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merkzettel

Warnhinweise auf Tabakprodukten Schockfotos sollen vom Rauchen abschrecken

BildAnti-Raucher Kampagne
Schockbilder auf Zigarettenpackungen

(Quelle: dpa)

VideoE-Zigarette gesünder als Tabak?
Screenshot

Zwei Millionen Deutsche rauchen Schätzungen zufolge E-Zigaretten. Doch Mediziner warnen vor den Risiken.

(24.04.2012)

In Deutschland muss auf Zigarettenschachteln künftig mit großformatigen Schockfotos vor den Gefahren des Rauchens gewarnt werden. Der Bundestag verabschiedete ein Gesetz, das Hersteller dazu verpflichtet, ab Mai großformatig Warnbilder auf die Schachteln zu drucken. 

Gleichzeitig werden Aromen verboten, die den Tabakgeschmack überdecken. Nur für Mentholzigaretten gilt eine Übergangsfrist bis 2020. Der Bundesrat muss der Reform noch zustimmen, was als wahrscheinlich gilt. Deutschland ist verpflichtet, die entsprechende Tabakrichtlinie der EU bis zum 20. Mai in deutsches Recht umzusetzen.

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Griff zur Zigarette "vergällen"

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) erklärte, mit den Bildern von offenen Raucherbeinen und schwarzen Zahnstummeln wolle man Nichtrauchern den Griff zur Zigarette "vergällen". Linken und Grünen gehen die Regelungen allerdings nicht weit genug. Sie forderten in der Debatte vor allem ein vollständiges Werbeverbot.

Die Hersteller sprachen von einem "rabenschwarzen Tag für die deutsche Tabakwirtschaft". Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) und der Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) beklagten, das Gesetz führe zu einem Verlust von vielen Arbeitsplätzen bei kleinen und mittelständischen Produzenten.

Vorgaben der EU-Tabakrichtlinie

Schockfotos und größere Warnhinweise

Archiv - Eine Zigarettenpackung mit abstoßendem Foto, aufgenommen in Hamburg am 30.10.2012

Raucher müssen sich von Ende Mai an auf Schockfotos und größere Warnhinweise auf Zigarettenschachteln einstellen. Nach EU-Vorgaben müssen zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Zigaretten- und Drehtabak-Verpackungen für kombinierte Warnbilder und aufklärende Texte reserviert sein - weit mehr als bisher schon.

Übergangszeit

Mann zündet Zigarette an

Die 2014 mühsam ausgehandelte EU-Richtlinie für Tabakprodukte muss bis 20. Mai 2016 in deutsches Recht umgesetzt werden. Erzeugnisse, die nach den alten Regelungen bis Mai 2016 hergestellt wurden, können ein Jahr lang weiter verkauft werden.

Aromen und Mentholzigaretten

Frau zieht an Zigarette

Aromen, die den Tabakgeschmack überdecken, müssen vom Markt verschwinden. Für Mentholzigaretten gilt eine Übergangsfrist. Kleine Verpackungsgrößen sind für bestimmte Tabakwaren verboten, auch "irreführende Elemente auf Verpackungen".

Zulassungsverfahren

Zigaretten

Um Fälschungen vorzubeugen, müssen Verpackungen zudem künftig ein individuelles Erkennungs- und ein fälschungssicheres Sicherheitsmerkmal tragen. Für neue Tabakerzeugnisse wird ein Zulassungsverfahren eingeführt.

E-Zigaretten

Frau raucht E-Zigarette

Neu sind auch Regelungen für "E-Zigaretten", bei denen eine Flüssigkeit verdampft und inhaliert wird. Für diese elektronischen Zigaretten und Nachfüllbehälter soll es auch Werbeverbote geben. Ziel ist es, die Raucherquote von Jugendlichen zu senken. Auch sollen "Fälle der vorzeitigen Sterblichkeit" verringert werden.

(Quelle: dpa)

25.02.2016, Quelle: dpa
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