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merkzettel

Termine für Kassenpatienten Kaum genutzt: Über die Hotline zum Facharzt

BildSchnellere Terminvergabe
Archiv -Callcenter der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen am 25.01.2016 in Frankfurt am Main

Die Terminservicestellen sollen die Wartezeiten auf einen Facharzttermin verkürzen. Bisher wurden sie jedoch kaum genutzt.

(Quelle: dpa)

VideoVerbesserungen für Kassenpatienten
Patient bei einem Gespräch mit seiner Ärztin.

Kassenpatienten sollen schneller einen Termin beim Facharzt bekommen. Heute haben die ersten Kassenärztlichen Vereinigungen einen neuen Vermittlungsservice gestartet.

(25.01.2016)

VideoSchnellere Facharzt-Termine
Facharzt

Kassenpatienten sollen ab sofort schneller an einen Termin beim Facharzt kommen. Eine neue Servicestelle der Kassenärztlichen Vereinigungen soll einen Termin binnen vier Wochen ermöglichen.

(25.01.2016)

VideoDas ändert sich 2016: Gesundheit
Christiane Grote von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Gespräch mit Nadine Krüger

Im Bereich der Gesundheit und Pflege gibt es 2016 einige Änderungen. So erhöhen zum Beispiel einige Krankenkassen die Beiträge. Christiane Grote von der Verbraucherzentrale NRW hat die Details.

(08.10.2015)

von Jan Schulte

Trotz akuter Beschwerden monatelang auf einen Arzttermin warten? Das sollen die im Januar eingeführten Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung verhindern. Grundsätzlich ein gutes Angebot - mit einem entscheidenden Problem: Bislang nutzt es so gut wie niemand.  

Eigentlich soll mit dem im Januar eingeführten Telefonservice der Kassenärztlichen Vereinigung alles einfacher gehen: Innerhalb von vier Wochen muss über die Terminservicestellen ein Facharzt in zumutbarer Nähe vermittelt werden. Wenn das nicht gelingt, wird ein Platz im Krankenhaus organisiert. Lange Wartezeiten für gesetzlich Versicherte und vor allem das ewige Herumtelefonieren bei verschiedenen Fachärzten nach einem Termin sollen damit der Vergangenheit angehören. Doch genutzt wurden diese Stellen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung bisher kaum.

Es gebe keinen Bedarf

Lediglich 4.000 Termine bei einem Facharzt wurden in den ersten vier Wochen über den neuen Service vergeben. "Damit liegen wir im Vergleich zu den sonst abgeschlossenen Facharztterminen im Promillebereich", sagt Roland Stahl vom Bundesverband der Kassenärztlichen Vereinigung und die Zahlen geben ihm Recht: Zwar gibt es keine Daten für die deutschlandweit vergebenen Termine bei Fachärzten, dafür aber für die Behandlungsfälle: 2014 gab es der Kassenärztlichen Vereinigung zufolge rund 265,2 Millionen Behandlungsfälle. Das macht etwa 22 Millionen Behandlungen im Monat und damit mindestens auch genau so viele Termine. Die 4.000 monatlich vermittelten Termine machen also umgerechnet sogar nur einen Anteil von maximal 0,18 Promille aus.

Die geringe Resonanz zeigt nach Meinung von Roland Stahl: "Das von der Politik heraufbeschworene Problem der langen Wartezeiten für Facharzttermine gibt es nicht." Kritiker wie die Kassenärztliche Vereinigung fühlen sich damit in Ihrer Einschätzung zu den Stellen bestätigt. "Wir waren schon damals gegen die Einführung, weil wir die Notwendigkeit nicht gesehen haben", sagt Stahl.

Zu viele Hürden

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) interpretiert die Zahlen jedoch anders. "Ohne diese Servicestellen kann die Wartezeit auf einen Termin je nach Region auch mal mehrere Monate dauern", sagt Kai Helge Vogel, Leiter des Teams Gesundheit des vbzv. Es seien immerhin 1.000 Menschen pro Woche, die sonst unter Umständen keinen Termin bei einem Facharzt bekommen hätten, sagt Vogel. Er sieht bei den Servicestellen aber noch einige Hürden, die überwunden werden sollten. "Ich halte eine Internetseite für sinnvoll, über die der Patient selber sehen kann bei welchem Facharzt noch ein Termin frei ist", sagt Vogel. Der Telefonservice sei zu umständlich.

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Lars Lindemann, der Hauptgeschäftsführer vom Spitzenverband der deutschen Fachärzte, glaubt, dass sich die meisten Leute für die Terminservicestellen überhaupt nicht interessieren würden. "Normalerweise geht man doch zuerst zum Hausarzt, der einem, wenn er es für sehr dringlich erachtet, dann gegebenenfalls direkt einen Facharzttermin besorgt", sagt er. Dann werde der neue Service überhaupt nicht benötigt.

"Mit einem Monat Abstand betrachtet, hat die Politik um das Thema ärztliche Versorgung von gesetzlich Versicherten zu viel Theater gemacht", findet er. Lindemann zufolge sind die Facharztpraxen überfüllt, weil die Nachfrage nach den Spezialisten überhaupt nicht gesteuert wird. "Deutsche gehen im Jahr durchschnittlich 18 Mal zum Arzt, das ist in keinem anderen europäischen Industrieland so." Außerdem wolle immer jeder so schnell wie möglich seinen Facharzttermin bekommen. "Die Frage ist nur, ob das immer medizinisch notwendig ist, oder ob der ein oder andere nicht auch mal länger warten muss, damit dringendere Fälle vorgezogen werden können."

Ideologisch geführter Konflikt?

Mit den Terminservicestellen soll auch die Benachteiligung der gesetzlich Versicherten gegenüber den Privatpatienten gemildert werden. Lindemann findet, dass dieser Konflikt viel zu ideologisch geführt wird. "Am Telefon wird doch in der Regel nicht nach der Versicherungsart gefragt."

Neue Terminservicestellen

Warum gibt es die neuen Terminservicestellen?

Archiv - Eine Ärztin hält am 18.09.2015 in einer Arztpraxis in Schwerin ein Stethoskop in den Händen

Kassenpatienten warten teilweise monatelang auf einen Facharzttermin - im Gegensatz zu Privatversicherten. Das will die Regierung ändern. Kommende Woche sollen die Terminservicestellen einsatzbereit sein.

Wie sind die Terminservicestellen zu erreichen?

Zuständig für die Terminservicestellen sind die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) im jeweiligen Bundesland. Auf den entsprechenden Webseiten können sich Patienten über die Rufnummern und die telefonische Erreichbarkeit informieren. Einen Überblick über die einzelnen KVen gibt die Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Wie läuft die Terminvergabe ab?

Voraussetzung ist, dass der Patient gesetzlich krankenversichert ist und eine Überweisung zum Facharzt hat. Nur für Besuche bei Augenärzten und Gynäkologen kann er sich ohne Überweisung an die Terminservicestelle wenden. Nach dem Anruf muss die Terminservicestelle dem Versicherten binnen einer Woche einen Termin geben. Die Wartezeit darf maximal vier Wochen betragen. Kann der Patient den vorgeschlagenen Termin nicht wahrnehmen und sagt diesen am gleichen Tag wieder ab, bietet die Servicestelle einen Ausweichtermin an.

Was, wenn die Frist nicht eingehalten wird?

Kann die Terminservicestelle innerhalb von vier Wochen keinen Behandlungstermin vermitteln, muss sie dem Patienten einen Termin zur ambulanten Behandlung in einem Krankenhaus anbieten. Es reicht nicht, lediglich auf die Behandlungsmöglichkeit in einem bestimmten Krankenhaus zu verweisen. Für den Krankenhaustermin gelten dann dieselben Fristen.

Gibt es Ausnahmefälle bei der Terminvermittlung?

Ja. Ausgenommen sind Routineuntersuchungen, Vorsorgetermine und sogenannte Bagatellkrankheiten, bei denen sich der Gesundheitszustand nicht weiter verschlechtert, wenn die Behandlung nicht innerhalb von vier Wochen beginnt.

Besteht Anrecht auf Wunschtermin oder Wunscharzt?

Nein. Der Patient kann sich weder einen konkreten Termin noch einen bestimmten Arzt aussuchen. Die Servicestelle vermittelt nur Termine, die von Ärzten als frei gemeldet werden. Dafür müssen Patienten - wie derzeit noch häufig - nicht mehr selbst verschiedene Ärzte wegen eines Termins abklappern.

Gilt die Terminvergabe für alle Fachärzte?

Nein. Nicht vermittelt werden Termine bei Zahnärzten und Kieferorthopäden. Auch Hausärzte, Kinder- und Jugendärzte und Psychotherapeuten sind ausgenommen.

Muss man auch weite Entfernungen in Kauf nehmen?

Unter Umständen ja. Das Gesetz spricht hier von einer "zumutbaren" Entfernung. Konkret gilt zum Beispiel für Augenärzte, Frauenärzte oder Hautärzte als zumutbare Anfahrtzeit die Entfernung von der Wohnadresse des Patienten zum nächsten Arzt dieser Fachgruppe plus einer Fahrzeit von höchstens 30 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei spezialisierten Fachärzten wie Schwerpunktinternisten oder Radiologen gilt eine zusätzliche Fahrzeit von bis zu 60 Minuten als zumutbar.

Ist Terminvergabe über die Servicestellen Pflicht?

Nein. Nach wie vor gilt die freie Arztwahl. Versicherte können also weiter versuchen, bei ihrem Wunscharzt einen Termin zu bekommen. Auch den von der Terminservicestelle vermittelten Facharzt und die angebotene Behandlung im Krankenhaus können sie ablehnen und sich selbst kümmern, auch wenn dies vielleicht länger dauert.

Was ist, wenn es ganz schnell gehen muss?

Sind Untersuchungen oder Behandlungen nötig, für die aus medizinischen Gründen auch eine Wartezeit von bis zu vier Wochen zu lang ist, sollte der Patient wie bisher auch weiterhin direkt einen Termin machen.

Was bemängeln die Kritiker?

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und ihre regionalen Gliederungen leisteten lange Widerstand gegen die Vermittlung. Jetzt sicherten sie zu, am Montag rechtzeitig an den Start zu gehen. KBV-Chef Andreas Gassen bekräftigte aber, eine bessere Steuerung der Arztbesuche mache Terminvergabestellen überflüssig. Die Wartezeiten entstünden, weil es zu viele Patienten gebe, die wegen derselben Beschwerden zu zwei, drei oder sogar noch mehr Fachärzten gingen.

Was sagen die Befürworter?

Die gesetzlichen Krankenkassen weisen darauf hin, dass Privatpatienten in der Regel schneller einen Termin beim Facharzt bekommen als Kassenpatienten. Daher seien die Servicestellen richtig. Sie könnten auch gut funktionieren, wenn sich die ärztlichen Stellen wirklich darum bemühten. Der Sozialverband VdK meint jedoch, solange es für Ärzte lukrativer sei, Privatpatienten zu behandeln, würden gesetzlich Versicherte bei der Terminvergabe benachteiligt.

Wie lange sind die Wartezeiten derzeit?

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) spricht von einem deutschen "Luxusproblem": "Während in Deutschland nur sieben Prozent der Patienten länger als zwei Monate auf einen Facharzttermin warten mussten, sind es in Schweden und Norwegen rund ein Drittel."

Welchen Haken hat die Sache für die Patienten?

Ein Anspruch, zu einem bestimmten Arzt vermittelt zu werden, besteht nicht. Wer den Service nutzt, verwirkt also freiwillig sein Recht auf freie Arztwahl.

Quelle: dpa / AFP

10.03.2016
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