27.06.2017
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merkzettel

Studie Vertrauen in Qualitätsmedien bleibt hoch

VideoStudie prüft Vertrauen in Medien
Lügenpresse

Wütende Kritik begleiten immer häufiger öffentliche Diskussionen. Die Medien sind dadurch ins Kreuzfeuer geraten, also auch wir. Wie glaubwürdig halten Deutsche Presse und Fernsehen wirklich? Eine repräsentative Umfrage soll das herausfinden.

(27.12.2016)

VideoVertrauen in Qualitätsmedien
Nachrichten-Apps auf einem Smartphone

"Lügenpresse", "Merkel-Propaganda", "Staats-TV". Anfeindungen, mit denen Journalisten in Deutschland immer häufiger konfrontiert sind. Stecken Qualitätsmedien in einer Vertrauenskrise? Nein, belegen aktuelle Studien.

(27.12.2016)

VideoVertrauen in Nachrichten
Junge Mädchen mit Tablet-Computern

Seit einiger Zeit werden auch die Medien in öffentlichen Debatten beschimpft. Das ZDF hat eine Studie in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie es wirklich um die Glaubwürdigkeit der Medien steht.

(27.12.2016)

VideoUmgang mit Fehlern
Grafik/Schriftzug: Wie gehen Journalisten mit Fehlern um?

Falsche „Fakten“, einseitige Berichterstattung: Auch im Journalismus passieren Fehler. Laura Himmelreich, Elmar Theveßen und Heribert Prantl über den Umgang mit Patzern.

(04.10.2016)

von Benjamin Daniel

"Lügenpresse", "Merkel-Propaganda", "Staats-TV". Anfeindungen, mit denen Journalisten in Deutschland immer häufiger konfrontiert sind. Stecken Qualitätsmedien in einer Vertrauenskrise? Nein, belegen aktuelle Studien. 

Links
Studie: Glaubwürdigkeit von Medien
Im November 2016 fragte die Forschungsgruppe Wahlen (FGW) im Auftrag des ZDF ein drittes Mal nach der Glaubwürdigkeit unterschiedlicher Medien. Eine erste Umfrage hatte im Juni 2015 stattgefunden, eine zweite ein knappes Jahr später im Mai 2016. In allen drei Umfragen wurde die Glaubwürdigkeit mit den gleichen Fragen ermittelt, sodass die Daten miteinander vergleichbar sind.

Nachrichten von ARD und ZDF am glaubwürdigsten

Befragt wurden in allen drei repräsentativen Umfragen jeweils etwa 1.000 Erwachsene ab 16 Jahren, die auf einer Skala von -5 bis +5 ihre Antworten bei der Einschätzung der Glaubwürdigkeit abstufen konnten. Die Befragten sprechen den Nachrichten von ARD und ZDF im Vergleich zu anderen Medien die höchste Glaubwürdigkeit zu. Gefolgt von regionalen und überregionalen Tageszeitungen. Wochen-Magazine wie "Spiegel" und "Focus" werden mit +2,1 eingestuft. Die Werte haben sich seit der ersten Umfrage im Sommer 2015 kaum verändert.

Weitere Links zum Thema

Die privaten Sender werden deutlich schwächer bewertet. Die sozialen Medien (Twitter, Facebook) werden besonders schlecht bewertet. Am schlechtesten wird die Glaubwürdigkeit der "Bild"-Zeitung bewertet. Über alle drei Umfragewellen zeigen sich im Zeitverlauf nur minimale Veränderungen in der Einschätzung der Glaubwürdigkeit. Das deutet darauf hin, dass die Befragten über einen längeren Zeitraum eine stabile Einschätzung der Glaubwürdigkeit verschiedener Medien haben.

"Die Wütenden dominieren das öffentliche Bild"

Gefühlt stehen Journalisten generell immer stärker in der Kritik. Die Studie belegt jedoch, dass besonders die Glaubwürdigkeit der Qualitätsmedien stabil ist. Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen erklärt diesen vermeintlichen Widerspruch wir folgt: "Da sehen wir relativ stabile Werte und dann aber auf der anderen Seite eine neue Dimension, eine neue Qualität der Wut in einer Gruppe derjenigen, die die Medien in massiver und besonders aggressiver und in besonders lauter Art und Weise ablehnen, und das sind eigene Verzerrungseffekte. Das heißt, die Wütenden dominieren sehr stark das öffentliche Bild."

Thomas Bellut

ZDF-Intendant Thomas Bellut
Quelle: ZDF

Die "Wütenden" dominieren das Bild mit bewussten Falschmeldungen, Hassbotschaften oder Lügenvorwürfen. Wie das ZDF damit umgeht, stellt Intendant Thomas Bellut klar: "Unser Mittel kann nur sein: Unvoreingenommenheit. An der Wahrheit arbeiten. In post-faktischen Zeiten nicht ganz einfach. Aber wir müssen das versuchen."

Denn mal ganz faktisch gesehen: Wahrheit ist keine Gefühlssache. Es geht darum, Fakten zu sammeln und zu überprüfen. Die Kernaufgabe seriöser Medien.

Journalismus in Krisenzeiten

"Be first, but first be right"

Schnellligkeit oder Hintergründe: Was ist wichtiger in Krisensituationen?

Elmar Theveßen, Vize-Chefredakteur des ZDF, Laura Himmelreich von vice.som, und Heribert Prantl von der "Süddeutschen Zeitung" über das Bedürfnis nach Information und die Verantwortung des Journalismus.

Die Macht der Bilder

Wie wird entschieden, ob Bilder gezeigt werden oder nicht?

Wenn Meinungen zählen statt Fakten

Was macht man, wenn nur noch Meinungen zählen und keine Fakten?

Wie gehen die Journalisten mit Fehlern um?

Grafik/Schriftzug: Wie gehen Journalisten mit Fehlern um?

Twitter und Co.

Welche Rolle spielen Twitter & Co im Nachrichtengemenge?

Woher kommen die Lügenpresse-Vorwürfe?

Grafik/Schriftzug: Woher kommen die Lügenpresse-Vorwürfe?

27.12.2016
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