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Protest gegen Neonazis eskaliert Gewalt bei Demos in Leipzig

BildBild Gewalt bei Demos in Leipzig
Demonstration "Die Rechte" in Leipzig - Krawalle bei Gegendemonstration

(Quelle: dpa)

VideoVideo Pegida
Der Innenpolitische Sprecher der SPD Burkhard Lischka will die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung vom Verfassungsschutz beobachten lassen. Die Bewegung würde

Der Innenpolitische Sprecher der SPD Burkhard Lischka will die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung vom Verfassungsschutz beobachten lassen. Die Bewegung würde "von Rechtsextremen gesteuert".

(03.12.2015)

VideoVideo
NSU-Zelle

"Neo-Nazis auf dem Vormarsch" beleuchtet die Entwicklung der extremen Rechten seit Mitte der Sechzigerjahre, insbesondere nach der Wende in Deutschland, aber auch international.

(25.11.2015)

Bei linken Demonstrationen gegen eine Neonazi-Kundgebung in Leipzig ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Polizisten und Feuerwehrleute wurden von Vermummten angegriffen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Es flogen Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper, Müllcontainer brannten. 

Am Rande einer Neonazi-Demonstration in Leipzig ist es am Samstag zu schweren Ausschreitungen zwischen linken Gegendemonstranten und der Polizei gekommen: Müllcontainer brannten, Scheiben gingen zu Bruch, die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Vermummte warfen Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper, die Beamten gingen mit Wasserwerfern und Reizgas gegen die schwarz gekleideten Krawallmacher vor. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurden Polizisten aus einer Menge von etwa 1.000 Menschen heraus "massiv" angegriffen. 69 Beamte seien verletzt worden, zwei von ihnen werden mindestens vier Wochen dienstunfähig sein. 50 Dienstfahrzeuge wurden beschädigt, vier sind nicht mehr fahrbereit. Die Polizei nahm 23 Menschen in Gewahrsam.

Polizei: "Bedrohliche Stimmung und hohes Gewaltpotenzial"

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Eine Bushaltestelle ging zu Bruch, Müllcontainer gingen in Flammen auf. An S-Bahnstationen in den Stadtteilen Connewitz und Plagwitz wurden Kabelschächte in Brand gesetzt, um die Anreise der Neonazis zu erschweren. Selbst die Feuerwehr sei angegriffen worden, twitterte die Polizei. Sie sprach von einer bedrohlichen Stimmung und hohem Gewaltpotenzial in der Leipziger Südvorstadt.

Nach Angaben der Studentengruppe «Durchgezählt» beteiligten sich etwa 2.500 Menschen an mehreren Gegendemonstrationen. Die Polizei wollte diese Zahl nicht bestätigen. Anlass der Krawalle war eine Demonstration von Rechtsextremisten im Stadtteil Südvorstadt. Dazu seien weit weniger Teilnehmer gekommen als die angemeldeten 200, so die Polizei. Ursprünglich wollten die Neonazis durch den eher links-alternativ geprägten Stadtteil Connewitz marschieren. Dies wurde vom Ordnungsamt verweigert, weil dort ein Weihnachtskonzert und ein alternativer Weihnachtsmarkt stattfanden.

Auch Stadtjugendpfarrer aus Jena in Gewahrsam genommen

Es waren mehrere Gegenveranstaltungen angemeldet. Die Polizei war mit einem Großaufgebot und Verstärkung aus anderen Bundesländern im Einsatz. Die Beamten nahmen auch den gegen Rechtsextremismus engagierten Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König in Gewahrsam. Er hatte auf einer linken Gegendemo von seinem Lautsprecherwagen aus gesprochen. Laut Polizei wird ihm unter anderem Landfriedensbruch vorgeworfen. Außerdem habe er sich Beamten widersetzt.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) nannte die Ausschreitungen "schockierend". "Das ist offener Straßenterror", teilte er mit. Kriminelle diskreditierten den so wichtigen, friedlichen Protest gegen Neonazis.

Schon am frühen Morgen hatten Unbekannte mehrere Brände gelegt. In den Stadtteilen Südvorstadt und Connewitz brannten laut Polizei an mehreren Stellen Autoreifen sowie Müllcontainer. Außerdem sei auf einem Fabrikdach ein Feuer entzündet worden.

12.12.2015, Quelle: dpa
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