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Krankenkassen Gesundheit wird wieder teurer

BildTeurere Gesundheit
Geldmünzen auf Krankenversicherungskarte

Bessere Notfallversorgung und Pflege an Krankenhäusern, ein Rechtsanspruch auf ärztliche Zweitmeinung bei bestimmten planbaren Operationen und mehr Kinder- und Jugenduntersuchungen bis verursachen höhere Ausgaben, sagt etwa die AOK.

(Quelle: imago)

VideoVi Krankenkassen erhlöhen Beiträge
DAK erhöht Kosten um 0,6 Prozentpunkte.

Die meisten Krankenkassen erhöhen 2016 die Zusatzbeiträge. Zahlen werden nicht die Arbeitgeber, sondern die Arbeitnehmer.

(18.12.2015)

VideoVi Kostenfalle Intensivpflege
Pflegekraft mit junger Patientin

Es mangelt auch in der häuslichen Pflege an Fachpersonal. Für manche Patienten ist die Intensivpflege lebensnotwendig. Bezahlt wird das von den Krankenkassen, doch immer wieder kommt es zu Problemen.

(23.11.2015)

von Michael Braun

Zwar gibt es Reserven in Milliardenhöhe. Aber sie schmelzen. Und die Ausgaben steigen. Nun werden die Krankenkassenbeiträge angehoben. Es wird nicht das letzte Mal sein. Die Debatte über die Kostenverteilung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist eröffnet. 

Eröffnet hat sich die Debatte daran, dass die großen gesetzlichen Krankenkassen kürzlich ihre Beitragssätze für 2016 bekannt gegeben haben - und sie werden nahezu durchweg erhöht. Aufmerksamkeit hat vor allem die drittgrößte Kasse, die DAK Gesundheit, erregt. Sie verlangt von ihren 6,1 Millionen Versicherten ab Januar 16,1 Prozent vom Bruttoeinkommen - 0,6 Prozentpunkte mehr als 2015. Das wird spürbar. Bei der DAK-Gesundheit macht der höhere Beitrag bei einem Verdienst von 2.500 Euro brutto rund 15 Euro monatlich mehr aus.

Auch der Gesetzgeber treibt die Kosten

Die Techniker Krankenkasse, mit sieben Millionen Mitgliedern die größte Kasse, erhöht um 0,2 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent. Die Barmer GEK, Nummer zwei der Branche, bittet ihre knapp 6,8 Millionen Mitglieder mit zusätzlichen 0,2 Prozentpunkten und somit mit 15,7 Prozent zur Kasse. Das entspricht dem neuen Beitragsdurchschnitt.

Der wichtigste Grund für die höheren Beiträge: Die Ausgaben steigen weiter. Bei der Barmer GEK zum Beispiel hatte das 2014 zu einem Defizit von 397 Millionen Euro geführt. Ursachen sind der medizinische Fortschritt sowie die älter werdende Bevölkerung, die mehr medizinische Betreuung nachfragt und die Renditeerwartungen der Pharma- und Krankenhausunternehmen.

Und es liegt am Gesetzgeber. Darauf weist etwa die AOK Bayern hin. Bessere Notfallversorgung und Pflege in Krankenhäusern, ein Rechtsanspruch auf ärztliche Zweitmeinung bei bestimmten planbaren Operationen und mehr Kinder- und Jugenduntersuchungen bis zum 18. Lebensjahr verursachten Ausgaben, die "über den erhöhten Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds liegen", sagt Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern. Deshalb müsse er den Zusatzbeitrag anheben, den nur die Versicherten zu berappen haben.

DGB: Arbeitnehmer "dringend" entlasten

Darum dürfte im neuen Jahr weiter heftig diskutiert werden. Das Argument, Deutschland müsse wettbewerbsfähige Arbeitskosten haben, die Lohnnebenkosten also deckeln, hatte seit Juli 2005 die paritätische Verteilung der Beiträge zwischen Arbeitgebern und -nehmern aufgehoben. Seitdem steigen die Anteile, die die Beschäftigten zu zahlen haben, schneller. Nichts für den DGB: "Wir brauchen dringend eine Entlastung der Arbeitnehmer", sagt etwa DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.

Der Arbeitnehmerflügel der CDU schließt sich dem an, nennt das Gegenargument wettbewerbsfähiger Lohnkosten ein "Totschlagargument", das nicht mehr akzeptabel sei. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will womöglich schon im Januar über den Bundesrat anstoßen, die Krankenversicherungsbeiträge gleichgewichtig auf Arbeitgeber und Mitarbeiter zu verteilen.

Dauerhaftes Defizit bis 2020

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Sie wird die Kostendynamik im Auge haben. Die wird bleiben, prognostiziert Jens Boysen-Hogrefe, Finanzexperte am Kieler Institut für Weltwirtschaft. "Sollte die Ausgabendynamik, die am aktuellen Rand zu verzeichnen ist, anhalten, dürfte sich die Finanzlage der GKV weiter merklich verschlechtern", sagt er. Die gesetzlichen Krankenkassen steuerten auf ein dauerhaftes Defizit zu. Ihnen dürften 2020 etwa zehn Milliarden Euro fehlen. Dann müsste der durchschnittliche Beitragssatz von 15,7 Prozent im nächsten Jahr auf dann etwa 16,4 Prozent steigen.

Ändert sich an der Beitragsverteilung nichts, müssten davon die Arbeitgeber 7,3 Prozent und die Versicherten 9,1 Prozent aufbringen. Boysen-Hogrefe macht zudem darauf aufmerksam, dass die Beitragsdynamik nicht nur ein Phänomen in der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Mit dem Eintritt der Babyboomer in das Rentenalter sei zusätzlich "mit erheblich höheren Beiträgen in der Rentenversicherung zu rechnen". Dort sind sie zuletzt von in der Spitze 20,3 Prozent (19997/98) auf 18,7 Prozent gesunken. In der Pflegeversicherung geht es schon nach oben. Dort sind die Beiträge 2015 auf 2,35 Prozent gestiegen. Für 2017 sind 2,55 Prozent geplant. Auch wenn die Arbeitgeber davon die Hälfte tragen: Die Gesundheitsversorgung wird teuer.

Kassenprobleme

Die Reserven schmilzen

Karten verschiedener Krankenkassen

Kostensteigerung ist in der Krankenversicherung ein bekanntes Phänomen. Nach 5,0 Prozent im ganzen Jahr 2014 hat die Dynamik etwas abgenommen. Bis Ende September stiegen die Ausgaben bis Ende September nur um 3,7 Prozent. Das Wachstum wurde schwächer, aber es ging nach oben: Bei den Arzneimitteln um 5,0 Prozent. Bei den vertragsärztlichen Leistungen um rund 4  Prozent. Bei den Zahnärzten um 2,9 Prozent. Bei der Krankenhausbehandlung um 3,1 Prozent. Beim Krankengeld um 5 Prozent.

Das alles konnte schon nicht mehr mit den laufenden Einnahmen finanziert werden. Es ging an die – allerdings üppig klingenden – Reserven. Die der Krankenkassen schrumpften bis Ende September auf 15,3 Milliarden Euro nach 16,0 Milliarden Euro im Herbst 2014. Und die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds schmolz von 12,5 Milliarden Euro Ende 2014 auf 10,2 Milliarden Euro Ende 2015 und auf voraussichtlich 9,9 Milliarden Ende 2016 ab. So die aktuelle Prognose des Schätzerkreises, berichtet das Bundesversicherungsamt. Dabei hat der Bund seinen Zuschuss nach deftigen Kürzungen in den Vorjahren wieder hochgefahren.  "Bundeszuschuss-Jo-Jo" nennt das Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen. Der Bund hat zwar nicht die früheren 14 Milliarden Euro, aber für 2015 doch 11,5 Milliarden Euro überwiesen, 1 Milliarde mehr als 2014. Es reichte dennoch nicht, um die laufenden Ausgaben zu decken.

Das Beitragssystem

Krankenkassenkarte

In der gesetzlichen Krankenversicherung haben die Krankenkassen nur einen geringen Spielraum, ihre Beiträge zu gestalten. Umso mehr werben sie damit, wenn sie ihn nicht ganz ausschöpfen müssen. Der Gesetzgeber legt einen einheitlichen Beitrag fest. Für die Jahre 2015, 2016 und 2017 sind das 14,6 Prozent des Einkommens, wobei eine Beitragsbemessungsgrenze gilt, die genannten 14,6 Prozent also nur auf Monatseinkommen von bis zu 4.125 Euro (2015) beziehungsweise 4.237,50 Euro (2016) entfallen. Den teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer, jeder zahlt also 7,3 Prozent.

Dieses Geld fließt in den sogenannten Gesundheitsfonds. Auch Zuschüsse des Bundes - 2015 in Höhe von 11,5 Milliarden Euro - werden dort gesammelt. Damit gleicht der Bund versicherungsfremde, aber politisch erwünschte Leistungen aus. Große Brocken sind die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern und das Mutterschaftsgeld.

Die Gelder werden vom Gesundheitsfonds auf alle Kassen risikogerecht verteilt, also so, dass nicht Kassen mit vielen jungen Mitgliedern hohe Einnahmen und geringe Ausgaben haben und andere mit wenigen und alten Mitgliedern kaum Beiträge kassieren, aber hohe Kosten bestreiten müssen.

Um gleichwohl einen Wettbewerb zwischen den Kassen zu ermöglichen, können sie einen Zusatzbeitrag erheben, wenn die Gelder aus dem Gesundheitsfonds nicht genügen. 2015 haben die meisten Krankenkassen einen Zusatzbeitrag genommen. Er reichte in der Spitze bis 1,3 Prozent und setzte am unteren Ende bei 0,3 Prozent ein. Nur eine Kasse erhob keinen Zusatzbeitrag. Im Schnitt waren es 0,9 Prozent. Dieser Schnitt steigt 2016 auf 1,1 Prozent. Den Zusatzbeitrag zahlt nur der Versicherte. Einen Arbeitgeberanteil gibt es dafür nicht.

Immer weniger Krankenkassen

Die Zahl der Krankenkassen ist deutlich geschrumpft. 1993 arbeiteten noch 1.221 Kassen, zehn Jahre später war es nur noch ein knappes Viertel davon, nämlich 324. Bis Ende Dezember 2015 ging es nochmals um fast ein Drittel auf 123 Kassen runter.

Der Einbruch in der Kassenzahl vor allem zwischen 1995 und 2000 dürfte mit der Einführung der Kassen-Wahlfreiheit zusammenhängen. Die frühere automatische Zuweisung in eine Krankenkasse nach dem ausgeübten Beruf gibt es seit 1996 nicht mehr.

Die Wahlfreiheit hat die Versicherten auf die Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis gehen lassen. Das hat zu einem Fusionsdruck geführt, sei es, um die Verwaltungskosten auf mehr Versicherte verteilen zu können oder um mehr Nachfragemacht in Verhandlungen mit Ärzten, Krankenhäusern und vor allem der Pharmaindustrie bündeln zu können.

(Quelle: Michael Braun)

01.01.2016
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