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Übergriffe an Silvester Geißler kritisiert Falschinformationen nach Köln

BildHeiner Geißler
Heiner Geißler

(Quelle: dpa)

VideoKöln: De Maizière will Konsequenzen
Bundesinnenminister de Maizière will schnell Vorschläge für Konsequenzen aus den Übergriffen in Köln in der Silvesternacht vorlegen. Als Beispiele nannte er mehr Videoüberwachung und Polizeipräsenz.

Bundesinnenminister de Maizière will schnell Vorschläge für Konsequenzen aus den Übergriffen in Köln in der Silvesternacht vorlegen. Als Beispiele nannte er mehr Videoüberwachung und Polizeipräsenz.

(10.01.2016)

VideoGeißler zu Silvester-Angriffen in Köln
Anne Wizorek, Bloggerin

"Es ist 2016 und wir reden immer noch über sexualisierte Gewalt. Sie ist immer noch normal und sie ist immer noch da", sagt Bloggerin Anne Wizorek in einem Zwischenruf im ZDF heute journal.

(07.01.2016)

von Dominik Rzepka

Der ehemalige Schlichter bei Stuttgart 21, Heiner Geißler, hat Falschinformationen im Zuge der Kölner Übergriffe an Silvester kritisiert. So würde Fehlverhalten von Flüchtlingen in den sozialen Netzwerken erfunden. Und auch "offizielle Stellen" beteiligten sich an Desinformation, sagte er dem ZDF. 

Geißler (CDU) beklagt, dass viele Menschen in Deutschland falsche Informationen bekämen. Diese Desinformation habe eine Spaltung der Gesellschaft verursacht. Vor allem in den sozialen Netzwerken seien Fehlinformationen verbreitet worden. "Hier werden zum Beispiel Fehlverhalten von Flüchtlingen erfunden und weiter kolportiert", so Geißler. Auch rechtsradikale Parteien beteiligten sich an einer derartigen Fehlinformation.

3 Fragen an Heiner Geißler

Kann die Spaltung überwunden werden?

Heiner Geißler

Die Übergriffe von Köln haben die Gesellschaft gespalten - Willkommenskultur kontra Ausländerfeindlichkeit. Kann diese Spaltung überwunden werden, Heiner Geißler?

Hilft ein "Runder Tisch"?

Heiner Geißler

Im Konflikt um Stuttgart 21 hat ein Runder Tisch nach Lösungen gesucht. Wäre das nach Köln erfolgversprechend, Heiner Geißler?

Hat Pegida Interesse am Dialog?

Heiner Geißler

Würde sich Pegida an einem Faktencheck, an einem Runden Tisch beteiligen, Heiner Geißler?

In dem Interview kritisiert Geißler aber auch offiziell Verantwortliche wie das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration (BAMF). Es veröffentliche zum Beispiel unterschiedliche Zahlen über die bereits bearbeiteten Asylanträge. Außerdem habe das Innenministerium nicht rechtzeitig dafür gesorgt, dass das Bundesamt genügend Personal habe.

Geißler schlägt großen Faktencheck im Fernsehen vor

SENDUNGSHINWEIS

Mehr zu den Übergriffen in Köln in der Silvesternacht sehen Sie um 19.10 Uhr in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Darin auch ein Gespräch mit Innenminister Thomas de Maizière (CDU).

Um die Gesellschaft in der Flüchtlingsfrage nach Köln zu befrieden, schlägt Geißler einen großen Faktencheck im Fernsehen vor. Dieser sollte zweimal in der Woche zwei Stunden lang gesendet werden und zum Beispiel den Themenkomplex Asyl in Deutschland beinhalten. "Das hat den großen Vorteil, dass keine Fensterreden gehalten werden können", so Geißler. Die Diskutanten würden gezwungen, ihre Thesen zu beweisen. "Da dort ein Publikum von mehreren Millionen zuschaut, kann sich niemand leisten, dass er lügt oder täuscht."

Weitere Links zum Thema
Auf die Frage, ob er es für realistisch halte, dass an einer solchen Diskussion auch Vertreter von Pegida teilnehmen würden, sagte Geißler: "Die würden schlecht aussehen, wenn sie sich verweigern würden." Er schlug vor, den Faktencheck anschließend ins Internet zu stellen. Hier würden die Vertreter von Pegida mit den Fakten konfrontiert, so Geißler, der eine Teilnahme an einem entsprechenden Format für sich selber nicht ausschließen wollte.

Dem Autor auf Twitter folgen: @dominikrzepka

10.01.2016
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