die dann getroffen wurde. Ohne Schuldzuweisungen machen zu wollen: In den letzten sechs Spielen gab es fünf klare Entscheidungen gegen uns."


    Markus Weinzierl (FC Augsburg): "Das war ein wichtiger Punkt, der aufgrund der zweiten Halbzeit auch verdient war. In der Pause haben wir uns vorgenommen, das Spiel noch zu drehen. Wir machen das 2:2 durch einen Kopfstoß, aber der Schiedsrichter gibt es nicht. Danach den Elfmeter für uns pfeift wahrscheinlich nicht jeder."

  • Thomas Schaaf (Hannover 96): "Wir sind natürlich megaenttäuscht über dieses Ergebnis. Da kann ich auch natürlich den Frust der Fans verstehen. Es tut mir einfach leid, dass wir im Moment nicht mehr liefern können und es einfach nicht auf die Reihe kriegen."

    Peter Stöger (1. FC Köln): "Mit diesem Resultat kann man nur sehr, sehr zufrieden sein. Unsere beiden Tore hatten eine befreiende Wirkung. Danach hatten wir das Spiel eigentlich im Griff. Zu unserem Doppel-Torschützen Bittencourt kann ich eigentlich nur sagen, dass es mich für ihn sehr freut. Vielleicht ist bei ihm jetzt der Knoten geplatzt."

  • Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim): "Grundsätzlich bin ich mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Wir sind gut ins Spiel gekommen und die frühe Führung hat den Kopf frei gemacht. Dann haben wir aber mit der Zeit zu schnell die Bälle verloren. Der Elfmeter war die große Chance, alles einen Tick ruhiger zu machen."

    Dieter Hecking (VfL Wolfsburg): "Wir sind verdient als Verlierer vom Platz gegangen. Wir haben einfach schlecht gespielt. Wir waren schläfrig, nicht wach. Dazu kam ein schlampiges Passspiel. In der letzten halben Stunde haben wir es nochmal probiert. Da hatten wir eine optische Überlegenheit, aber keine zwingende Torchance."

  • Andre Schubert (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben das Spiel sofort in den Griff bekommen und uns durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Über 90 Minuten haben wir sehr wenig zugelassen."


    Niko Kovac (Eintracht Frankfurt): "Der Sieg von Gladbach war auch in dieser Höhe verdient. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, kämpferisch hat sie alles gegeben. Das spielerische Element hat gefehlt."

  • Ralph Hasenhüttl (FC Ingolstadt): "Ich hätte nicht geglaubt, dass ich über einen Punkt in der Bundesliga nicht erfreut sein kann. Es wäre mehr drin gewesen. Beide Teams haben gezeigt, dass sie nach vorne spielen wollten. Nach dem 3:1 hatten wir den VfB da, wo wir ihn haben wollten. Da musst du eben das vierte Tor machen. So stehen wir mit einem Punkt da, auch wenn wir das beste Heimspiel der Saison geliefert haben."


    Jürgen Kramny (VfB Stuttgart): "Es war ein superintensives Spiel. Wir haben auf das 0:1 gut reagiert. Nach dem 1:1 war es bis zur Pause ein offenes Spiel. Nach der Halbzeit haben wir unseren Rhythmus überhaupt nicht gefunden. Nach dem 1:3 haben dann wir hop oder top gespielt und Glück, dass das 4:1 nicht fällt. Wir haben aber immer daran geglaubt. Für uns war es ein Punkt der Moral."

Sechs Tore - und es war gleich temporeich losgegangen im mit 15.107 Zuschauern ausverkauften Ingolstädter Sportpark. Das Gäste-Team von Trainer Jürgen Kramny begann druckvoll, aber jubeln durfte als erstes der Liga-Neuling. Ein Ingolstädter Angriff war eigentlich schon abgewehrt, als VfB-Kapitän Christian Gentner mit einem Fehlpass Hartmann wieder ins Spiel brachte. Der beste FCI-Torjäger schloss eiskalt aus halbrechter Position ab und sorgte für das 50. Gegentor der schlechtesten Liga-Abwehr.

Doch es blieb spannend. Rupp verkürzte unerwartet noch einmal und sorgte für eine heiße Schlussphase. Insua (82.) verzog ganz knapp, drei Minuten später war der Ball wieder im Netz. Nach einem Zweikampf von Marvin Matip mit Kostic gab es Elfmeter, Didavi ließ sich diese Chance nicht nehmen. Und auch die Schlussminuten waren nichts für schwache Nerven.

Schweigeminute für toten Fan

Vor dem Anpfiff zwischen Darmstadt und Augsburg gab es eine Schweigeminute für den an Krebs gestorbenen Darmstadt-Fan Jonathan Heimes. Er hatte die Lilien in seinem Kampf inspiriert. Darmstadt setzte seinen Kraftakt für den Klassenverbleib fort. Die Tore von Mario Vrancic (12.) und Sandro Wagner (40.) per sechstem Kopfballtor (Ligarekord) reichten aber nicht.

Augsburg kam durch Markus Feulner (63.) heran. Energisch drängte Augsburg auf den Ausgleich. In der Schlussminute traf Winterneuzugang Alfred Finnbogason per Foulelfmeter.

Bittencourt schockt 96 mit Doppelpack

Abstiegskampf kann richtig gemein sein. Hannover spielte nicht schlecht und hatte gegen die Kölner sogar anfangs die besseren Chancen. Doch die Tore? Die schoss Köln - und auch noch ein Kölner, der bis zum letzten Sommer für Hannover spielte. Leonardo Bittencourt schaffte seinen ersten Doppelpack (43./61.) für den FC. Besiegelte er damit das Abstiegsschicksal seiner Ex-Kollegen? Sieben Punkte Rückstand lassen dies vermuten. In Köln können sie nach zuletzt mauen Resultaten durchschnaufen. 33 Punkte bedeuten Platz neun.

Spieltag und Tabelle im Überblick
Zur Zeit finden keine Spiele statt.

12.03.2016, Quelle: dpa, sid
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