28.06.2016
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GfK-Studie zur Spendenbereitschaft Deutsche spenden soviel wie nie zuvor

BildSpendendose
Spendendose

Deutsche geben scheinbar gerne. Die Spendensummen steigen kontinuierlich.

(Quelle: dpa)

VideoSpendenbereitschaft der Deutschen
Hilfsgüter für Flüchtlinge.

2015 war ein erfolgreiches Spendenjahr. Fast die Hälfte der Deutschen hat sich durch Sachspenden für Flüchtlinge engagiert. Viele haben das erste Mal überhaupt gespendet.

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Die Spendenbereitschaft steigt seit Jahren. Im vergangenen Jahr erbrachte das Engagement der Deutschen sogar eine Rekordsumme von 5,5 Milliarden Euro - so viel wie nie zuvor. Spendengewinner waren der Studie des Deutschen Spendenrates zufolge die Flüchtlingshilfe. 

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr einen Spendenrekord aufgestellt. Sie spendeten rund 5,5 Milliarden Euro für soziale, humanitäre, kirchliche oder kulturelle Zwecke, wie der Deutsche Spendenrat am Dienstag in Berlin mitteilte. Das sei ein Plus von 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fast die Hälfte (47 Prozent) der Bundesbürger habe sich für Flüchtlinge in Deutschland engagiert.

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Laut der Studie "Bilanz des Helfens" der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die jährlich im Auftrag des Deutschen Spendenrates erstellt wird, stieg vergangenes Jahr die Zahl der Geldspender um 300.000 auf rund 22,7 Millionen Menschen. Durchschnittlich spendeten die Bundesbürger 37 Euro und damit einen Euro mehr als im Vorjahr. Die Spendenhäufigkeit stieg von 6,2 auf 6,6 Spenden pro Person.

Spendengewinner: Not- und Katastrophenhilfe

Insgesamt 31,8 Millionen Menschen engagierten sich der Studie zufolge für Flüchtlinge. Etwa jeder dritte Deutsche (34 Prozent) half mit Sachspenden. Rund acht Prozent spendeten Geld für die Flüchtlingshilfe und sechs Prozent investierten Zeit in Form von ehrenamtlichem Engagement. Besonders großes Engagement für Flüchtlinge, insbesondere bei Geldspenden, zeigten die über 60-Jährigen, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats, Daniela Felser.

Die Deutschen gaben vor allem mehr Geld für humanitäre Hilfe und Katastrophenhilfe aus. Auch beim Tierschutz und Sport gab es ein Plus des Spendenvolumens. Weniger Spenden erreichten indes den Umweltschutz und die Kultur- und Denkmalpflege. Rund 37 Prozent der Mehrausgaben für Nothilfe und Katastrophenhilfe gingen laut Spendenrat zulasten anderer Spendenzwecke.

Die "Bilanz des Helfens" im Auftrag des Spendenrats ist ein Teilergebnis der repräsentativen Studie GfK CharityScope. Diese beruht auf kontinuierlichen schriftlichen Erhebungen bei einer Stichprobe von 10.000 Teilnehmern. Nicht enthalten sind Erbschaften und Unternehmensspenden, Spenden an politische Parteien oder Organisationen und Großspenden über 2.500 Euro.

01.03.2016, Quelle: epd, KNA
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